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- Hintergrund (183)
- 9.9.2010: Offenheit ist meine Religion
- 2.9.2010: Furcht statt Vision
- 27.8.2010: Mehr für weniger
- 25.8.2010: Dampf auf der digitalen Schiene
- 24.8.2010: »Durch das Internet kenne ich meine Leser«
- 23.8.2010: Kunden erreichen, die der Buchhandel nicht kennt
- 20.8.2010: The Web Is Dead? A Debate
- 20.8.2010: The Web Is Dead. Long Live the Internet
- 19.8.2010: U.S. neighborhood bookstores thrive in digital age
- 12.8.2010: Ende der Privatsphäre?
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Offenheit ist meine Religion
9.9.2010 von Helmut von Berg.
Gespräch mit Google-Chef Eric Schmidt
Das Internet wird immer sozialer, mobiler und kleinteiliger - auch abgeschlossener. Für Google eine Gefahr. Zum Abschluss der Funkausstellung hat Google-Chef Schmidt trotzdem in Visionen geschwelgt und im Streit um Netzneutralität erstmals Tacheles geredet - ein Seitenhieb gegen die Telekom inklusive.
»…
F.A.Z.: Das klingt nach etwas, was es schon gibt: Augmented Reality, die erweiterte Realität.
… Diese Dinge gibt es schon. Aber in fünf bis zehn Jahren wird das Gerät wissen, was um den Nutzer herum passiert, und es wird Vorschläge machen, was für den Nutzer besonders wichtig sein kann. Das Gerät wird also wissen, ob der Nutzer lieber Oper hört oder lieber den Film anschaut. Die nächste Stufe werden dann die Freunde sein. Das Gerät wird mir sagen, ob einer meiner Freunde auch gerade in Berlin ist und ob es ihn kontaktieren soll.
Woher hat das Gerät diese Information?
Diese Information muss man vorher hinterlassen haben, zum Beispiel über eine Liste der Freunde. Wichtig ist dabei, dass diese Informationen gelöscht werden können. Wenn jemand nicht mehr mein Freund ist, sollte er aus der Liste gelöscht werden können.
Braucht Google neben der Suchmaschine also doch ein soziales Netzwerk, um diese Informationen zu bekommen?
Man braucht den Social Graph, also die Verknüpfungen der Freundschaften, kein ganzes Netzwerk. Den Social Graph kann man von Facebook bekommen, von Twitter oder auch selbst erstellen.
…
Welche Optionen für das Internet wird Google in Zukunft noch anbieten?
Das wissen wir heute noch nicht. Die einfachste Antwort lautet: Mehr von allem. …
Glauben Sie nicht, das wird den Leuten unheimlich, wenn man das Internet anschaltet und Google weiß schon mehr von mir als ich selbst, meinen Wünschen, meiner Umgebung und den Zielen, über die ich noch gar nicht nachgedacht habe?
Das ist die Frage, die ich inzwischen am häufigsten gestellt bekomme. Sicher, es gibt Leute, denen das Sorgen bereitet, aber die meisten haben keine Angst. Ganz einfach, weil die meisten sehr schnell den phänomenalen Nutzen für sich erkennen. Ein Beispiel: Haben Sie persönliche Bilder im Internet veröffentlicht?
Einige wenige …
Ihnen ist klar, dass diese Bilder gestohlen werden und gegen Sie benutzt werden können? Es war Ihre Wahl, die Bilder zu veröffentlichen. Sie wägen das Risiko ab, und letzten Endes liegt die Entscheidung, ob positive oder nachteilige Bilder im Internet kursieren, allein bei Ihnen. Ich zum Beispiel schreibe nicht jeden privaten Gedanken, der mir durch den Kopf geht, auf. Aber es gibt viele Jugendliche, die genau das im Internet tun.
…«
mehr: faz.net
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Furcht statt Vision
2.9.2010 von Helmut von Berg.
von Peter S. Fritz
»…
Warum wird eigentlich eine solche Energie für die Honorarfrage aufgewendet , während doch sichtbar ist, welchen großen Herausforderungen der E-Book-Verleger in Wirklichkeit gegenübersteht? Man wird den Verdacht nicht los, dass die Verlage das E-Geschäft eigentlich nicht wollen, sich dazu gezwungen sehen, keine positive Vision haben, sondern sich nur davor fürchten, was sie verlieren werden. Die Frage, ob herkömmliche Verlage somit für das E-Book die richtigen Partner sind, darf so gesehen gestellt werden. Es geht um das geistige Eigentum meiner Klienten.«
mehr: börsenblatt 35 | 2010, leider nicht online verfügbar
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Mehr für weniger
27.8.2010 von Helmut von Berg.
Daniel Lenz über die Solopfade der Autoren im Internet
»Mit Seth Godin hat sich ein weiterer hochkarätiger Autor in die Schlange derjenigen eingereiht, die ihrem Verlag den Rücken kehren, um auf eigene Faust die digitale Welt zu erkunden. Doch zumindest in Deutschland ist mittelfristig nicht mit einem Exodus der Autoren zu rechnen. Langfristig ist die Entwicklung jedoch für Verlage, die ihr traditionelles Dienstleistungsspektrum nicht weiterentwickeln, gefährlich.
Ein Blick auf die Autoren, die zumindest teilweise die Bindung zu ihrem Print-Verlag gelöst haben, zeigt, dass in erster Linie die extrem marketing- oder onlineaffinen Autoren den Solo-Weg gehen. …
…«
mehr: buchreport.de
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Dampf auf der digitalen Schiene
25.8.2010 von Helmut von Berg.
»Barnes & Noble wächst im Web rasant
Während sich große Aktionäre um die Vorherrschaft beim größten Buchhändler der Welt streiten, hat Barnes & Noble ansehnliche Quartalszahlen vorgelegt. Besonders auf der digitalen Schiene feiert B&N Erfolge.
- Laut einer Mitteilung an Aktionäre und Presse stieg der Umsatz im abgelaufenen ersten Quartal des neuen Geschäftsjahrs um 21 Prozent auf 1,4 Mrd Dollar, verglichen mit dem Vorjahresquartal.
- Die Erlöse über den Webshop BN.com wuchsen sogar um 42 Prozent auf 145 Mio. Dollar.
- Der Umsatz allein über die klassischen Filialen sank dagegen leicht um zwei Prozent auf 1,0 Mrd. Dollar.
…«
mehr: buchreport.de
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»Durch das Internet kenne ich meine Leser«
24.8.2010 von Helmut von Berg.
»…
In seinem Blog hat der Autor eines Dutzend Bücher gestern erklärt, dass sein aktueller Titel ›Linchpin‹ der letzte sei, den er auf traditionelle Art und Weise, über seinen Verlag Portfolio (eine Penguin-Tochter), auf den Markt bringe. Künftig werde er seine Titel mit Hilfe von freien Lektoren selbst als E-Books, Apps, Hörbücher, PDF oder per Print-on-Demand herausbringen. ›Traditionelle Verlage verwenden über Jahrhunderte perfektionierte Techniken, um Autoren dabei zu helfen, ihnen unbekannte Leser zu erreichen‹, erklärt Godin. ›Das Internet hat es mir jedoch ermöglicht, meinen Leser kennenzulernen‹, so die Begründung. Laut Wall Street Journal verfolgen über 400.000 Leser Godins Blog.
Während sich ihr Medium verändere, sei es den Verlagen nicht gelungen, aus der Defensive herauszukommen. ……«
mehr: buchreport.de
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Kunden erreichen, die der Buchhandel nicht kennt
23.8.2010 von Helmut von Berg.
»Vom 27. bis 31. August findet in Frankfurt wieder die Tendence-Messe statt. Anlass für ein Gespräch mit Dori Tscherwinka. Ihre vor 18 Jahren gegründete DT-Collection ist dort seit vielen Jahren mit einem eigenen Stand in zentraler Lage (Galeria GAL EG A01 und 02) vertreten. Sie betreut (nicht nur dort) Kunden, die der Buchhandel nicht kennt. Wir haben die Unternehmerin des Jahres 2008 gefragt, wie das Geschäft mit Büchern draußen läuft und mit welchem Konzept sie in ihrem Bereich Marktführer geworden ist.
…
Was können Sie, was der klassische Buchhandel nicht kann?
Bei uns ist das Buchthema konzentriert, professionell, persönlich, erfolgreich und gebündelt angedockt.
Das hört sich jetzt sehr professionell werblich an.
Das war aber ernst gemeint. Im non-book-Bereich sind Bücher, bei allem Verkaufserfolg, nach wie vor ein ›Nebenprodukt‹. Unsere Kunden haben ihre eigenen Know-how-Zentren, ihre eigenen Kompetenzen und Funktionen. Sie können und sie wollen nicht die Zeit, mit dem selben Personal und Kapazitätsaufwand für die Eruierung und Verhandlung mit einzelnen Verlagen führen. …
Sie sehen sich als Katalysator, nicht nur für Ihre Kunden, sondern auch für die Verlage…
Ja, spiegelbildlich gilt das Gleiche für unsere Verlagspartner, die zu schätzen wissen, dass DT den über die Jahre aufgebauten Kundenkreis zur Verfügung stellt.
Das Ei des Columbus für Sie?
Wir haben viel Lehrgeld bezahlt. Wir haben begriffen, dass wir ein verlagsunabhängiges Sortiment liefern müssen; das erwarten die Kunden in unserem non-book-Bereich inzwischen als Selbstverständlichkeit. …
…«
mehr: buchmarkt.de
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The Web Is Dead? A Debate
20.8.2010 von Helmut von Berg.
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The Web Is Dead. Long Live the Internet
20.8.2010 von Helmut von Berg.
»Two decades after its birth, the World Wide Web is in decline, as simpler, sleeker services — think apps — are less about the searching and more about the getting. Chris Anderson explains how this new paradigm reflects the inevitable course of capitalism. And Michael Wolff explains why the new breed of media titan is forsaking the Web for more promising (and profitable) pastures.
Who’s to Blame: Us
As much as we love the open, unfettered Web, we’re abandoning it for simpler, sleeker services that just work.by Chris Anderson
… Over the past few years, one of the most important shifts in the digital world has been the move from the wide-open Web to semiclosed platforms that use the Internet for transport but not the browser for display. It’s driven primarily by the rise of the iPhone model of mobile computing, and it’s a world Google can’t crawl, one where HTML doesn’t rule. And it’s the world that consumers are increasingly choosing, not because they’re rejecting the idea of the Web but because these dedicated platforms often just work better or fit better into their lives (the screen comes to them, they don’t have to go to the screen). The fact that it’s easier for companies to make money on these platforms only cements the trend. Producers and consumers agree: The Web is not the culmination of the digital revolution.
…
Who’s to Blame: Them
Chaos isn’t a business model. A new breed of media moguls is bringing order — and profits — to the digital world.by Michael Wolff
… The traditional VC has a portfolio of Web sites, expecting a few of them to be successes — a good metaphor for the Web itself, broad not deep, dependent on the connections between sites rather than any one, autonomous property. In an entirely different strategic model, the Russian is concentrating his bet on a unique power bloc. Not only is Facebook more than just another Web site, Milner says, but with 500 million users it’s ›the largest Web site there has ever been, so large that it is not a Web site at all.‹
…
Milner sounds more like a traditional media mogul than a Web entrepreneur. But that’s exactly the point. If we’re moving away from the open Web, it’s at least in part because of the rising dominance of businesspeople more inclined to think in the all-or-nothing terms of traditional media than in the come-one-come-all collectivist utopianism of the Web. This is not just natural maturation but in many ways the result of a competing idea — one that rejects the Web’s ethic, technology, and business models. The control the Web took from the vertically integrated, top-down media world can, with a little rethinking of the nature and the use of the Internet, be taken back.
…«
more: wired.com
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U.S. neighborhood bookstores thrive in digital age
19.8.2010 von Helmut von Berg.
»…
The New Atlantic Independent Booksellers Association, which represents bookstores in the northeast, said its membership has remained steady at about 300 stores over the last decade. Closures have been offset by new stores opening and existing stores have developed new business strategies.
…
The ABA has reached a deal with Google Editions …
…
The deal’s success depends on consumers’ willingness to purchase eBooks from their local bookstore …
…
›People are rediscovering the value of an independent store that’s connected to their neighborhood and understands them and their tastes,‹ said Jessica Stockton Bugnolo, who opened Greenlight Bookstore this year.
…«
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Ende der Privatsphäre?
12.8.2010 von Helmut von Berg.
»Der Traum von einem idealen Leben
Als der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg verkündete, das Zeitalter der Privatsphäre sei endgültig vorbei, war die Empörung groß. Das heißt allerdings nicht, dass er mit seiner These daneben lag.
…
Das Internet bereitet den Kommentatoren Kopfzerbrechen, weil es wie kein Artefakt zuvor das wirre Aggregat menschlicher Motivationen spiegelt. Das tut im Kleinen auch Facebook. Es stellt sich dennoch die Frage, ob ein wesentlicher Reiz der Seite nicht darin besteht, dass sie dem erschöpften Selbst Ermächtigung verspricht. Sie erlaubt ihren Nutzern die baukastenhafte Konstruktion einer Narrative in der eigenen Existenz. Das Zeugnis der ›Freunde‹ nährt die Hoffnung, dass der Facebook-Avatar seinem Original entsprechen könnte. Dessen Zusammengesetztheit einzig nach den eigenen Bedürfnissen mehrt zwar die Gefahr einer nachhaltigen Spaltung der Nutzer in digitales und real verbliebenes Selbst. Der Verzicht auf Privatsphäre scheint jedoch ein geringer Preis für eine gefundene Identität, und so steht zu befürchten, dass Zuckerberg trotz allem recht behält.«
mehr: faz.net
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