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- 25.8.2010: Dampf auf der digitalen Schiene
- 24.8.2010: »Durch das Internet kenne ich meine Leser«
- 23.8.2010: Kunden erreichen, die der Buchhandel nicht kennt
- 20.8.2010: The Web Is Dead? A Debate
- 20.8.2010: The Web Is Dead. Long Live the Internet
- 19.8.2010: U.S. neighborhood bookstores thrive in digital age
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Digitale Aufklärung
Unser Denken soll das Internet lenken
von Jürgen Kuri
»Das Internet hat unser Denken bereits verändert. Wir haben uns daran gewöhnt, dass es eine entscheidende Ressource der Industriegesellschaften ist, die vermeintlich das gesamte Weltwissen bereitstellt. Und wenn wir uns nicht selbst wie selbstverständlich darin bewegen, so wissen wir doch, dass der globalisierte Gedanken-, Informations- und Geldaustausch im Netz funktioniert. …
…
Ein Netz mannigfaltiger Bewusstseinsströme entsteht: Der Grad der Vernetzung und die Geschwindigkeit, mit der Informationen uns erreichen, scheint kaum zu steigern und nimmt doch weiter zu. Die Smartphones sind der bislang letzte Baustein, der das Netz überall, jederzeit verfügbar macht; die Mobilgeräte bilden die sperrangelweit geöffneten Schleuse für das, was David Gelernter … als ›Lifestreams‹ bezeichnet.
Die Filter kennen nur die Vergangenheit
Viele Anwender fühlen sich von diesen Strömen überfordert. Social Networks wie Facebook, Twitter, MySpace und StudiVZ vereinen Bekannte und Unbekannte; sie führen zu einer halböffentlichen Existenz, Privatheit lässt sich kaum mehr bewahren. Selbst wer vorsichtig mit seinen persönlichen Daten umgeht, kann nicht entscheiden, was durch die von ihm hinterlassenen Spuren über ihn herauszubekommen ist. …
Gegen diese Überforderung hilft nur die Rückeroberung der eigenen Autonomie im Netz, eine ›digitale Aufklärung‹. Für diese Rückeroberung braucht es zwei Dinge: Wir müssen informierte Entscheidungen treffen können, und wir brauchen Filter für die Bewusstseinsströme des Echtzeit-Internets. Wir benötigen Informationen über die Verknüpfungen, damit wir bewusst entscheiden können, wie weit unser öffentliches Leben im Netz reichen soll. …
…
Unser bewusster, manchmal mühsamer Umgang mit den sozialen Filtern gibt die Bewusstseinsströme des Netzes in unsere Verfügungsgewalt. Die Technik mag weiter sein als die Menschen, doch wir können die Kontrolle übernehmen. Die digitale Aufklärung arbeitet dialektisch - mit den Werkzeugen, die uns heute zu überwältigen scheinen.«
mehr: faz.net
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