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Archive für 15.7.2010

Ende der Goldgräberstimmung

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Analyst Charles Wolf von der Investmentbank Needham & Co. hält die Preiserosion für ein Zeichen einer grundsätzlichen strategischen Kehrtwende von Amazon und seinen Wettbewerbern. Amazon hat den Preis für den Kindle bei seiner Einführung im Herbst 2007 zunächst recht hoch angesetzt, dafür wurden die digitalen Bücher für das Gerät zu Niedrigpreisen von zumeist 9,99 Dollar verkauft. In der Branche gilt es als sicher, dass Amazon mit den Büchern Verluste in Kauf genommen hat, um dem jungen Markt für elektronisches Lesen einen Schub zu geben. Apple hat beim iPad-Start für seinen Online-Buchladen auf Drängen der Verlage ein anderes Preismodell gewählt und verkauft viele Titel für 12,99 oder 14,99 Dollar. Amazon sah sich gezwungen, nachzuziehen und Preise zu erhöhen. Das wiederum hat dem Unternehmen Spielraum gegeben, den Kindle billiger zu machen. Nach den Worten von Wolf bewegt sich Amazon nun ebenso wie Barnes & Noble und andere Wettbewerber mehr in Richtung eines Geschäftsmodells, das dem Prinzip von Rasierern und Klingen ähnelt. Mit dem Verkauf des Basisgeräts wird weniger oder gar kein Geld mehr verdient, dafür wird der Nachschub von Inhalten teurer.

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