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Archive für April 2010

Auflagenschwindsucht und Aldi-Test

Rumbergs Randnotiz

»…
Zur kontinuierlichen Auflagen-Schwindsucht kommt in diesen Tagen für die Lokal- und Regionalzeitungen noch eine sehr akute Bedrohung hinzu: Einer ihrer größten Anzeigenkunden – Aldi – testet, ob er nicht ohne Anzeigen und Beilagen in Zeitungen auskommt. … Sollte Aldi zu dem Ergebnis kommen, außerhalb der Tageszeitung effizienter oder kostengünstiger werben zu können, dann werden sicherlich die Konkurrenten – und evtl. auch Kunden wie Media-Markt oder Saturn bald folgen.

Was das mit der Buchbranche zu tun hat? Sehr viel: Zum einen ist der schleichende, aber kontinuierliche Rückgang der Auflagenzahlen v. a. auf das Ausbleiben von jüngeren Lesern zurückzuführen. Und diese Print-Leser, die früher wie selbstverständlich – auch durch das Medium Lokal-Zeitung ans Lesen herangeführt wurden, fehlen auch der Buchbranche künftig.
…«

mehr: buchmarkt.de

Google verletzt keine Urheberrechte

BGH-Urteil zu Bildersuche

Gewichtiges Urteil des Bundesgerichtshofs: … Die Klägerin hätte das Finden ihrer Bilder verhindern können.

»…
Der BGH begründet das Urteil folgendermaßen: Die Klägerin unterhalte eine eigene Internetseite, auf der sie Abbildungen ihrer Kunstwerke eingestellt habe. Daher sei die Künstlerin mit der Anzeige ihrer Werke ›im Rahmen der Bildersuche der Suchmaschine einverstanden‹. Dieses Einverständnis gelte auch, obwohl sie in keiner ›ausdrücklichen oder stillschweigenden rechtsgeschäftlichen Erklärung Google ein Recht zur Nutzung ihrer Werke‹ eingeräumt habe. Der Bundesgerichtshof bestätigt somit, dass das Unternehmen ›keine rechtswidrige Urheberrechtsverletzung‹ begangen habe.«

mehr: faz.net

Facebook personalisiert den E-Commerce

Marcel Weiß im buchreport BlogFacebook hat auf der diesjährigen F8-Konferenz, die das größte Social Network der Welt jährlich für Entwickler abhält, wesentliche Neuerungen bekanntgegeben, die auch den E-Commerce nachhaltig verändern werden. Bereits vor einem Jahr hat Facebook mit Facebook Connect die Möglichkeit für externe Websites geschaffen…


Das Gesamtangebot bedeutet eine relativ kostengünstige Personalisierungsmöglichkeit für Online-Shops.

Zwei Usecase-Kategorien für den E-Commerce ergeben sich …

Wir werden diese Entwicklungen auf Exciting Commerce weiter verfolgen und einordnen.
…«

mehr: buchreport.de

Sortimenter-Ausschuss fordert »barrierefreien Kauf von E-Books«

Der Sortimenter-Ausschuss hat in seiner gestrigen Sitzung eine Stellungnahme gegen Digitales Rechtemanagement (DRM) verabschiedet. Darin fordert der Sortimenter-Ausschuss Verlage auf, auf DRM zu verzichten.

»…

›Hartes‹ DRM oder wie man Kunden den legalen E-Book-Erwerb erschwert… Um diese Datei überhaupt verarbeiten zu können, muss der Käufer sich zuerst die Software ›Adobe Digital Editions‹ herunterladen und installieren. Dann muss er sich bei Adobe registrieren lassen, um eine Identifikationsnummer zu erhalten. Erst mit dieser Nummer kann die Digital Editions den Zugang zum Buch erstellen. Die Nachteile dieses Verfahrens sind offensichtlich: Zwischen Kauf und Nutzung des erworbenen Produktes werden dem Kunden viele Steine in den Weg gelegt … Das ›harte‹ DRM schreckt also potenzielle Käufer nicht nur durch sein kompliziertes und zeitaufwändiges Verfahren ab, es schreibt ihm auch noch vor, wie und wo er sein Buch lesen darf, ob und wie oft er es ausdrucken kann etc. Es stellt jeden Kunden unter den Generalverdacht, er könne ein ›Pirat‹ sein und würde jede Datei illegal weitergeben wollen. Tatsächlich ist das legal erworbene Produkt damit dem illegal heruntergeladenen um Längen unterlegen, da letztere keinerlei Beschränkungen aufweist. Dies ist die vornehmliche Ursache für Online-Piraterie.

Piraterie lässt sich auch durch ›hartes‹ DRM Piraterie nicht verhindern. Es existiert bereits ein Programm, mit dem das Kopierschutzsystem von Adobe – zumindest bei epub-Dateien – problemlos gehackt werden kann. E-Books, deren Schutz mit diesem Programm entfernt wurde, können dann beliebig im Internet verbreitet werden – ohne jegliche Möglichkeit, den Täter zu identifizieren.

…«

mehr: boersenblatt.net

Matthias Spielkamps

tägliche twitterschau vom 27. April 2010

Matthias Spielkamps

tägliche twitterschau  vom 26. April 2010

Geschäftsmodelle und Strategien für die Online-Welt

»Das 7. Publisher’s Forum in Berlin geht heute in die zweite Runde. Schwerpunkt des Tages sind innovative Publishing-Prozesse, eine Analyse des E-Book-Markts in den USA und neue Internet-Dienste wie Google Wave.

Nach der Eröffnung durch Gastgeber Helmut von Berg von Klopotek & Partner stehen zunächst Präsentationen internationaler Teilnehmer auf dem Programm – unter anderem von Peter Brantley vom Internet Archive (USA). Am späteren Vormittag sind Vorträge zum Semantic Web und zum modernen Wissens- und Informationsmanagement zu hören. Kurz vor der Mittagspause analysiert Frank Sambeth (Random House) die aktuelle Entwicklung des E-Book-Markts in den USA.…»

mehr: boersenblatt.net 

Berlin: 7. Publisher’s Forum von Klopotek gestartet

»Einen besseren Veranstaltungsort kann man sich kaum vorstellen. Im axica-Konferenzzentrum am Pariser Platz in unmittelbarer Nähe des Brandenburger Tors startete gestern das 7. Publishers Forum. In dem von Frank Gehrygeplanten Gebäude stehen zwei Tage lang Vorträge und Workshops mit hochkarätigen Referenten aus dem In- und Ausland auf dem Programm.

›Publishing-Probleme lösen im digitalen Zeitalter‹, so die Leitlinie in diesem Jahr.
…«

mehr: buchmarkt.de

The Hard Part

THE DOWNLOAD, by Laura Dawson

»…
Changing workflow is hard. And any of these processes – a new metadata strategy, an XML-first strategy…hell, even a new office building – is hard to adjust to.

In fact, it’s extremely helpful to think of these changes as a form of moving. (To a better place! With a new stove and more closets and a big patio for grilling!) First there’s the packing – assessing exactly what you have right now, sorting it into what you want to keep and what you want to throw away, and determining who’s going to help you move it (what vendors will you need?). Then there’s the actual moving – of your metadata from spreadsheets into a title management system; of your digital assets into a DAM. And then there’s the unpacking – seeing what broke along the way (oh, yes, there’s always breakage), seeing what items you need to replace, putting everything into its new space and seeing if it looks good/fits/works well there.

But of course it needs to be done. You can’t continue living in a situation where you have universally faulty wiring that shorts all your appliances, or you’re paying way too much for too little space, or the kids next door just will not stop setting your trashcans on fire. You don’t want to spend your entire time putting out fires and not getting anywhere.

… And once you find that corkscrew, things will begin to look up.

more: ljndawson.com

Moralische Verpflichtung

»…
Apple betont, es gehe bei der Kontrolle vor allem darum, ›diffamierendes Material‹ und Pornographie-Programmen keinen Platz zu bieten. Doch welche Maßstäbe dabei angelegt werden, bleibt im Dunkeln: Vor wenigen Monaten etwa löschte Apple die App eines Bademodeherstellers, weil die Fotos zu viel nackte Haut zeigten - ließ aber gleichzeitig das freizügige Miniprogramm des Playboy unagetastet.
…”

mehr: Süddeutsche Zeitung Nr. 91, leider nicht online verfügbar