Archive für März 2010

Mangelhafter Datenschutz bei sozialen Netzwerken

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Zum ersten Mal haben sich Mitarbeiter der Stiftung Warentest als Hacker betätigt - mit Erlaubnis. Um herauszubekommen, ob soziale Netzwerke die Daten ihrer Nutzer ausreichend gegen Angriffe von außen schützen, haben die Tester versucht, in die Computersysteme der Anbieter einzudringen. Allerdings nur, wenn der Betreiber zuvor seine Zustimmung gegeben hatte. Denn auch für einen Test wäre es unrechtmäßig, fremde Daten auszuspähen. Nur sechs der zehn geprüften Netzwerke erteilten die Erlaubnis. Die Ablehner wurden wegen mangelnder Transparenz abgewertet. Dazu gehören auch die großen amerikanischen Netzwerke Facebook, Myspace und LinkedIn.

Die besseren Netze
Es gibt auch positive Beispiele im Umgang mit privaten Daten. Die Netzwerke studiVZ und schülerVZ bieten dem Nutzer Einflussmöglichkeiten auf die Verwendung seiner Daten, die Verwertungsrechte verbleiben bei ihm, und sie geben kaum Daten an Dritte weiter. Beim Datenschutzmanagement ist studiVZ deutlich besser als die meisten anderen Netzwerke. …
Da im Internet jederzeit Änderungen möglich sind, können Zertifizierungen, wie auch die Testergebnisse der Stiftung Warentest, nur eine Momentaufnahme darstellen. …

Ein Netzwerk, das Informationsaustausch und Datenschutz in Einklang bringt, existiert noch nicht. …
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Der Beitrag wurde erstellt vom FAZ-Kooperationspartner Stiftung Warentest. Weitere Tests und Informationen kostenpflichtig unter www.test.de.

mehr: FAZ.net

Copernican shift

»IPG: Publishers face ›Copernican shift‹ from digital

Digital was to the fore at this year’s Independent Publishers Guild conference, with discussions ranging from having the right metadata to working with the games industry.

The tone for the weekend, held this year for the first time in Old Windsor, was set by the first seminar, a high-tech talk on XML from Magellan Media’s Brian O’Leary. He highlighted the importance of agile content, claiming there was a ›Copernican shift‹ in the market, which was putting content, rather than the physical book, at the centre.

O’Leary stressed that XML - the basis of agile content - was far more important for IPG delegates than ONIX, adding that publishers should ›invest now, or pay in conversion costs and lost revenues later‹.

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more: thebookseller.com

Zwischen Netzwerkfilter und iPhone

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… Das Internet ist in Amerika inzwischen die drittpopulärste Nachrichten-Plattform nach lokalen und nationalen Fernsehnachrichten. Der Konsum der Nachrichten ist dabei über viele Plattformen verteilt. Die meisten Befragten nutzen zwei bis fünf verschiedene Online-Nachrichtenquellen am Tag. Die Art, wie sie diese Nachrichten konsumieren, hat sich in den vergangenen Jahren aber drastisch verändert.

- 33 Prozent der Handy-Nutzer lesen Nachrichten auf ihrem Mobiltelefon
- 28 Prozent der Internetnutzer haben auf ihrer Startseite im Netz verschiedene, sie interessierende Nachrichtenquellen aggregiert. …
- 37 Prozent der Internetnutzer nehmen am Nachrichtengeschehen teil, produzieren also selbst Nachrichten, kommentieren sie und teilen sie via E-Mail, Facebook oder Twitter mit ihren Freunden oder Bekannten.

Netzwerkfilter durch soziale Medien
Die sozialen Medien funktionieren also immer stärker als Netzwerkfilter. …

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Download der zitierten Studie

Unser Denken soll das Internet lenken

Von Jürgen Kuri

»… Unser Denken beginnt, sich an globalen Dimensionen zu orientieren und neue Verknüpfungen zu bilden.

… Die Zeit löst den Raum als Ordnungsfaktor des Netzes ab.

Die Informationsströme, die Äußerungen der im Echtzeit-Netz sich bewegenden Nutzer verlangen nach zusätzlichen Filtern, um dem Denken zugänglich zu sein. … Dieser algorithmische Filter, der Code des Netzes, aber weiß über meine Zukunft nur, was in meiner Vergangenheit passierte, extrapoliert meine Wünsche aus meinen gegenwärtigen Bedürfnissen. Auf dieser Selbstverstärkung basiert das Geschäftsmodell von Firmen wie Google, die meine Wünsche und meine Zukunft, die sie mit ihren Algorithmen berechnen, monetarisieren.
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Die Zukunft des Internet

Wie wir mit unserem Leben in Verbindung bleiben
Von David Gelernter

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9. Die Wolke wird gewinnen
Eine praktische Frage: Wer wird das Tauziehen zwischen privaten Maschinen und der Rechnerwolke gewinnen? Werden wir unsere persönlichen Informationen auf unseren eigenen Geräten speichern oder auf namenlosen Servern irgendwo da draußen im Netz, oder auf beidem? Die Antwort ist: in der Wolke. …

Weil unsere Informationen in der Wolke leben und nur auf kurze Besuche in unseren persönlichen Geräten vorbeischauen werden, wird jedes von ihnen automatisch über exakt die gleichen Informationen verfügen: Ein neues Gerät wird vom ersten Moment an, in dem man es einschaltet, nützlich sein, und sein Verlust oder Diebstahl kein Problem mehr darstellen - die Daten, die es enthält, werden automatisch gelöscht. Die Wolke wird darauf aufpassen, dass unsere Informationen sicher verschlüsselt, verbreitet und aufbewahrt werden.

10. Eine andere kybernetische Struktur
… Was im Netz zählt, ist nicht die Information allein, sondern ihre Geschwindigkeit - Durchsatz und Fließrichtung.

Diese Struktur namens Cyberstream oder Lifestream ist besser für das Internet geeignet als die konventionelle Website, weil sie die Information-im-Fluss zeigt, einen Strom von Informationen und nicht einen statischen Pool.

15. Organisationsprinzip Zeit
Die Zukunft des Internet liegt nicht im Web 2.0 oder 200.0, sondern im Postweb, einem Internet, in dem nicht mehr der Raum, sondern die Zeit das grundlegende Organisationsprinzip darstellt. …
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Nutzerorientierte Ausrichtung des Urheberrechts

Freie und Hansestadt Hamburg
Justizbehörde, 12. März 2010

Kurzfassung Diskussionspapier

»Das Urheberrecht steckt in der Krise. Es gibt einen grundlegenden Akzeptanzverlust bei einer ganzen Generation. Darauf muss die Rechtspolitik reagieren. Recht ist Vereinbarung. Die konkreten Ausgestaltungen der gesetzlichen Regelungen sind die Ergebnisse von Verhandlungen unter den Betroffenen. Das Urheberrecht muss dringend an geänderte Umstände und Auffassungen angepasst werden. Die digitale Revolution hat zu Veränderungen geführt, die bei der Entstehung der derzeit geltenden Gesetze nicht vorhersehbar waren. Das Recht muss den Rahmen setzen und einen angemessenen Ausgleich zwischen den berechtigten Interessen der Urheber, der Verwerter und der Nutzer finden. Dafür brauchen wir eine teilweise Neuorientierung des Urheberrechts hin zu den Nutzern.
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mehr: hamburg.de

Innovationen treiben den Online-Handel an

»Der elektronische Handel im Internet bleibt auf Wachstumskurs.

Der Zuwachs im Internet fiel 2009 zwar geringer aus als im Jahr zuvor, als 19 Prozent Wachstum erreicht wurden. Doch das vierte Quartal gibt Hoffnung, dass die Delle nur vorübergehend war, denn in diesem Zeitraum wurden wieder 19 Prozent Zuwachs erreicht. …

Innovationen und technischer Fortschritt werden den elektronischen Handel in den kommenden Jahren spürbar verändern. Beispiele für die neuen Konzepte sind die Shopping-Clubs (Vente-privee oder Brands4friends) oder die gerade boomenden Gutschein-Dienste (Groupon in Amerika oder deutsche Kopien wie DailyDeal, CityDeal oder Reduti), die mit lokal begrenzten Rabattaktionen einen regelrechten Hype entfacht haben. …

Deutschland ist zweitstärkster E-Commerce-Markt

Ein Grund für den vergleichsweise geringen Zuwachs in Deutschland könnte darin liegen, dass nur 11 Prozent der Unternehmen in Deutschland im Jahr 2008 ihre Produkte oder Dienstleistungen im Internet verkauft haben, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat. Dieser Anteil stagniert seit Jahren. Viele Unternehmen waren der Meinung, dass sich ihre Produkte nicht für einen Verkauf im Internet eignen oder dass der technische Aufwand, ein Internetseite, ein Abrechnungssystem und die Logistik zu betreiben, zu hoch ist, obwohl es genügend Dienstleister für diese Tätigkeiten gibt.
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mehr: faz.net

Digitale Bücher per USB-Stick

»Das Berliner Startup Smart Media Technologies (smt) – eine Ausgründung aus dem Perlen Verlag - entwickelt eine neue Variante elektronischer Bücher, genannt Smart Books.

Smart Books sollen Offline- und Online-Inhalte miteinander verknüpfen, sie können multimedial sein – und interaktiv. Foto, Film, Audio, Text, Link zum Leserforum, zu Rezensionen (etc.): Alles geht, unter einer Oberfläche. ›Wir wollen Bücher heute so produzieren, dass ihre Leser sich tatsächlich begegnen und austauschen können, dass der Buchrücken kein Ende ist, sondern eine Eintrittskarte‹, sagen die Erfinder Christian Eckert und Reginald Grünenberg.
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mehr: boersenblatt.net  http://www.boersenblatt.net/374437

Warum die HGV die SFG zurückgekauft hat

»Eben wurde bekannt, dass die HGV Hanseatische Gesellschaft für Verlagsservice die SFG von Elsevier zurückgekauft hat. Das ist Anlass für Fragen an HGV-Geschäftsführer Ludger Wicher:

Das hat wohl nicht nur uns überrascht: Der Auslieferungsmarkt schien gesättigt

Ludger Wicher: Es herrscht in diesem Markt schon ein gewisser Verdrängungs-wettbewerb, das ist nicht zu leugnen. Im Bereich des physischen Geschäfts wird dieser bei stagnierenden Volumina auch eher intensiver werden und zu Konsolidierung führen. Im Bereich der Fachverlage arbeiten allerdings viele Häuser mit eigenen Auslieferungen und Serviceabteilungen. Hier sehen wir Potenzial für künftige Auslagerungen. Da sich das Geschäft aber zunehmend digitalisieren wird, ist dabei nicht nur logistische Kompetenz, sondern auch sehr hohe technische Kompetenz bei der Gestaltung und Unterstützung digitaler Workflows gefragt. Da sieht sich die hgv mit ihrer digitalen Verlagsauslieferung, die seit der Frankfurter Buchmesse 2009 produktiv ist, und ihrer breiten und tiefen IT-Kenntnis in einer sehr guten Ausgangsposition. In Kombination mit dem Fachverlags-Know-how der SFG möchten wir unsere Position als innovativer und qualitativ hochwertiger Dienstleister festigen.
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mehr: buchmarkt.de

Kein Kurzschluss in den ›Connected Worlds‹

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Bewerten, verstehen, aber auch ignorieren
… Bewerten, verstehen, aber auch ignorieren - das bleibt auch im Zeitalter von Suchmaschinen, sozialen Netzwerken, Blogs, Wikis & Co. eine individuelle Leistung. Doch die muss als vierte Kulturtechnik erlernt werden. Dänemark lässt als eines der ersten Länder weltweit Internetrecherchen während der Abiturprüfung zu. Offensichtlich weil erkannt wird, dass Schule und Gesellschaft nicht nur eine enorm wichtige Rolle für die Vermittlung von Wissen, sondern auch von digitaler Medienkompetenz haben. Dazu zählt es, die digitale Spreu vom Weizen trennen zu können, Glaubwürdiges von Stimmungsmache zu unterscheiden, Nützliches von Banalem. … Souveränität ist die Grundlage für einen produktiven Umgang mit dem Web.
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mehr: FAZ.net