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- 24.8.2010: »Durch das Internet kenne ich meine Leser«
- 23.8.2010: Kunden erreichen, die der Buchhandel nicht kennt
- 20.8.2010: The Web Is Dead? A Debate
- 20.8.2010: The Web Is Dead. Long Live the Internet
- 19.8.2010: U.S. neighborhood bookstores thrive in digital age
- 12.8.2010: Ende der Privatsphäre?
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Archive für Februar 2010
Professors Can Rewrite Digitally
23.2.2010 von Helmut von Berg.
Readers can modify content on the Web, so why not in books?
»In a kind of Wikipedia of textbooks, Macmillan, one of the five largest publishers of trade books and textbooks, is introducing software called DynamicBooks, which will allow college instructors to edit digital editions of textbooks and customize them for their individual classes.
…
While many publishers have offered customized print textbooks for years — allowing instructors to reorder chapters or insert third-party content from other publications or their own writing — DynamicBooks gives instructors the power to alter individual sentences and paragraphs without consulting the original authors or publisher.
…
Instructors who have tested the DynamicBooks software say they like the idea of being able to fine-tune a textbook. ›There’s almost always some piece here or some piece there that a faculty person would have rather done differently,‹ said Todd Ruskell, senior lecturer in physics at the Colorado School of Mines, who tested an electronic edition of ›Physics for Scientists and Engineers‹ by Paul A. Tipler and Gene Mosca.
…«
more: NYTimes.com
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Du kannst dich nicht mehr verstecken
22.2.2010 von Helmut von Berg.
»Am 2. März entscheidet das Bundesverfassungsgericht (BVG) in einem Grundsatzurteil darüber, inwieweit die Speicherung von Daten aus Internet- und Telefonverbindungen zulässig ist. Die Vorlage der obigen Grafik, erstellt vom Chaos Computer Club, liegt dem BVG vor. Sie weist anhand eines Beispiels auf die Gefahren der Vorratsdatenspeicherung hin und zeigt eine Verkehrsdatenanalyse, die auf einer echten Zellabdeckungskarte von Berlin beruht sowie auf simulierten, realitätsnahen Verbindungsdaten einer fiktiven Anne Mustermann.
…
Mit dem Aufkommen von Rechenmaschinen und Computern wurden aufwendige statistische Auswertungen möglich. … Die Auswertung, wer wann mit wem kommuniziert hat, wurde wichtiger, sie entwickelte sich zum zentralen Werkzeug der Kommunikationsüberwachung. … Mit der Verkehrsdatenanalyse aber wird vorgefiltert, um interessante Anschlüsse zu identifizieren. Auf diese richtet sich dann die Aufmerksamkeit der Lauscher.Wer mit wem wie lange telefoniertDer nächste Schub kam mit der vollständigen Digitalisierung der Telefonnetze. … Bits hinterlassen bei ihrer Bewegung zahlreiche Spuren. …
Diese Spuren, gemeinhin Verkehrsdaten genannt, sind es, die seit Januar 2008 im Rahmen der Vorratsdatenspeicherung für sechs Monate gespeichert werden. …
Die Fäden im Spinnennetz
…
Die Fäden im Spinnennetz sind Pfeile, welche die Kommunikationsrichtung zwischen den Knoten aufzeigen. Im nächsten Schritt wird die Anzahl der Anrufe, E-Mails und SMS gezählt, die zwischen der Zielperson und jedem einzelnen Kommunikationspartner ausgetauscht wird. Je häufiger der Kontakt, desto breiter die Spinnenfäden. …
…
Gruppenstrukturen werden leicht erkennbar
Aus den Kommunikationsbeziehungen lassen sich nun weitreichende Schlüsse ziehen. …
…
Wie der typische Informationsfluss innerhalb eines sozialen Gefüges abläuft, lässt sich automatisiert an der zeitlichen Abfolge von Gesprächen ersehen. … Auch ohne Kenntnis der Gesprächs- oder Nachrichteninhalte - die nur durch Hineinhören zu erlangen wäre - lässt sich allein aus dem zeitlichen Kontext und der Reihenfolge des Kommunikationsflusses eine hohe Informationsgüte extrahieren, nahezu vollautomatisch.
…
Auch wenn sich das Verfassungsgericht zu einer signifikanten Kappung der Speicherung der Verkehrsdaten durchringen kann, steht es vor der schweren Aufgabe, zu definieren, was die Kriterien und Grenzen sind, nach denen eine Auswertung von ohne Anlass gespeicherten Verkehrs- und anderen Daten grundrechtskonform stattfinden darf. Letztlich wird es die Frage beantworten müssen, welchen Schutz das Individuum vor den Dämonen der technischen Machbarkeit im Digitalzeitalter hat.
mehr: faz.net
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BLV hat neuen Internet-Auftritt entwickelt
18.2.2010 von Helmut von Berg.
»Der Verlag präsentiert seine Bücher fürs Leben (Slogan) jetzt frischer und natürlich mit mit neuen Funktionen.
… die technische Entwicklung des neuen Internet-Auftritts wurde in Zusammenarbeit mit der Stein’schen Buchhandlung ausgeführt, die diesen Service auch anderen Verlagen anbietet.«
mehr: buchmarkt.de
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Der Preis läuft heiß
18.2.2010 von Helmut von Berg.
Angriff auf die Buchpreisbindung
»…
Wie im gesamten Einzelhandel kennt auch der Buchhändler das Phänomen, dass Kunden mit Ausdrucken kommen und sagen, sie hätten dieses oder jenes Produkt im Netz zu dem Preis gefunden – eine Zwickmühle für den stationären, mittelständischen Buchhandel: Weder kann er einen Nachlass gewähren, noch kann er den Verdacht ausräumen, Bücher seien im Internet grundsätzlich billiger zu haben.
…
Immer mehr ›Non-Books‹ im Buchhandel
Es geht bei der Auseinandersetzung um jene Glut, die jederzeit zu einem Flächenbrand werden kann: Ähnlich wie beim Urheberrecht herrscht bei der Preisbindung in Zeiten der Gratis-Netzkultur der Eindruck vor, man habe es mit Auslaufmodellen zu tun, es sei nur noch eine Frage der Zeit, bevor sie verschwänden. Die Preisbindung fördere geradezu die Entwicklung von Monopolen, behaupten ihre Gegner. Freilich liefert der Wettbewerb in Märkten, die keine Preisbindung mehr kennen, ein zwiespältiges Bild.
Es ist nicht so, dass in den Vereinigten Staaten, in England oder in Schweden der Buchmarkt kollabiert wäre, aber er hat sich stark verändert, konzentriert sich im Massenmarkt auf wenige Umsatzbringer – ein Weg, den Deutschlands große Filialisten längst eingehen. Soeben haben die Geschwister Hugendubel, Deutschlands zweitgrößte Buchhändler, dem Branchenmagazin ›Buchreport‹ anvertraut, sie würden künftig weniger Titel und dafür dreißig Prozent ›Non-Books‹ anbieten.
…
Und hierzulande beschwichtigt der Börsenverein mit dem Argument, eine allzu heftige Preisdebatte könnte die Preisbindung insgesamt gefährden. Im Land der sich auflösenden Gewissheiten und des sich rasant ändernden Geschäftsgebarens lautet die Devise: lieber ganz leise sein, damit man keine Internetriesen weckt. Dass diese keineswegs schlafen, sondern längst die Spielregeln diktieren, macht den Fall so symptomatisch.«
mehr: faz.net
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»Wir sind stärker gewachsen als je zuvor«
18.2.2010 von Helmut von Berg.
Interview: Nils Rautenberg
»Der Einstieg von Amazon blieb für Audible.de nicht ohne Folgen…
…
Auf was kommt es Download-Kunden heute an?
Darauf, dass die Technologie funktioniert, sie legen Wert auf gute Bedienung und freundlichen Service – aber das sind nur die Standards. Was besonders ins Gewicht fällt, sind Angebot und Preis: Abo-Modelle haben sich durchgesetzt.
Obwohl manche Verlage lange Zeit dagegen waren?
Ja, da hat sich viel getan. Verlage verdienen am einzelnen Hörbuch zwar weniger als an einer CD, finden aber zusätzliche Käufer und profitieren über die Menge der Downloads. Unsere Kunden kaufen nicht ein oder zwei Hörbücher pro Jahr, sondern im Schnitt 18.
…«
mehr: börsenblatt spezial Hörbuch/DVD, S. 7
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Steilvorlage fürs iPad
16.2.2010 von Helmut von Berg.
»…
Wie TechCrunch berichtet, sind von den aktuell rund 150.000 Apps im App-Store 27.300 Bücher-Anwendungen … – nur Spiele liegen mit 28.457 Apps knapp vor Büchern. Dass Bücher bei den neu zugelassenen Apps schon die Nase vorn haben, hat im November eine Erhebung von Flurry gezeigt.
…
Weitere Ergebnisse der Erhebung von Distimo:
– 92 Prozent der Bücher-Apps sind kostenpflichtig.
…«
mehr: buchreport.de
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Nokia und Intel schließen Open-Source-Bündnis
15.2.2010 von Helmut von Berg.
Mit einem neuen Betriebssystem wollen Nokia und Intel einen gigantischen neuen Markt kreieren. Die Software soll die Welten von Handy, Netbook und Fernseher verschmelzen, lukrative App-Stores ermöglichen. Eine Chip-Allianz dagegen verkündeten die beiden Riesen nicht - schmerzlich für Intel.
…
Meego soll künftig auf einer Vielzahl unterschiedlicher Geräte, vom Handy über Netbooks, Tablets bis hin zu Fernsehern laufen, versprechen die beiden Partner.
Der Kern der Idee liegt darin, App-Entwicklern eine attraktive Vertriebsplattform zu bieten. Indem die Software auf etlichen unterschiedlichen Geräten laufen kann, soll zügig eine große installierte Basis entstehen, die den Entwicklern ein gewinnbringendes Umfeld in Form einer großen potentiellen Kundschaft bietet. Dabei will man Wert darauf legen, dass Meego-Apps ›forward compatible‹ sind, einmal geschrieben also auch auf künftigen Geräten laufen.
…
mehr: spiegel.de
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DBW, the iPad, and Amazon
4.2.2010 von Helmut von Berg.
by Laura Dawson
»…
The unicorn is why. Apple is working on an ›agency‹ model with publishers – pubs tell Apple how much they want to charge for a book, and Apple keeps a percentage of that. Amazon sells a book for whatever it wants. And while some argue that the Amazon model nets publishers more money in the long run, this is about one thing that’s more important to publishers than money: Control.
In the agency model, publishers set the price. In the Amazon model, retailers set the price…and customers come to expect extremely low prices for certain things, even though the retailers are losing money on those things. Those low prices are loss leaders for the retailers’ other inventory.
Amazon claims they are capitulating, though they are certainly taking their time about it. But in another sign of their concern about the iPad, they just bought a company called Touchco, which makes touch-screens.
As for publishers…I worry that publishers’ extreme desire for control in a world they can increasingly NOT control (piracy, author behavior, new business models that disintermediate them) is pushing them to make decisions that are not really in their best interests. If you are getting more revenue by NOT controlling prices, why is it so important to do so? If you are selling more books when you’re NOT controlling piracy, why spend boatloads of money going after torrent sites? Ebooks may not be viable to sell at $9.99 right now – and may serve as a loss leader for the time being – but costs of producing ebooks will go down (they always do) and eventually publishers can make a nice amount of revenue from $9.99 ebooks.
Controlling the scene is not always good for you. The need to control may indeed be an irrational (and rather panicky) response to uncertainty.
more: LJNDawson.com
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Onlinehandel setzt sich durch
3.2.2010 von Helmut von Berg.
Abgesang auf Offline-BestellwegeDer Onlinehandel stürmt von Rekord zu Rekord. Nach Angaben des Bundesverbands des Deutschen Versandhandels (bvh) lag der Online-Anteil 2009 erstmals in der Geschichte des Versand- und Online-Handels über 50 Prozent. Laut bvh stieg der gesamte Umsatz im Versandhandel um 1,7 Prozent auf 29,1 Milliarden Euro. Davon wurden 53,3 Prozent über das Internet erwirtschaftet. Sieger und Verlierer werden anhand der Differenzierung nach Bestellwegen ersichtlich:
…
Weitere Trends:
– Der Anteil des Versandhandels am gesamten Einzelhandel stieg 2009 auf 7,4 Prozent.
– Der Anteil der Online-Bestellungen bei den über 60-Jährigen stieg rasant.
– Frauen bestellten erstmals mehrheitlich online (53% Nutzung).
– Mode bleibt die umsatzstärkste Warengruppe (13,4 Milliarden Euro), vor Medien, Bild- und Tonträgern.
mehr: buchreport.de
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»Die Umsätze von früher sind weg«
2.2.2010 von Helmut von Berg.
»Über ein halbes Jahr nach der Ankündigung von massiven Umstrukturierungen und Massenentlassungen haben Maximilian undNina Hugendubel ihre Klausur beendet. Im Interview mit buchreport-Chefredakteur Thomas Wilking rekapitulieren die Geschwister erstmals die „Notbremsung“ im Jahr 2009 und zeigen die Perspektiven des gesamten Buchhandels.
…
Im Nachhinein eine überzogene Reaktion?
Max H.: … auch wenn die wirtschaftlichen Unwägbarkeiten im Mai vergangenen Jahres der Auslöser waren, um zu handeln, stehen dahinter noch sehr viel grundsätzlichere Überlegungen. Wir sehen schon lange, dass sich ein Strukturwandel abzeichnet, der Buchmarkt enger wird und die Nachfrage in einstmals wichtigen Warengruppen zurückgeht. Diese Veränderungen sind unwiederbringlich. Selbst wenn sich die Wirtschaft wieder erholt, kommen diese Buchumsätze nicht wieder zurück.
…
Zu Ihrer Analyse der Branchenentwicklung: In welche Richtung und in welchem Tempo geht es bei dem von Ihnen angesprochenen Strukturwandel des Buchhandels weiter?
…
Nina H.: Was sich in den letzten zehn Jahren geändert hat, sind die Kunden. Sie verändern ihre Bedürfnisse und ihr Verhalten viel schneller, als sie das früher getan haben. Die Herausforderung besteht darin, hier mitzuhalten und immer wieder das eigene Auftreten, die Sortimente an die Wünsche des Kunden anzupassen. Für uns ist die Konkurrenz nicht nur der andere Buchhändler, sondern der Einzelhandel insgesamt und alles andere, was man in der Freizeit tut. Wir müssen die Kunden im weitesten Sinne unterhalten. Es muss interessant sein, in die Läden zu gehen, denn kaufen kann man inzwischen auch alles im Internet.
…«
mehr: buchreport.de
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