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Archive für Juli 2009

»Probieren Sie so viel wie möglich«

Andrew Savikas von O’Reilly Media über die Lernziele der Konferenz Tools of Change in Frankfurt

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Welche Form von ›Change Management‹ brauchen Verlage und andere Medienunternehmen?

Verlage sollten bereit sein, Fehlschläge hinzunehmen und daraus zu lernen. Probieren Sie so viele Dinge aus, wie möglich, und versuchen Sie, die Kosten der Fehlschläge zu minimieren. Sorgen Sie dafür, dass Sie so viel wie möglich dazulernen können - sowohl von Erfolgen als auch von Misserfolgen. Das ist einer der Gründe, weswegen wir die Konferenz Tools of Change for Publishing ins Leben gerufen haben.

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mehr: Börsenblatt 31, S. 24 (leider nicht online verfügbar)

Trekking auf schwerem Terrain

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Das Internet tangiert die Grundlagen des Geschäfts

Wie Mair-Huydts betont, haben sich die Anforderungen an die Verlage im klassischen Geschäft mit gedruckten Reiseinformationen in den letzten Jahren deutlich verschärft. „Die Publikationen müssen ständig optimiert werden. Früher wurde im Print alle zehn Jahre modernisiert, heute ist nach fünf oder sechs Jahren ein Neuauftritt angesagt.“
Bei den großen Reiseverlagen – sie wurden schon früh durch elektronische Konkurrenzangebote im Internet herausgefordert – gilt die Entwicklung von Produkten für das Web sowie die Verzahnung von Print und Online als wichtige Option, wenn es um die Absicherung der Zukunftsfähigkeit gilt. …
›Communitys sind drauf und dran, im Reisemarkt zu einem echten Machtfaktor zu werden‹, konstatiert Claudia Brözel, Vorstand des Verbandes Internet Reisevertrieb (VIR).

Neue Impulse für das Online-Geschäft – auch in Form von Werbebuchungen – erhofft sich MairDumont von dem im Mai gestarteten Reisenetzwerk 4trips.de. … Die Strategie: Durch die aggregierte Reichweite wird ein relevanter Platz bei den Online-Reichweitenmessungen durch IVW und AGOF erzielt. …

Innovative Online-Projekte stehen auch bei Travel House Media ganz oben auf der Agenda. Unter anderem wird die Vernetzung des gedruckten Kompakt-Reiseführers ›Merian live!‹ ausgebaut, um für die Leser Zusatznutzen zu schaffen…

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mehr: buchreport.de

»Die Kritik an Open Access kann kaum nachvollzogen werden«

In einem 19-seitigen Dokument erörtern die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestags das Für und Wider der urheberrechtlichen Diskussion im Zusammenhang mit dem Heidelberger Appell.

Zum Thema Open Access beziehen die Autoren eindeutig Stellung: ›Die Kritik an Open Access kann kaum nachvollzogen werden.‹ Mit der digitalen Plattform stehe den Rechteinhabern eine adäquate Publikationsalternative zur Verfügung, die insbesondere vor dem Hintergrund der Geschwindigkeit, in der neues Wissen geschaffen wird, erhebliche Vorteile gegenüber den in der Regel teureren traditionellen Vertriebswegen habe.

›Die Vorteile der Digitalisierung und digitalen Vermarktung urheberrechtlich relevanter Werke für Urheber und Verwerter werden in der gegenwärtigen Diskussion weitgehend ausgeblendet.‹ So werde durch digitale Angebote oft auch die Nachfrage nach den Printprodukten gestärkt. Viele Autoren, die keinen Verleger oder Verwerter für ihre Kreativwerke finden, hätten eine kostengünstige alternative Publikationsplattform.
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mehr: boersenblatt.net

Absage an Kannibalismus

»Chris Anderson, Chefredakteur des Magazins Wired und Erfinder der Long Tail-Theorie (Tenor: Auch Kleinvieh macht im Internet viel Mist), hat mit seinem Buch Free. The Future of a radical Price nicht nur eine große Debatte über die Gratis-Kultur angeheizt. Dass kostenlose Produkte letztlich ein gutes Marketinginstrument sein können, beweist Anderson mit seinem eigenen Buch: Die gedruckte Ausgabe erschien bei Hyperion (Amazon bietet das Buch aktuell für rund 27 Dollar an), E-Books und Hörbücher gibt es kostenlos.
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mehr: buchreport.de

Multiversender vorn

»… Der Branchenumsatz wird nach einer Studie von Forschungsinstitut TNS Infratest im Auftrag des Bundesverbands des Deutschen Versandhandels 2009 um 1,7% auf 29,1 Mrd Euro (2008: 28,6 Mrd) zulegen; der Online-Umsatz mit Waren wird demnach um 15% auf 15,4 Mrd Euro (2008: 13,4 Mrd Euro) wachsen. Der Online-Anteil am gesamten Versandhandel läge dann bei 53% – und passierte damit erstmals die 50-%-Marke.
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mehr: buchreport.de

»Das ist ein Paradigmenwechsel«

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Im Mai erst hat Philipp Haußmann den Posten als Vorstandschef der Ernst Klett AG übernommen, und schon kommt der erste Paukenschlag. Am kommenden Montag bringt Klett die deutsche Rechtschreibung ins Internet, gratis. Für das was er tut, findet Haußmann, 43 Jahre alt, Mitglied der Eigentümerfamilie in vierter Generation, Jurist und Romanist, gewählte Worte: ›Das ist ein Paradigmenwechsel.‹

Die Elektronik verändert die Verlagswelt

›Die Welt zwischen zwei Buchdeckel zu pressen – das ist ein Gedanke, von dem man sich verabschieden muss‹, resümiert Philipp Haußmann, und bezieht das durchaus auch auf andere Bereiche des Konzerns, der immerhin der zweitgrößte Buchverlag Deutschlands ist…

Auch bei Duden hat man längst gemerkt, dass die Elektronik die Verlagswelt verändert. Den gedruckten Brockhaus hat das Unternehmen schon 2008 eingestellt. Gratis online gehen ist aber etwas anderes: ›Qualität muss man nicht verschenken‹, sagt der Duden-Sprecher. Wer wolle einzelne Wörter nachschlagen? ›Die eigentliche Revolution ist doch die Korrektur.‹ …«

mehr: faz.net

»Wissenschaftliches Arbeiten vollzieht sich heute elektronisch«

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In einer Stellungnahme zum “Dritten Korb” des Urheberrechts fordert der Deutsche Bibliotheksverband (dbv) eine Lockerung des geltenden Urheberrechts. So sollen unter anderem die Wiedergabe von Dokumenten an elektronischen Leseplätzen und das Recht auf Privatkopie ausgeweitet werden. Welche Folgen dies für Verlage haben könnte, fragte boersenblatt.net in einem Gespräch mit Gabriele Beger, Vorsitzende des dbv und Direktorin der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg.

Der dbv fordert in seiner Stellungnahme zum Dritten Korb des Urheberrechts, die Wiedergabe an elektronischen Leseplätzen nach Paragraf 52 b UrhG auf sämtliche Bildungseinrichtungen ohne eigene Bibliothek auszudehnen (etwa Schulen). Bleiben die Verlage als Content-Lieferanten dabei nicht außen vor?
Beger: Paragraf 52 b des Urheberrechtsgesetzes sieht bereits in der geltenden Fassung eine Vergütungspflicht vor. Für die Jahre 2008 und 2009 wurden sogar bereits Beträge vereinbart. Warum sollte sich daran etwas ändern, wenn der Kreis der privilegierten Einrichtungen eine Erweiterung findet? Im Übrigen steigen Erwerb und Nutzung lizenzierter elektronischer Verlagsangebote nachweisbar in den Bibliotheken – trotz Paragraf 52 a und 52 b UrhG.

Warum vertrauen Sie eigentlich auf den Gesetzgeber und die Allianz der Forschungseinrichtungen, wenn es darum geht, Inhalte im Netz frei zugänglich zu machen? Open Access ist nachweislich nicht das Geschäftsmodell, mit dem sich Publikationskosten reduzieren lassen. In einigen Fällen ist sogar das Gegenteil der Fall …
Beger: Open Access dient nicht primär der Senkung von Publikationskosten, sondern dem freien ungehinderten Zugang zu Wissen, das der Urheber als seine Publikationsform erwählt hat.

Weshalb unterstützen Sie die Position der TU Darmstadt, Lehrbücher zu digitalisieren und den Download der Titel auf USB-Sticks zu gestatten – wo doch nicht einmal klar war, ob die Uni-Bibliothek überhaupt zur Digitalisierung legitimiert war?
Beger: Der dbv unterstützt die Rechtsauffassung der TU Darmstadt, weil die Auseinandersetzung mit vorhandenem Wissen das Kopieren von Textteilen einschließt, und sich wissenschaftliches Arbeiten heute elektronisch vollzieht. Dem entspricht auch Paragraf 53 Absatz 2 Ziffer 1 UrhG. Ob unsere Rechtsauffassung Bestand hat, wird der Ausgang des Prozesses zeigen.
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mehr: boersenblatt.net

Image und gute PR sind zuwenig

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Die knappste Ressource sind immer noch gute Ideen und Menschen, die fähig sind, sie umzusetzen.

Wissenstransfer. Sozialunternehmen haben von etablierten Unternehmen gelernt, Businesspläne zu erstellen, effizientere Prozesse einzuführen oder neue Formen des Managements zu entwickeln. Neuerdings entdecken allerdings auch etablierte Unternehmen die Möglichkeit, von Sozialunternehmen zu lernen. Denn diese entwickeln ja ihre Geschäftsmodelle nur unter extremen Bedingungen, müssen bei der Umsetzung beträchtliche Hürden überwinden. Ihre Projekte erfordern außerordentlich kreative Strategien.
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mehr: Süddeutsche Zeitung Nr. 168, S. 18

Paradigmenwechsel bei Pons

»Die zur Stuttgarter Bildungs-Gruppe gehörende Pons GmbH wird ihre für den 15. September angekündigte Neuentwicklung Pons. Die deutsche Rechtschreibung (20 Euro) bereits am 27. Juli kostenlos online stellen, bevor das Printprodukt am Markt ist. Das Online-Nachschlagewerk enthält nach Angaben von Pons 140.000 von Pons geprüfte Stichwörter und Wendungen, die regelmäßig ergänzt und erweitert werden.
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mehr: buchreport.de

E-Books jetzt auch online lesbar

»Der E-Book-Anbieter www.ciando.com macht E-Books künftig auch als Online-Dokumente verfügbar. E-Books können dann auch online gelesen werden, ohne dass ein Download erforderlich ist.
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mehr: buchmarkt.de