Archive für Juni 2009

Anspruchsvoll personalisiert

»…
Reiseführer-Infos und Karten aus der Marco Polo-Redaktion können mit in das persönliche Fotobuch eingebunden werden. Dabei lassen sich die Karten sogar kommentieren, mit der eigenen Reiseroute markieren und mit zusätzlichen Bildern illustrieren. Die Software dazu gibt es seit Juni gratis im Internet. 50 Reiseziele in der ganzen Welt stehen bisher zur Auswahl …«

mehr: boersenblatt.net

One Drip at a Time

»…
Of course, publishers are not the first to view so-called micropayments as a potential source of revenue for digital content. Apple’s iTunes store showed it was possible to build a billion-dollar business by selling songs for 99 cents each. And, although many analysts doubt publishers can make the switch from free to fee, there is another industry that is currently making a similar transition: online gaming.

For pay-to-read to succeed, however, media companies will need a trustworthy, easy-to-use payment platform. Common online payment methods like credit cards aren’t feasible because processing fees can exceed the value of such tiny transactions …
Unfortunately, micropayments in the past have failed to live up to lofty expectations. Over the last 10 years, several companies including U.S.-based Peppercoin and CyberCash offered online payment systems that didn’t catch on. PlaySpan CEO Karl Mehta says this is because “there was not enough digital content to consume.” That’s changing. Mehta predicts that micropayment services will over the next few years become available on a wide range of gaming and social websites - adding that there’s no reason they can’t be used to buy newspaper and magazine articles, too …«

mehr: time.com

Juristisches Netzwerk gegründet

Übergreifende Allianz für Online-Rechtsinformation

»Fünf der größten juristischen Fachverlage haben mit der juris GmbH ein Netzwerk gegründet. Mit dabei sind die Verlagsgruppe Hüthig Jehle Rehm, Stollfuß Medien, der Erich Schmidt Verlag, der Verlag Dr. Otto Schmidt und der Verlag de Gruyter Rechtswissenschaften. Die Vereinbarung sei am vergangenen Mittwoch in Berlin unterzeichnet worden, teilen die neuen Partner mit.
…«

mehr: boersenblatt.net

Die Konfettirisierung von Forschung und Lehre

»Studenten rebellieren gegen Bachelor-Studiengänge, unter Professoren rumort es ebenfalls. Jörn-Axel Meyer sieht starke Zersplitterungs-Tendenzen: Das Studium werde zur reinen Punktejagd und auch die Forschung immer kleinteiliger, kritisiert der Berliner Wissenschaftler im Gastbeitrag.

Aus Wissen wird Kleinkram

Diese Zerstückelung und Kleinteiligkeit lässt aus Wissen Kleinkram werden. Sie animiert die Studierenden, Wissenserwerb als ›abzuhakendes‹ Punktesammeln zu verstehen. Wurden noch vor 20 Jahren die Studierenden im gesamten Fachgebiet geprüft, so wird heute fast durchgängig nur noch aus einem vorher benannten Teilausschnitt des Stoffes abgefragt.
Aber dies steht im krassen Gegensatz zu den sich verändernden Anforderungen unserer Gesellschaft, die ein zunehmend ganzheitliches Verständnis unserer Welt verlangt - weniger ein ›Wissen‹ als vielmehr ein ›Denken‹ in Zusammenhängen, Analogien und Kausalitäten.

Dass es auch anders geht, zeigt das vermeintliche Vorbild USA, wo viele Bachelor-Studiengänge auf die Vermittlung von Denk- und Urteilsfähigkeit, das Erkennen von Zusammenhängen ausgerichtet sind. In Deutschland wurde zwar die Bezeichnung, nicht aber diese Grundphilosophie übernommen.

…«

mehr: Spiegel online

Zukunft des Urheberrechts

Ein Schutzschirm für die Kreativen
Von Benjamin Lahusen

»Wie wirkt der ›Heidelberger Appell› in den Wissenschaftsbetrieb hinein? Antworten auf einer internationalen Konferenz zur Zukunft des Urheberrechts.

Maarten Wilbers von der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN) … berichtete ausführlich von den guten Erfahrungen, die am CERN mit der – seit Gründung konsequent verfolgten – Politik des open access gemacht wurden. Der Nutzen der Allgemeinheit an dieser Offenheit lässt sich mit einem einfachen Hinweis auf das einstmals am CERN entwickelte WWW belegen, auf dessen Patentierung man bewusst verzichtete …

Das Recht hinkt hinterher
… das zu Beginn ebenfalls angekündigte Interesse an großen Linien und Grundfragen des Urheberrechts ging allzu schnell verloren. Die Frage etwa, inwieweit geistiges Eigentum überhaupt noch Eigentum ist, wenn es nach der Amortisation von Investitionen an die Allgemeinheit fällt, verschwand nahezu vollständig hinter dem Nebel von ökonomischen Interessenabwägungen…

Immerhin wurde deutlich, dass das traditionell schwerfällige Recht den leichtfüßigen Entwicklungen der Technik nur hinterherhinken kann. Francis Gurry, Generaldirekter der World Intellectual Property Organization, wies deshalb allzu große Hoffnungen an das Recht zurück und forderte stattdessen eine allgemeine Debatte darüber, wie in Zukunft Kultur finanziert und wirtschaftlich gestaltet werden könne …«

mehr: faz.net

Freier Zugriff auf aus Steuermitteln finanzierte Forschungsergebnisse

de Gruyter startet 2010 die Reihe ›Topoi. Berlin Studies of the Ancient World‹

»Die ab 2010 bei de Gruyter erscheinende Reihe Topoi. Berlin Studies of the Ancient World versammelt Beiträge aus allen altertumswissenschaftlichen Disziplinen und versteht sich als Pilotprojekt für eine Verbindung von Open Access mit verlegerischer Betreuung.

Ausgewählte Titel aus der Reihe werden gleichzeitig mit dem Erscheinen als Buch auch als E-Book auf der Website www.reference-global.com frei zugänglich gemacht …

… ›Das Publikationsmodell zur Reihe Topoi zeigt, dass der Verlag den sich wandelnden Interessen von Autoren, Kunden und Partnern gerecht wird‹, so Managing Director Sven Fund. ›Mit dem Kooperationsvertrag zur Reihe Topoi können wir erstmals genau das umsetzen, was international von Wissenschaftsförderungs-Institutionen und auch von der DFG gefordert wird, nämlich den freien Zugriff auf aus Steuermitteln finanzierte Forschungsergebnisse.‹

…«

mehr: buchmarkt.de

Bayerische Staatsbibliothek wird Content-Anbieter

»Ab dem 6. Juli 2009 schaltet die Bayerische Staatsbibliothek die Online-Seite www.biographie-portal.eu frei, auf der in Zukunft Informationen zu historischen Persönlichkeiten des deutschen Sprachraums zur Verfügung stehen werden.

Dahinter verbirgt sich das von Fachredaktionen betreute digitale biographische Angebot von Neuer Deutscher Biographie/ (NDB) (70.000 Namen), ihrer Vorgängerin Allgemeiner Deutscher Biographie/ (ADB) (26.500), des Österreichischen Biographischen Lexikons 1815-1950/ (ÖBL) (17.000) und des Historischen Lexikons der Schweiz/ (HLS) (17.000). Ein gemeinsames Suchformular macht eine übergreifende Trefferanzeige möglich. Aktuell werden insgesamt Informationen zu weit über 100.000 historisch bedeutsamen Personen und Familien angeboten.
…«
mehr: buchmarkt.de

»Der digitale Kunde hat mehr Macht«

»Die Digitalisierung der Medien stellt die Geschäftsmodelle von Verlagen zunehmend in Frage … Antworten gibt die von der Akademie des Deutschen Buchhandels in Kooperation mit Heinold, Spiller & Partner veranstaltete Konferenz »Verlag 3.0 – Geschäftsmodelle für den digitalen Verlag« … Vorab interviewt buchreport.de einige Referenten und Diskutanten. Heute: Frank Antwerpes, Chef der DocCheck AG, größten europäischen Community im Gesundheitswesen.


Was wird der größte Unterschied zu klassischen Kundenbeziehungen sein?
Gibt es sie überhaupt die ›klassische Kundenbeziehung‹? Ich glaube, viele müssen den Kunden erstmal entdecken. Der digitale Kunde hat wesentlich mehr Macht - und er wird sie nutzen. Die gehorsamen Buchkäufer mutieren: einige zum Raubkopierer oder Preisfuchs, andere zum Abonnenten, kostenlosen Rezensenten oder gar Mitschreiber. Auf alle diese möglichen Kundenreaktionen muss der Verlag der Zukunft Antworten haben. Das geht nur, wenn man sich als Dienstleistungsunternehmen versteht.«

mehr: buchreport.de

THE DOWNLOAD

»… BEA 2009 had an exceptionally informative offering of digital panels and talks, covering the hottest topics in the digital revolution that publishing is struggling to come to terms with. A few highlights from one attendee’s seat in the back row:

Piracy - Brian O’Leary at Magellan Media has been conducting a small study of the impact of piracy and free ebook giveaways on sales, and argued for a more nuanced approach to free. If in the past thinking has been in terms of a ‘white’ market and black market, O’Leary proposed that now it might be worth considering the possibilities of the ‘gray’ market: understanding in which cases enforcement is the best option and in which cases free is useful and can be harnessed to boost sales.

Amazon vs. Google - Amazon’s Kindle is not so shiny and new anymore, and it was Google that made the biggest ebook splash … However, while the threat of Amazon’s complete dominance of the ebook market appears to be receding, it is not to be counted out …
Google meanwhile was working hard to explain the Google Book Search Settlement to publishers and authors (with help from the AAP and Author’s Guild). For publishers the most important point is establishing a precedent - if you make a copy of a book or monetize digital copies of books you must pay - and creating a mechanism for compensating rights holders in the form of the Book Rights Registry. Digitization has allowed some to conclude that there is a new definition of fair use; the AAP is fighting to establish a legal definition and precedent for fair use that guarantees payment for rights holders. Authors and publishers who opt in to the settlement give up their right to sue Google individually but retain complete control of their rights and can opt out of any use of their books in the project (with the exception of a non-profit database), however there is a chance to make books more widely discoverable (and potentially profitable) than ever before. The outflow elements (especially print-on-demand) have been left open-ended in the settlement because it’s hard to see how the market will play out; future use under new models will be negotiated with all constituencies (authors, agents, publishers, and Google).

more: The_Big_Picture

MyCopy

»…
›Nach dem erfolgreichen Verlauf des Pilotprojekts MyCopy wird die Fachverlagsgruppe Springer Science+Business Media dieses Serviceangebot zu eBooks ab sofort auf alle Bibliotheken in den USA und Kanada ausdehnen‹, gibt das Unternehmen soeben in einer Pressemitteilung bekannt.

Voraussetzung dafür sei, dass die Bibliotheken das entsprechende eBook-Paket zuvor bei Springer erworben haben. Durch dieses Angebot können alle registrierten Bibliotheksnutzer auf Knopfdruck über die Springer-Plattform www.springerlink.com eine Softcoverausgabe von einem Springer-eBook zum persönlichen Gebrauch ordern.

… Der gesamte Bestell- und Versandprozess wird von Springer gemeinsam mit einem Print-on-Demand-Anbieter (POD) abgewickelt. Die Bücher können alle zu einem einheitlichen Preis von 24,95 US$ inkl. Versandkosten innerhalb der USA und Kanada bezogen werden.
…«

mehr: buchmarkt.de