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Archive für Mai 2009
Lettra reloaded
26.5.2009 von Helmut von Berg.
»Ein Jahr lang war es still um Lettra, nachdem der Literaturkanal im April 2008 beim Berliner Amtsgericht Charlottenburg Insolvenz angemeldet hat – nach nur einem halben Jahr auf Pay-TV-Sendung. Jetzt meldet sich Lettra zurück: als reine Internet-Veranstaltung, Bücherportal rund um Autoren und Bücher… «
mehr: buchreport.de
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Print plus TV
26.5.2009 von Helmut von Berg.
Das FCP und der rund 60 Mitgliedsunternehmen umfassende Bewegtbild-Verband Corporate TV Association (CTVA) wollen sich zusammenschließen. Die Vorstände sind sich über die Verbandsehe einig. Nun sind die Mitglieder am Zug.
Dramatische Veränderungen in Medienlandschaft und -wettbewerb spiegeln sich auch im Corporate Publishing und sind die wesentlichen Gründe für den geplanten Zusammenschluss des Forum Corporate Publishing (FCP) mit der Corporate TV Association (CTVA). ›Immer häufiger wird von Kundenseite eine absolute Konvergenz der Unternehmensmedien verlangt‹, so FCP-Präsident Manfred Hasenbeck zur geplanten Verbandsehe. Gleichzeitig erwächst den spezialisierten CP-Anbietern mit Publikums- und Fachverlagen, Online-Dienstleistern und klassischen Werbern neue Konkurrenz. Hasenbeck: ›Deshalb streben wir die Zusammenarbeit mit der CTVA und ihren 60 Mitgliedern in Form einer Fusion an – zu einem neuen starken Forum für Corporate Communication.‹
…«
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Siegenszug von Print-on-Demand
25.5.2009 von Helmut von Berg.
Die meisten US-Titel wurden 2008 digital gedruckt
»Während Print-on-Demand (PoD) in Deutschland zwar keine Nische, wohl aber in der Minderheit ist, ist (digitales) Drucken auf Abruf in den USA Mainstream. Nach einem Bericht von Publisher’s Weekly lag die Zahl der On-Demand-Titel (rund 285.400) im vergangenen Jahr erstmals sogar über der Zahl der auf klassischem Wege gedruckten Titel (rund 275.300). Die Zahl der konventionell gedruckten Titel sank laut PW um 3%.
…«
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Comic, Community und Kommerz
16.5.2009 von Helmut von Berg.
»buchreport.de präsentiert in einer Serie die wichtigsten Web 2.0-Seiten und Experten der Branche. Teil 14: Steve Jones über comicstars.de über , einen Internetmarktplatz für digitale Comics. Das Portal verbindet außerdem klassische Web 2.0-Elemente (bloggen, bewerten) mit einem Online-Vertrieb. Anders als Myspace und Youtube kann der Nutzer seine Inhalte nach dem kostenlosen Hochladen über die Marktplatzfunktion via iPhone, iPod und als E-Book kostenpflichtig vertreiben.
…
Wie wird sich das Comic-Geschäft durch das Web 2.0 verändern?
Die Frage lässt sich eigentlich nach Web 2.0 Manier nur so beantworten: So wie der Kunde es sich wünscht. … Das bedeutet, dass die Wünsche und Meinungen der Leser natürlich unmittelbar in die Produktion der nächsten Kapitel einfließen können und sollen. Wir können über comicstars.de auch die Verkaufs- und Umsatzzahlen live verfolgen und jegliches Feedback mit weiteren Daten, z.B. wie oft nach dem Comic im Netz gesucht wurde, verknüpfen.
Dies hilft uns, den Erfolg frühzeitig zu messen und den Comic noch während der Produktion zu verbessern. Und genau in diesem Maße sehen wir die Veränderung, die das Web 2.0 auf das gesamte Geschäft haben kann: durchgängig vom Autor über alle Produktions- und Vertriebsstufen bis hin zum Leser und wieder zurück.
…«
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BISG’s Making Information Pay, Part 2
15.5.2009 von Helmut von Berg.
»…
In his presentation, Mike Shatzkin of the IdeaLogical Company discussed the results of an online survey to which 250 publishing executives responded. A group of 15 of them were interviewed at length in followup sessions.
…
E-book sales are up ›a lot‹ but still represent probably less than 1% of sales for most large trade publishers. Growth rates are more than 100% annually, but are from a very small base.
Another growth area is custom publishing, which besides premiums and giveaways includes creating books for retail accounts. ›One publisher,‹ Shatzkin said, ›started a custom publishing department two years ago with one person and now has six because it’s been so successful.‹
Shatzkin reported ›the beginnings of publishers selling digital content to websites,‹ which he called ›a hard game to play.‹ Publishers need a lot of content about a subject for this to work; ›niche publishers are seeing a lot of action here.‹
Many publishers are interacting directly with consumers via websites and believe they need to do more to connect with readers. Publishers also said they need to do more ›to get closer to authors‹ as well.
…
›Everyone is aware of social networks,‹ Shatzkin noted, even though this is ›very labor intensive.‹
A general problem for book publishers that mirrors - although less dramatically so - the dilemma of newspapers, is that “what is diminishing in sales is much more substantial than what’s growing.‹ There is ›no certainty about how fast e-book sales will grow, and no certainty about margins. Where digital revenues will come from is not known.‹
…«
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see also: slideshare.net
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BISG’s Making Information Pay, Part 1
15.5.2009 von Helmut von Berg.
»Leigh Watson Healy, chief analyst of Outsell Inc., a research and advisory firm for the media and information industry, and the keynote speaker at Thursday’s Making Information Pay seminar, …
Healy observed that ›we are probably witnessing the shift from the mass market to the long tail‹ and ›witnessing the last vestiges of the industrial age and truly moving to the knowledge age.‹ The recession, she continued, ›certainly is not the cause of these changes, but is accelerating a lot of change and causing structural shifts to take place.‹
In the longer term, ›the world will be more global for the knowledge economy but is becoming more national and local for physical goods.‹ She suggested that in these times, companies with ›market share‹ and those that are ›brand leaders‹ are doing well. ›They have big names that carry weight with consumers and in distribution.‹ The other types that are doing well are ›the innovators and niche players with something unique to offer.‹
In business in general, companies that ›supply information at the point of need‹ are also doing well. In the book industry, this could mean ›breaking information out of books.‹
To succeed in this new environment, Healy said,›it’s all about executing on content and the platform, on business models, and blending to make them more flexible.‹ She stressed the importance of social media and communications for organizations. Companies need to ›capture the power for the crowd‹ and ›focus on the consumer,‹ she added.
…«
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Zeitungsverlage trauen sich keinen Paid Content mehr zu
13.5.2009 von Helmut von Berg.
»…
Mehr als 200 Kommunikationsfachleute kamen zur dpa-Tochter ins Museum für Kommunikation.
›Mit Paid Content Geld zu verdienen, war vor einigen Jahren ein schöner Traum. Jetzt stellen sich einige hin und sagen, wir wollen diesen Traum nochmal träumen. Auch die werden wieder aufwachen und merken, dass es nicht funktioniert‹, wird FR-Chefredakteur Dr. Uwe Vorkötter zitiert.
… Eine ähnliche Auffassung vertrat Christoph Amend, Redaktionsleiter des ZEITmagazins. Er kritisierte aber, die Printtitel seien teilweise selbst verantwortlich dafür, dass sich Konsumenten von ihnen abwenden. … ›Leser sind bereit, Geld für eine Zeitung auszugeben, wenn … es Geschichten gibt, die sie woanders nicht bekommen.‹
mehr: Buchmarkt.de
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Fünfmal mehr Verstöße
13.5.2009 von Helmut von Berg.
»…
Die New York Times zeigt, dass die wachsende Zahl von digitalen Büchern das Problem der Online-Piraterie verschärft hat… [vgl. unten stehende Meldung]
Der Furcht vor Onlinepiraterie entgegen stehen Analysen, nach denen kostenlos ins Internet gestellte Bücher den Absatz der Print-Fassungen sogar ankurbeln. So hat kürzlich ein Doktorand anhand von 40 Titeln, die von Verlagen selbst kostenlos ins Netz gestellt wurden (darunter Random House), und mit Hilfe von Bookscan-Zahlen untersucht, wie sich der Absatz der gedruckten Bücher entwickelt hat. Demnach stieg dieser in den acht Wochen nach der Online-Aktion um durchschnittlich 9% im Vergleich zu den acht Wochen vor der Gratis-Fassung. Ein Ergebnis, das der Free-Philosophie von Chris Anderson (Wired-Chefredakteur und Erfinder der Long Tail-Theorie) entspricht.
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Print Books Are Target of Pirates on the Web
13.5.2009 von Helmut von Berg.
By MOTOKO RICH
Published: May 11, 2009
»…
John Wiley & Sons, a textbook publisher that also issues the Dummies series, employs three full-time staff members to trawl for unauthorized copies. Gary M. Rinck, general counsel, said that in the last month, the company had sent notices on more than 5,000 titles — five times more than a year ago — asking various sites to take down digital versions of Wiley’s books.
…
Publishers and authors say they can learn from their peers in music, who alienated fans by using the courts aggressively to go after college students and Napster before it converted to a legitimate online store. ›If iTunes started three years earlier, I’m not sure how big Napster and the subsequent piratical environments would have been, because people would have been in the habit of legitimately purchasing at pricing that wasn’t considered pernicious,‹ said Richard Sarnoff, a chairman of Bertelsmann, which owns Random House, the world’s largest publisher of consumer titles.
…
Book sales are down significantly, and publishers say it is difficult to determine whether electronic piracy is denting sales. Some of the most frequently uploaded books, like the Twilight series, are also huge best sellers.
Some authors say they just want to protect the principle of compensating writers. ›I don’t ask to get rich off this stuff,‹ said Harlan Ellison, an author and screenwriter. ›I just ask to be paid.‹ …
Others view digital piracy as a way for new readers to discover writers. Cory Doctorow, a novelist whose young adult novel Little Brother spent seven weeks on the New York Times children’s chapter books best-seller list last year, offers free electronic versions of his books on the same day they are published in hardcover. He believes free versions, even unauthorized ones, entice new readers.
›I really feel like my problem isn’t piracy,‹ Mr. Doctorow said. ›It’s obscurity.‹ «
read more: New York Times.com
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»Staatshilfe für Verlage? So eine Idee ist absurd«
13.5.2009 von Helmut von Berg.
» ›Dieses Jahr wird eine echte Wende bringen‹: Der Medienexperte Jeff Jarvis sagt ein massenhaftes Zeitungssterben in den USA voraus. Im SPIEGEL-ONLINE-Interview erklärt er, welche Zukunft er in Zeiten von Twitter und Google News für echten Journalismus sieht.
…
SPIEGEL ONLINE: Was bleibt aus Ihrer Sicht noch für Zeitungen?
Jarvis: … Innovative Zeitungen wie der britische Guardian sind sehr offen für Kooperation. Sie stellen alle ihre Angebote online zur Verfügung, sie verlinken zu allen möglichen Angeboten - und erhalten im Gegenzug mehr Links für ihre Seite.
Aber Verlagshäuser haben es bislang kaum geschafft, diese vielen Links auch in Einnahmen zu verwandeln.
Die Online-Revolution bringt ja erst einmal gewaltige Ersparnisse. Verleger müssen etwa bald nicht mehr für die teuren Druckerpressen oder Lastwagen bezahlen, um ihre Produkte auszuliefern. Sie werden auch mit viel kleineren Redaktionen auskommen. … Und es gibt viele neue Optionen. … Doch wir schauen uns auch an, ob das alte Modell - Geld für Inhalte - noch funktionieren kann im Digitalzeitalter.
Kann es denn? Bislang scheint es fast unmöglich, Leser online bezahlen zu lassen.
Es gibt einfach eine Unmenge Nachrichten kostenlos im Netz. Die alten Monopole der Medienunternehmen werden also nicht zurückkommen, und die Gewinnspannen auch nicht. … Als die New York Times ihre Online-Inhalte kostenlos freischaltete, stiegen die Besuche auf der Seite um 40 Prozent an. Man wird für diese Besucher nie dieselben Anzeigenpreise verlangen können wie einst für Print-Ausgaben. Aber man kann sie nutzen, um auf andere Weise Geld zu machen. …
Manche fordern Staatshilfen für Print-Produkte. Andere schlagen eine Grundgebühr auf Computer- oder Handyverkäufe vor - weil die Internet-Angebote dieser Geräte ohne die kostenlosen Medienangebote viel weniger spannend wären.
Das kommt mir vor, als warte man auf den edlen Ritter, der die Industrie rette. Verlagshäuser müssen sich einfach der neuen Konkurrenz stellen. Und wie sollte eine Regierung entscheiden, welche Print-Produkte sie unterstützen möchte und welche nicht? So eine Idee ist absurd.
…«
mehr: spiegel.de
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