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Archive für April 2009
Berlin: Großer Andrang beim 6. Forum Herstellung von Klopotek und arvato systems
29.4.2009 von Helmut von Berg.
»Mit Begrüßungsworten von Ulrich Klopotek von Glowczewski (Klopotek) und Jürgen Lewek (arvato systems) startete gestern in der Bertelsmann Repräsentanz in Berlin bereits zum 6. Mal das Publishers‘ Forum (zuvor: Forum Herstellung im Verlag), das auch in diesem Jahr von Klopotek und arvato systems gemeinsam veranstaltet wurde.
In diesem Jahr folgte das Forum der Leitlinie Die Herausforderung annehmen – Die Marktposition sichern. Mit 190 Persönlichkeiten aus dem In- und Ausland, darunter Verlagsmitarbeiter und Dienstleister, verzeichnete die Veranstaltung unter der Leitung von Helmut von Berg, (Klopotek & Partner) einen Teilnehmerrekord.
…«
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Der Arbeitskreis der Ratgeberverlage nimmt die digitalen Herausforderungen an
24.4.2009 von Helmut von Berg.
»…Gastgeber Ralf Müller (Droemer Knaur) betonte in seinem Eröffnungsvortrag ›Buchverlage und die digitale Welt – Best Practice-Bericht über erfolgreiche (und weniger erfolgreiche) Projekte‹ die Dominanz von Amazon, Google, Wikipedia, Youtube & Co. in ihren jeweiligen Geschäftsfeldern. Müller glaubt daher beispielsweise nicht an ein erfolgreiches Direktgeschäft für die Verlage. Auch das E-Book an sich, die 1:1-Umsetzung, werde die Ratgeberverlage nicht viel weiterbringen.
…
Ralf Müller erinnerte an die Stärken der Verlage, nämlich an exklusive Inhalte und an die Autoren selbst. Er erwähnte beispielsweise die Möglichkeit, Autoren schon heute mit entsprechender Software auszustatten, um optimal verwertbare Texte zu erzeugen. Die Datenstrukturierung beginnt im Digitalzeitalter schon beim Manuskript und die Qualität der Rohdatensubstanz ist entscheidend für elektronische Ausgaben.
…
Müller betonte auch das Potential von Longtail-Geschäftsmodellen, wie beim neuen Portal comicstars.de, das mit 6 Millionen Page Impressions alle Erwartungen übertrifft. Die Webseite ist erst seit Dezember online. Bei comicstar.de handelt es sich um ein Jointventure, das den Mangatrend nutzt. Es finden Wettbewerbe statt (der beste Comic wird prämiert) und viele weitere Web2.0-Aktionen. Der Handel dort mit Comics steige exponential an. ›User generated paid content‹ lautet hierbei das Zauberwort. Droemer nimmt 20 Prozent comission fee – tritt gleichsam als Makler auf.
Auch wenn langfristig nur fünf oder sechs Verkäufe pro Titel getätigt werden sollten, könnte aufgrund vollautomatisierter Prozesse inklusive Standard-Verträge und Micro-Payments ein lukratives Geschäft entstehen, weil die Web2.0-Gemeinde so zahlreich daran teilnimmt. ›Was passiert eigentlich mit den 25.000 Manuskripten, die hier jährlich abgesagt werden?‹, fragt Ralf Müller. Eine Frage, die sich viele Verlage stellen könnten. Was das kritische Lektorat nicht überzeugt, könnte die User begeistern.
…«
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Handelsblatt und Wirtschaftswoche auf Kindle
24.4.2009 von Helmut von Berg.
»…
Das Angebot richte sich an die ca. 1,5 Millionen deutschsprachigen Bürger in den Vereinigten Staaten, um diese langfristig an die Marken Handelsblatt und Wirtschaftswoche zu binden, so eine Pressemitteilung der Verlagsgruppe Handelsblatt.
… Die Angebote umfassen weite Teile der Printausgaben, die täglich bzw. wöchentlich für Kindle digital aufbereitet werden.
…«
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Pirate Bay-Betreiber kassieren Gefängnisstrafe
20.4.2009 von Helmut von Berg.
»Ein schwedisches Gericht hat Presseberichten zufolge die Betreiber der Internet-Tauschbörse The Pirate Bay wegen Verletzung des Urheberrechts verurteilt…
Kommentare
1. Matthias Ulmer 17.04.2009 12:54h
Es gibt doch noch schöne Momente im Leben!
…
12. Steffen Ille 19.04.2009 11:59h
…
Ich möchte hier ja nicht den Urheberrechtsverletzungen das Wort reden, aber ich habe nicht den Eindruck, daß die Branche wirklich und ernsthaft über ihre Kunden als Zielgruppe nachdenkt.
18. Michael Manske 19.04.2009 19:09h
@11. Matthias Ulmer
… Warum gehen Sie nicht viel mehr auf die vorgebrachten Argumente ein? joey schrieb: “Mit Verboten lassen sich keine Geschäftsmodelle begründen.” Das erscheint mir ein logisches und stichhaltiges Argument zu sein. Wo bleiben Vorschläge wie man tatsächlich den scheinbaren Verlust durch Raubkopierer mit neuen Geschäftsmodellen in Gewinne für die Rechteinhaber umsetzen kann? …
19. Markus Gross 19.04.2009 19:16h
… PUNKTUM …
20. Michael Manske 19.04.2009 19:35h
…
Als eBook-Konsument kommt es mir momentan auch noch so vor, als sei ich ein “Feinbild” für die Anbieter. Ein potentieller “Raubkopierer” aber kein Kunde, der bereit ist für ordentliche digitale Ware auch einen fairen Preis zu entrichten…
21. Steffen Ille 19.04.2009 19:42h
…
Nicht google, die Verleger hätten zuerst auf die Idee einer Volltextsuche kommen müssen. Denn es ist ihre ureigenste Aufgabe, alle denkbaren und undenkbaren (eben neu) Wege zu finden, die eigenen Produkte zu verkaufen…
23. Joachim Losehand 19.04.2009 20:07h
…Keiner spricht davon, daß nichts mehr finanziert werden muß und kein Geld mehr verdient werden kann. Diese ganze Raubkopiererei ist ja nur die Folge daraus, daß es kein breites und umfassendes legales Angebot gibt, das der Kunde auch bereit ist, zu bezahlen…
29. Matthias Ulmer 19.04.2009 23:29h
…Wir sind freie Unternehmer und entscheiden über unsere Investitionen wie wir wollen. Gerade im Verlagswesen wird in Dinge investiert, obwohl kein Hahn danach kräht. Autor und Verleger finden es aber wichtig, ganz egal ob das Ihren Kulturbegriff erfüllt oder eben nicht.
Wenn ein Konsument E-Books für einen Euro will, dann soll er sie selbst anbieten, soll einen Verlag gründen, soll Autoren finden oder sich notfalls seine E-Books selbst schreiben. Wenn unsere Investitionsentscheidungen am Markt vorbei sind, dann sind wir schnell weg. Das ist der Lauf der Dinge…
30. Michael Manske 20.04.2009 00:36h
@29. Matthias Ulmer
Vielen Dank für die ausführliche Darlegung, selbst wenn Sie eine ganze Menge hereininterpretieren, das so hier nicht geäußert wurde … Ihre Aussagen und Ihre Einschätzung des eBook-Marktes sowie dessen Potential erklären einwandfrei, warum derzeit ein solcher Misstand im Markt vorliegt. …
Noch zu ein paar anderen Punkten möchte ich aber ebenfalls noch etwas Konretes hören. Sie schreiben: “Wenn ein Konsument E-Books für einen Euro will, dann soll er sie selbst anbieten, …”
Wie kommen Sie auf den “einen Euro”? …
38. Joachim Losehand 20.04.2009 11:13h
@29. Matthias Ulmer
…
Das ist doch eine der Fragen: Wie kann ich als Verlag mein E-Angebot so niederschwellig machen, daß es ganz selbstverständlich angenommen und genutzt wird? Wie entwickele ich einen Massenmarkt? Was werden E-Books kosten und welche Aussstattung werden sie haben?
…
43. Thomas Knip 20.04.2009 12:21h http://www.story2go.de
… kann ich nur hoffen, dass gerade die Verlagsbranche mit ihrem Hintergrund des geschriebenen Wortes eine verbale Deeskalation erreicht.
Wir müssen auf die kaufwilligen Leser zugehen, nicht diese von vorneherein unter Generalverdacht stellen.
mehr: boersenblatt.net
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Schonfristen wird es nicht mehr geben
16.4.2009 von Helmut von Berg.
Joachim Leser, Kein & Aber, auf boersenblatt.net
»…
Was der Buchbranche – neben der Ausschöpfung der juristischen Möglichkeiten – bleibt: Sie muss die Attraktivität ihrer E-Book-Portale vorantreiben. Reizvolle legale Angebote – das zeigen in erster Linie die Erfahrungen der Musikindustrie – sind der beste Kopierschutz. Beim Hörbuch hat das bereits gut funktioniert: Mit flexiblen Preismodellen (Abos) und einem umfassenden Sortiment kann man den Schaden, der durch illegale Downloads angerichtet wird, in Grenzen halten. Der legale Download von Hörbüchern hat sich zu einer relevanten Einnahmequelle für Verlage entwickelt…«
Mehr: boersenblatt.net
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An Downloads kommen Notenproduzenten nicht vorbei
8.4.2009 von Helmut von Berg.
»In einem gemeinsamen Portal wollen Musikverleger ihren Kunden hochwertige Noten zum legalen Download anbieten. Wie das funktioniert, erklärt Matthias Hutzel, Marketing- und Vertriebsleiter bei Schott Music in Mainz.
Schott Music will in Kürze ein Download-Angebot für Noten vorstellen. Warum? Gibt es Wettbewerbsdruck, mit E-Books im Notensegment aktiv zu werden?
Wir meinen: Es ist höchste Zeit, ein umfangreiches und vor allem legales Download-Angebot für Musiknoten zu schaffen. Wir sehen darin eine der großen Chancen für das Produkt Note. …
Ein Pilotprojekt läuft bereits über den US-Anbieter www.freehandmusic.com <http://www.freehandmusic.com> . Wie sind die Erfahrungen?
Wir sind sehr froh über die Erfahrungen, die freehandmusic gemacht hat, denn wir haben dabei auf die technische Umsetzung und auf das Nutzerverhalten viel lernen können. …
…
Noten dürften schon jetzt zu den meistkopierten Druckwerken überhaupt gehören. Die Zahl der Raubkopien dürfte durch ein Online-Angebot noch mal explodieren … Lässt sich vorbeugen, etwa durch Kopierschutz?
Wir sind ganz im Gegenteil davon überzeugt, dass wir mit der Möglichkeit zum Downloaden eine preisattraktive, legale Alternative zum Kopieren anbieten, die den großen Vorteil hat, dass die gesuchte Ausgabe leicht und unabhängig vom Standort des Users sofort verfügbar ist. Heruntergeladene, also bezahlte Dateien sind mit einem sichtbaren und unsichtbaren Wasserzeichen versehen und personalisiert. … Eines ist aus unserer Sicht sicher: Wer im 21. Jahrhundert noch Noten publizieren will, kommt an Downloads auf keinen Fall vorbei!«
mehr: boersenblatt.net
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Making Information Pay 2009
8.4.2009 von Helmut von Berg.
Shifting Sales Channels and What Publishers Are Doing about Them
»… Book industry trading conditions have never been tougher and many traditional sales channels are shrinking or disappearing completely. At the same time, new sales channels and business models are emerging and many companies are experimenting and reorganizing to capitalize on them …«
more: bisg.org
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Baen Free Library
7.4.2009 von Helmut von Berg.
»Baen Books is now making available — for free — a number of its titles in electronic format. We’re calling it the Baen Free Library. Anyone who wishes can read these titles online — no conditions, no strings attached. (Later we may ask for an extremely simple, name & email only, registration. ) Or, if you prefer, you can download the books in one of several formats. Again, with no conditions or strings attached. (URLs to sites which offer the readers for these format are also listed. )
Why are we doing this? Well, for two reasons.
The first is what you might call a “matter of principle.” This all started as a byproduct of an online “virtual brawl” I got into with a number of people, some of them professional SF authors, over the issue of online piracy of copyrighted works and what to do about it.
There was a school of thought, which seemed to be picking up steam, that the way to handle the problem was with handcuffs and brass knucks. Enforcement! Regulation! New regulations! Tighter regulations! All out for the campaign against piracy! No quarter! Build more prisons! Harsher sentences!
Alles in ordnung!
I, ah, disagreed. Rather vociferously and belligerently, in fact. And I can be a vociferous and belligerent fellow. My own opinion, summarized briefly, is as follows:
…«
mehr: baen.com/library
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»Eins-zu-eins-Abbildungen gedruckter Bücher sind zu wenig«
6.4.2009 von Helmut von Berg.
buchreport.de präsentiert in einer Serie die wichtigsten Web 2.0-Seiten und Experten der Branche. Olivera Wahl über molly-chills.com, eine Plattform für E-Books.
»Was ist das Alleinstellungsmerkmal Ihres Portals?
Mit Molly chills biete ich eine eBook-Plattform an, die den Nutzen für alle Beteiligten im Fokus hat: …
Welches Ziel verfolgen Sie mit Ihrer Seite?
Ich möchte den deutschen eBook-Markt ein bisschen innovativer und lebendiger machen und sowohl Lesern als auch talentierten, deutschen Autoren eine attraktive Plattform bieten…
Werden Communitys wie Second-Life über- oder unterschätzt?
Interessante Frage. Ist Second Life nicht das Spiel, von dem keiner mehr redet…
…
Generell finde ich es richtig, Neues auszuprobieren und mutig zu sein. Aber man muss auch nicht jedem Trend folgen, sondern sollte abwägen, in welchem Verhältnis Imagegewinn, Nutzen, Reichweite, Aufwand und Kosten voraussichtlich stehen werden.
Welche neuen Schritte planen Sie im Web 2.0?
Ich habe Molly chills gegründet, weil ich vor einem Jahr keine Belletristik-eBooks für meinen eBook-Reader gefunden habe, die mich interessiert haben…
Wie verändert sich die Buchbranche/Ihr Geschäft durch das Web 2.0?
Die Buchbranche wird hoffentlich schneller und abwechslungsreicher…
Toll ist, dass jeder, der sich dazu berufen fühlt, ein eBook veröffentlichen kann. Dies ist im digitalen Zeitalter nicht mehr das Vorrecht von Verlagen. Andererseits macht es keinen Spaß, ein unlektoriertes, schlecht geschriebenes eBook zu lesen. Die Vielfalt macht es für den Leser sehr viel aufwendiger, ein lesenswertes eBook als ein gedrucktes, gutes Buch zu finden. Die Vorauswahl muss aber nicht zwangsläufig durch einen Verlag erfolgen…
Was kommt nach dem Web 2.0?
Web 2.0 bietet noch so viel Potenzial und ist noch lange nicht ausgeschöpft. Das was wir heute sehen, ist erst der Anfang. Sehr reizvoll finde ich, wenn das Mitmachen von vielen im Internet sinnvoll verknüpft wird mit traditionellen Anbietern…
Ich bin nicht mehr einfach nur Internet-Projektleiterin, sondern auch Inhaberin eines eBook-Verlages und ein gut vernetzter Fan des digitalen Lesens. Mein Leben ist jetzt schon durch das Web 2.0 und viele neue Kontakte sehr viel bunter geworden. Ich bin sehr gespannt, was noch in den nächsten Jahren passieren wird. Es wird auf jeden Fall aufregend, da bin ich mir sicher.«
Mehr: buchreport.de
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»Wer blickt noch durch?«
6.4.2009 von Helmut von Berg.
Anekdoten sind manchmal höchst unterhaltsam zu lesen - auch wenn sie nicht weiterhelfen.
Und einen betrüblichen Kern haben sie in diesem Fall leider auch.
Dank an buchmarkt.de für den Link zum Tagesspiegel.
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