Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs P U B L I S H I N G für März, 2009.
- Allgemein (209)
- dies&das (15)
- Hintergrund (183)
- 9.9.2010: Offenheit ist meine Religion
- 2.9.2010: Furcht statt Vision
- 27.8.2010: Mehr für weniger
- 25.8.2010: Dampf auf der digitalen Schiene
- 24.8.2010: »Durch das Internet kenne ich meine Leser«
- 23.8.2010: Kunden erreichen, die der Buchhandel nicht kennt
- 20.8.2010: The Web Is Dead? A Debate
- 20.8.2010: The Web Is Dead. Long Live the Internet
- 19.8.2010: U.S. neighborhood bookstores thrive in digital age
- 12.8.2010: Ende der Privatsphäre?
Blogroll
Hintergrund
- September 2010
- August 2010
- Juli 2010
- Juni 2010
- Mai 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- Dezember 2009
- November 2009
- Oktober 2009
- September 2009
- August 2009
- Juli 2009
- Juni 2009
- Mai 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- Dezember 2008
- November 2008
- Oktober 2008
- September 2008
- August 2008
- Juli 2008
- Juni 2008
- Mai 2008
- April 2008
- März 2008
- Februar 2008
- Januar 2008
Archive für März 2009
GvH verkauft an DvH
27.3.2009 von Helmut von Berg.
»…
Mit diesem Schritt vergrößert die Verlagsgruppe Georg von
Holtzbrinck ihren Spielraum, um in Zeiten einer weltweiten Rezession
und des Umbruchs im Medienbereich ihre strategischen Pläne zu
realisieren.
…«
Mehr: turi2.de
Geschrieben in Hintergrund | 1 Kommentar »
Publisher’s Forum 2009 ausgebucht
26.3.2009 von Helmut von Berg.
Das Publisher’s Forum 2009, am 27. und 28. April traditionell in der Berliner Bertelsmann-Repräsentanz von Klopotek & Partner und arvato systems veranstaltet, ist mit 180 registrierten Teilnehmern ausgebucht, eine Warteliste ist eröffnet. Ansprechpartnerin für die Modalitäten ist Marlit Junge unter m.junge@klopotek.de oder 030 884 53 105.
Das Programm der zweitägigen Veranstaltung kann hier heruntergeladen werden http://www.klopotek.de/deindex.htm
Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare »
Der geteilte Markt für Bücher
26.3.2009 von Helmut von Berg.
»…
Der Friede wird nicht lange halten, der Digital-Friede, den Verlage und Gerätehersteller mit dem Sortiment gemacht haben, um es am Umsatz mit E-Books zu beteiligen. Im Gegenteil: Der Wettbewerb um die E-Book-Kunden wird in Kürze entflammen, wenn Elektronik-Fachmärkte dem Buchhandel die Kunden abspenstig machen. Sie verhandeln bereits jetzt mit Reader-Produzenten wie Sony und haben ein Interesse daran, nicht nur die Geräte, sondern auch die Inhalte zu verkaufen.
…
Künftig werden wir es mit einem geteilten Markt für Bücher zu tun haben: Gedruckte Werke werden zu einem großen Teil im stationären Sortiment verkauft, E-Books vorwiegend via Internet und sonst im Elektronik-Fachmarkt. Verlage wie Cornelsen und Langenscheidt bereiten gerade in großem Stil mit elektronischen Wörterbüchern, Reiseführern und Bildungsmaterialien den Einstieg in den digitalen Markt vor, weil sie die Veränderungen für die Buchbranche kommen sehen. Der Duden von morgen wird ein elektronischer, mobiler Allrounder sein – das Helferlein, das die Düsentriebs von morgen im Netz begleitet! Und die Ratgeberverlage werden es Duden gleichtun. Da hilft keine Webstuhl-Romantik!
mehr: boersenblatt.net
Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare »
Spezialisten für Aggregation und Auswahl
24.3.2009 von Helmut von Berg.
Analyse: neue Erlösmodelle von Verlagen
»Der Siegeszug des Internet zwingt besonders die Medienindustrie, die bisher mit der Kontrolle des Zugangs zu Inhalten ihr Geld verdient hat, zur Suche nach neuen Geschäftsmodellen…
…
Für Google haben diese Umwälzungen ein hochprofitables Geschäftsmodell mit einem beispiellosen Wachstum in Umsatz und Einfluss ermöglicht…
…
Insbesondere für die Medienindustrie, die gerade mit der Kontrolle des Zugangs zu Inhalten ihr Geld verdient hat, ergeben sich daraus grundlegende strukturelle Konsequenzen, die eine umfassende Neukonzeption existierender Geschäftsmodelle erforderlich machen. Pragmatisch betrachtet ist eines klar: Alles was digitalisierbar ist, wird digitalisiert werden. Alles was digitalisiert ist, lässt sich leichter kopieren. Ein Kopierschutz wird im besten Fall ein Katz- und Maus-Spiel bleiben, das keine Geschäftsgrundlage bietet und somit keinen Bestand haben wird.
Dieser Umstand wird den Verkauf von Inhalten zunehmend erschweren. Vor allem der Niedergang der Musikindustrie hat zur Entwicklung einer Reihe von Ansätzen geführt, die auch in Zukunft die Finanzierung digitalisierter Inhalte ermöglichen könnten…
…«
mehr: buchreport.de
Geschrieben in Hintergrund | Keine Kommentare »
HoCa und der iPhone
24.3.2009 von Helmut von Berg.
Fragen von Buchmarkt an HoCa-GF Markus Klose
»…
Wieso jetzt auch noch das iPhone?
ITunes hat eine riesige Chance, das entscheidende und marktführende Programm für Medieninhalte auf dem Computer zu sein. Schon jetzt ist es perfekt, um Musik, Filme, Videos und Spiele zu verwalten. Allmählich kommen nun auch Buchinhalte hinzu. Die Vorteile des iPhone liegen dabei auf der Hand. … Wenn also zum Beispiel jemand tagsüber zum Beispiel in der Zeitung eine gute Rezension liest und das besprochene Buch erstehen will, braucht er in Zukunft nur noch drei, vier Tasten zu drücken, und schon kann er anfangen zu lesen…
…
Und was ist jetzt dieses iHoca?
Das ist vor allem ein Versuch, einen Markt nicht nur verstehen zu lernen, sondern ihn selbständig zu gestalten. … iHoCa nutzt die Erfahrungen der iTunes-User, ist schnell zu laden, kostet nichts und kann eine ideale Schnittstelle zwischen Autoren, Lesern und Händlern werden…
…«
mehr: Buchmarkt.de
Geschrieben in Hintergrund | Keine Kommentare »
Online-Buchsuche
22.3.2009 von Helmut von Berg.
»…
Als nun aus dem alten Europa gefragt wurde: “Werden Sie eigentlich mit der Buchsuche jemals Geld verdienen?”, da knackte es kurz in den transatlantischen Leitungen, und dann schallte von den jungen Managern in Mountain View bei Santa Clara ein lautes, helles Gelächter herüber.
Dieses Lachen gilt der Tatsache, dass, wer so fragt, nach Auffassung der Macher das Google-Prinzip gar nicht verstanden hat…
…
Die Buchsuche mag also für sich genommen derzeit nicht profitabel sein, aber nach dem Google-Prinzip muss sie es auch nicht sein: Google ist insgesamt einfach derart riesig, dass sich das Scannen von Büchern schon allein zu dem Zweck rechnet, dass sich die Qualität und Vielfalt der Suchergebnisse dadurch erhöht - und man deswegen bei Google sucht und nicht irgendwo anders, was wiederum das Inserieren bei Google attraktiver macht.
Daher sprechen die Manager der Buchsuche von einem »strategischen Investment«…
… Den Vergleich, den kürzlich US-Verleger und -Autoren mit Google geschlossen haben und über den ein New Yorker Gericht am 5. Mai befinden will, wollen die europäischen Rechteinhaber nicht unbesehen hinnehmen. Ein Hauptstreitpunkt sind die vergriffenen, also nicht mehr lieferbaren Bücher, die noch dem Urheberrecht unterliegen.
…«
mehr: sueddeutsche.de
Geschrieben in Hintergrund | Keine Kommentare »
Die Google-Strategie
22.3.2009 von Helmut von Berg.
»… Google regiert wie kein zweites Unternehmen über die normative Kraft des Faktischen…
…
… Fünf amerikanische Verlage klagten gegen Google. Parallel dazu reichte die Authors Guild, der amerikanische Schriftstellerverband, auch eine Zivilrechtsklage ein, eine sogenannte „class action“. Solche Sammelklagen schließen die Interessen von allen betroffenen Gruppenmitgliedern mit ein, ob diese davon wissen oder nicht. Die Entscheidung ist für alle bindend, unabhängig davon, ob sie am Prozess beteiligt waren.
Die allermeisten dieser im deutschen Zivilprozessrecht unbekannten Verfahren enden aus Kostengründen mit einem Vergleich. Der Vergleich, den Verleger, Autoren und Google geschlossen haben, betrifft nun aber auch alle nicht-amerikanischen Autoren und Verlage, die vom Digitalisierungsprogramm betroffen sind. Am Ende, so schätzt man, werden in den Vereinigten Staaten fünfundzwanzig Millionen Bibliotheksbände erfasst sein; die Hälfte davon haben Ausländer geschrieben.
… Der Vergleich wurde beim Bundesbezirksgericht in New York am 28. Oktober 2008 eingereicht, seitdem tickt die Zeitbombe, genannt „Google Book Settlement“. Diese Vereinbarung wird seither in einer weltweiten Anzeigenkampagne bekanntgemacht - Vorschrift, um über die Modalitäten des Settlements aufzuklären.
…
Autoren und Verlage können nun Google mitteilen, ob sie aus dem Vergleich aussteigen wollen. Die „Opt out“-Klausel bedeutet aber nicht, dass Google die Bücher tatsächlich aus dem Netz nehmen muss…
…
… Die Schriftstellerin Petra Morsbach dagegen hat entschieden: „Ich werde die ,Opt out’-Klausel nicht ziehen. Die Digitalisierung ist nicht aufzuhalten. Passiv, als Nutzerin von Google, profitiere ich bereits davon.“ Da ist es wieder, das Google-Dilemma.
…«
Mehr: faz.net
Geschrieben in Hintergrund | Keine Kommentare »
Rückzugsgefechte 1
12.3.2009 von Helmut von Berg.
»Das gesamte System wird in Frage gestellt«
»…
Sie gehörten 1999 zu den Testern der ersten Generation von E-Book-Lesegeräten und erklärten damals: „Der Versuch, Texte in reine Datenströme aufzulösen, geht nicht auf.“ Wiederholen Sie heute diese Aussage?
Nein, aber wer sich heute an die Debatten von damals erinnert, wird feststellen, dass sich tatsächlich etwas Grundlegendes geändert hat, das damals noch nicht einmal zu ahnen war. Es geht heute doch längst nicht mehr darum, ob man Bücher auf irgendwelchen Geräten lesen will: Das E-Book ist der entscheidende Schritt im radikalen Umbau des gesamten Distributionswegs von Papier-Literatur. Wobei es selbst nur ein eher kurzlebiges Übergangsprodukt sein wird, das die Türe zur Lektüre auf allen möglichen elektronischen devices aufstößt. Wer meint, dabei handele es sich nur um ein weiteres Ausgabeformat, übersieht, dass das E-Book – und mit ihm die digitale Bereitstellung der Bücher in den Verlagen, die Volltextsuche im Netz etc. – in einen Gesamtprozess gehört, der das gesamte System aus stationärem Buchhandel, Literaturkritik, literarischen Institutionen, Autorenlebensläufen grundsätzlich in Frage stellt.
…
Und doch wird Ihr neuer Roman bei Kiepenheuer & Witsch erscheinen – während Stephen King ein Buch exklusiv für den Kindle veröffentlicht. Warum?
Es ist ja nicht so, dass ich die technologischen Veränderungen begrüße, im Gegenteil: Ich trauere sehr um das, was wir gerade verlieren, die Vielfalt unserer Literaturlandschaft, diese oft sehr gebildeten Buchhändler mit ihren wunderbaren Läden, die differenzierte Literaturkritik in allen Medien, das literarischen Publikum, dessen Neugier noch aus einer breiten Kenntnis kam, und schließlich die literarischen Verlage, in denen doch neben aller Ökonomie alle den Wunsch hatten – und immer noch haben –, möglichst gute Bücher zu machen. Das sind natürlich Partner für einen Schriftsteller, die jetzt so langsam verloren gehen. Fragt sich also: Welche neuen Chancen bietet das Netz den Autoren? Zunächst einmal hat natürlich jemand wie Stephen King, der eine global agierende Marke ist, dieselben Möglichkeiten wie Musiker, nämlich sich selbst zu präsentieren und zu vermarkten. 95 Prozent aller Schriftsteller wird das aber nicht gelingen, zumal die Aufmerksamkeitsökonomie des Netzes ganz andere skills erfordert als die klassischen Vertriebsformen, in denen der Verlag Agent des Autors ist.
…
Ist das System denn noch zu retten? Der Börsenverein und die VG Wort machen juristisch Front gegen Google…
Ich glaube nicht, dass das Urheberrecht, wie wir es kennen, noch wird durchgesetzt werden können, sobald man Bücher digital verbreitet. Dieser Systemwechsel, den zur Zeit alle Verlage vollziehen, öffnet zwangsläufig die Büchse der Pandora. Das vielbejubelte Ende des Digital Right Management von Apple zeigt, wohin die Entwicklung geht, und die Literatur wird es noch erheblich schwerer als die Musik haben, einen Rechtschutz der Netzöffentlichkeit zu vermitteln. Schließlich ist bei der Schrift das Verhältnis zur Kopie ja schon seit Erfindung des Buchdrucks prekär und die Vorstellung eines Originals eigentlich gar nicht vorhanden. Das machte ja den Erfolg des Buchdrucks als Medium aus. Ein plausibles neues Modell aber, um die Urheber zu schützen, gibt es nicht - das, was unter dem Stichwort Abonnement oder Flat Rate diskutiert wird, scheint mir doch geradezu zwangsläufig die Entwertung der Inhalte noch zu verstärken.
…«
mehr: buchreport online
Geschrieben in Allgemein | 1 Kommentar »
Rückzugsgefechte 2
12.3.2009 von Helmut von Berg.
Das E-Book erreicht den Massenmarkt
»…
Was die Medien am Massenstart des E-Books noch interessiert, ist natürlich das Medium selbst. Gefragt wird, ob die E-Book-Reader unser Leseverhalten verändern. Ob sie wirklich das versprochene Leseerlebnis bieten … Und es wird gefragt, ob das neue Medium das Schreiben verändert und neue Formen generiert. Die Diskussion um Hypertexte und SMS-Romane hat aber in der Vergangenheit schon gezeigt, dass es sich dabei um Randphänomene der Textproduktion und Literatur handeln wird.
…«
mehr: Boersenblatt.net
Geschrieben in Allgemein | 1 Kommentar »
…if publishers want to retain any control over how their books appear in search results…
5.3.2009 von Helmut von Berg.
THE DOWNLOAD
By Laura Dawson
»… talking about the importance of sub-book-level tagging even without chunking. To my mind, it’s important for amplifying search results in ways that semantic searching simply cannot do. Tagging takes into account the intent of the author and editor - this passage definitively means these things - and no natural-language programming can do that.
Bowerbird’s argument is primarily an economic one, and he makes a very good point. It’s expensive to tag throughout the whole book. Alain brought up the role of the indexer in developing and applying a taxonomy - which Bowerbird found even more expensive, as indexers are highly specialized.
I think these are problems that will migrate to a “good enough” solution as time goes by. Books that require indexer-level expertise will get it; books that can be found without it will get found without it. I do think there’s a “middle way” - where publishers as a group develop a taxonomy that’s more or less an industry standard (even if it’s just a de facto standard). And that taxonomy will help users target explicitly the content they want - content they might not even know is out there when they begin their search.
Why is that so important? Why am I harping on this so much?
In the late 90s, I was working at Barnes & Noble.com, heading up content development efforts for their database. We got most of our book data from our own distribution center, as well as through suppliers like Bowker, Ingram and Baker & Taylor. Publishers were only just beginning to send out data feeds, and all of a sudden we were fielding calls from Very Annoyed Editors (such as Judith Regan) in fits because their books were not appearing correctly on the website.
This reached a critical point in 1999, when the AAP and BISG held a sort of joint summit with publishers, ebook retailers, data suppliers, and anybody else who was interested. I can’t remember where we met, but I do remember the conference table - Fatbrain, Varsity Books, Amazon, B&N, Muze, and reps from S&S, Random House, HarperCollins, Bowker, B&T, Ingram. It was the first time we’d all been in the same room together. A heated conversation that lasted several hours gave birth to what is now ONIX.
What does this have to do with tagging?
The point is that when book content goes horizontal - when third parties are aggregating it - it needs to be standardized. As Google, Amazon, and publishers themselves offer ways of searching the full-text of books, ease of transmitting this data, storing it and displaying it demands that it be standardized. Otherwise, we’re all going to find ourselves in a conference room again, frustrated and annoyed that things aren’t working right.
And if publishers want to retain any control over how their books appear in search results - how their books are discovered and potentially bought (and you’d think they’d want to retain control of at least this much) - they should be very concerned about the metadata around their book content. Not just the bibliographic metadata - which publishers have well in hand –-but the tagging and keywords that describe the content on the chapter level and below.
This effort doesn’t have to be as powerfully expensive as Bowerbird claims - as he says, perfection is a very expensive proposition, and I’m not proposing perfection. And I do, along with Alain, feel that there’s a big role for indexers (and cataloguers) to play. But a new taxonomy that accounts for chapter- level content and below does have to happen. Or publishers cede control of discoverability to those who are not nearly qualified to decide which books are about what.«
(c) Newsletter The Big Picture by Laura Dawson
learn more: LJNDawson.com
Geschrieben in Hintergrund | Keine Kommentare »