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Archive für Februar 2009

Das Jahr des E-Book Hypes

Christian von Zittwitz im Gespräch mit Jürgen Jung 

»…
Sie sagen, das iPhone und iPod touch sind schon heute die E-Book-Reader mit der größten Verbreitung.
Ja, zudem hat Apple Patente zum tablet-computing angemeldet. Apple könnte seinen iPod touch mit einem größeren Display versehen oder einen iPod-Tablet oder Ähnliches auf den Markt bringen und damit sowohl die Netbooks als auch die reinen E-Book-reader angreifen. Dafür spricht auch, dass Apple und Adobe jetzt punktuell als „Adobe-Digital-Editions E-Books mit DRM“ auf iPhone eng zusammenarbeiten…

Was heißt das dann?
Dass der bislang schon über 1 Mio mal downgeloadete Stanza-Reader ab dem zweiten Quartal 09 auch Adobe-drm-geschützte E-Books auf dem iPhone anzeigen können wird.
Im Rechtemanagement des Adobe Contentservers lassen sich u.a. auch die erlaubten Endgeräte zum Lesen des Contents einstellen. So kann ein Benutzer dann auf verschiedenen Endgeräten lesen. Und auf jedem wirkt das Rechtemanagement von Adobe Digital Editions.

Ihr Fazit?
Durch die spätestens seit der Buchmesse 2008 oft hypeartige Berichterstattung über die E-Ink-Reader und E-Books gibt es auch bei der potentiellen Leserschaft eine hohe Sensibilität für dieses Thema. Die Tür ist jetzt offen, aber es kommt jetzt darauf an, dass nicht nur englischsprachige sondern auch übergreifend deutschsprachige E-Books in guter Qualität angeboten werden.
Die Reader-Technologie wird sich rasant weiterentwickeln, aus Mobilphones werden überwiegend universelle Smartphones werden, die Preise der Geräte werden sinken und je nach Lesegewohnheit und Mobilitätsbedürfnis wird der Anwender unter verschiedenen Readern auswählen.
Auf der Grundlage XML-strukturierter Daten können Verlage sowohl Print als auch die E-Medien in einem Produktionsprozess generieren.
Spätestens jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, wo Verlage vielleicht noch bestehende Berührungsängste mit neuen Technologien aufgrund des generierbaren Zusatznutzens beruhigt ablegen können.«

mehr: Buchmarkt online

Opak gerankte Linksammlungen

Google-Herausforderer eyePlorer

»…

Der Schlüssel dafür, da waren sich Hirsch und von Grafenstein sicher, liegt in der Hirnforschung, denn warum nicht die assoziativen Fähigkeiten des Menschen auf Suchmaschinen übertragen? Anbieter wie Google lassen von solchen Ansätzen bislang die Finger. Hier setzt man dafür auf Volltextprogramme, also sprachbegabte Systeme, die letztlich aber, genau wie die Schlagwortsuche, nur zu opak gerankten Linksammlungen führen…

… Im Gegensatz zu ihren Vorgängern ist die Maschine ansatzweise intelligent. Sie findet im Laufe einer Sitzung heraus, worum es dem Benutzer geht, versteht den Zusammenhang von Suche und Inhalt und ist deshalb in der Lage, Empfehlungen auszusprechen.

… Nach diesem Prinzip spült die frei assoziierende Maschine vollautomatisch immer wieder neue Fakten an, um die der Nutzer zwar nicht gebeten hat, die ihn bei seiner Recherche aber möglicherweise unterstützen und die er später - die Maschine ist noch ausbaubedürftig - auch modellieren darf.

… Die Welt ist eine Scheibe oder die Scheibe eben eine Welt, auf der vieles mit vielem zusammenhängt und manches auch mit nichts. Der Vorteil dieser Maschine ist, dass sie in Zukunft Sinn stiften könnte, wo andere nur spröde auf Quellen verweisen.

Was passiert mit unserem Wissen, wenn die Maschine selbst anfängt zu denken? Ralf von Grafenstein macht ein ernstes Gesicht. ›Es ist nicht unser Ansinnen, sie alleinzulassen. Es geht bei uns ja nicht nur darum, zu finden, sondern auch mitzumachen. Die Community ist wichtig. Der Dialog ist beiderseitig.‹

… Auf berührungssensiblen Bildschirmen sollen die Nutzer mit wenigen Handgriffen bald spielerisch Inhalte schaffen und dem System zur Verfügung stellen. So wird aus der Suchmaschine ein Sparringspartner und aus einem Informationsknopf ein Knowledge Nugget.

…«

mehr: FAZ.net

Community First

»…
Seit 1999 wissen wir: Märkte sind Gespräche. Die Menschen reden aber nur mit jenen, denen sie vertrauen. Bei wem das der Fall ist, wird verschiedentlich untersucht. Die Marketing-Beratung Universal McCann hat dies in jüngster Zeit getan. Dort zeigte sich, dass die Menschen vor allem ihrem sozialen Netz, d.h. ihrer Familie, ihren Freunden und ihren Bekannten vertrauen. Selbst die sehr angesehenen der Massenmedien fallen in der Einschätzung von Vertrauenswürdigkeit zurück, da sie auch im Internet lange nur Sender waren und keinen Raum für Kommunikation und Interaktion geboten, also ihren Gesprächspartnern nicht zugehört haben.
Die Medienunternehmen müssen sich daher konsequent für die Kommunikation auf Augenhöhe mit ihrer Zielgruppe öffnen. Schließlich sind sie auf die Menschen angewiesen und diese nicht auf sie. Deshalb müssen sie sich ebenso sehr um das Vertrauen der Menschen bemühen, wie es deren Freunde und Bekannte tun. Die Medienunternehmen müssen sich also ein eigenes Freundesnetz, eine eigene Community aufbauen, wenn sie auch in Zukunft gehört werden wollen. Das ist die Basis und Voraussetzung für das künftige Geschäft.
…«

mehr: buchreport online

»Es gibt noch Nischen«

»2008 ist das Geschäft mit Corporate Publishing um 13,5 Prozent gewachsen. Wie können Fachverlage in Markt punkten? Ein Interview mit Michael Höflich, Geschäftsführer beim Forum Corporate Publishing.

Wo können Fachverlage Fuß fassen?
Höflich: Der Markt verträgt noch neue Anbieter. Es gibt noch viele Wachstumsbereiche, die wenig besetzt sind. Technische Themen generell, insbesondere IT und Maschinenbau sind Felder, die Spezialwissen erfordern. Genau da können sich Fachverlage etablieren.

Ist Zweitverwertung ein Holzweg?
Höflich: Einem Buch nur einen Firmenstempel aufzudrücken oder eine Banderole rumzumachen, wird sicherlich nicht funktionieren. Es kommt auf ein intelligentes Arrangement der Inhalte an. Beispielsweise kann ein Kochbuchverlag mit wenig Aufwand ein Rezeptebuch für regionale Küche zusammenstellen.

Welche Themen werden 2009 wichtig (Mobile, Crossmedia, Internationalisierung)?
Höflich: Crossmedia beschäftigt die ganze Branche. Die Orchestrierung der einzelnen Medieninhalte ist eine zentrale Herausforderung. Die Internationalisierung ist auch ein Thema, aber sehr kundenabhängig. Mobile ist im Moment kein Thema, das ganz oben auf der Agenda steht.
…«

mehr: boersenblatt.net

eAkte für Anwaltskanzleien

»Mit der eAkte bringt AnNoText eine neue webbasierte Kommunikationsplattform auf den Markt. Ab sofort kann [können Anwälte ? - fhvb] rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr immer den aktuellen Stand Ihrer Mandate einsehen, und zwar ganz gleich, wo Sie sich gerade aufhalten.

Die eAkte, eine webbasierte Kommunikationsplattform, ermöglicht [auch ? - fhvb] dem Mandanten durch sein Passwort rund um die Uhr den Zugriff auf Daten seine[r] Akte, die dabei stets auf dem Server der Kanzlei verbleibt. Ob Korrespondenzverlauf, Schriftsätze, Fristen und Termine oder Ansprechpartner: Mit der elektronischen Akte erhält der Mandant auf einen Blick alle relevanten Informationen zum aktuellen Status seines Verfahrens.

›Kundenorientierung hat sich neben fachlicher Kompetenz als wichtiger Erfolgsfaktor einer modernen Kanzlei erwiesen‹, so Morawietz. Ein Anwalt, der mehr Zeit für die zentralen Anliegen seiner Mandanten aufwenden kann, verschaffe sich mit der innovativen AnNoText eAkte einen klaren Vorteil im Wettbewerb.
…«

mehr: Buchmarkt online

»Jedes Buch in 60 Sekunden«

»…
Der Kindle-Store umfasst aktuell mit 230.000 Büchern 140.000 Titel mehr als zum Start, darunter 103 der 110 aktuellen Bestseller der New York Times-Liste, sowie Zeitungen/Zeitschriften wie den New Yorker oder die Frankfurter Allgemeine Zeitung sowie über 1200 Blogs (ursprünglich 250).

Wettbewerb: In einer Abwandlung des ursprünglichen Slogans des Onliners, dem Kunden alles anbieten zu wollen. was dieser im Internet kaufen möchte, kündigte Firmenchef Jeff Bezos an: ›Unsere Vision besteht darin, jedes Buch, das jemals gedruckt wurde, in jeder Sprache binnen 60 Sekunden liefern zu können.‹

Außerdem plant Amazon, künftig elektronische Bücher nicht nur für den Kindle, sondern auch andere Lesegeräte (u.a. Smartphones wie dem iPhone) anzubieten – der Plan wurde zeitlich nicht spezifiziert.

Dies wiederum wäre ein Generalangriff auf Sony und Google – die Suchmaschine plant ebenfalls den Verkauf von E-Books aus dem eigenen Verleger-Programm und bietet bereits die eingescannten gemeinfreien Bücher neuerdings in einer für Mobiltelefone optimierten Version an.

Inhalte: Entscheidend könnte bei diesem sich abzeichnenden, verschärften Wettbewerb das inhaltliche Portfolio sein. Zwar könnte Google sowohl vergriffene bzw. gemeinfreie als auch aktuelle Bücher aus einer Hand anbieten, während Sony in Deutschland vorwiegend Frontlist-Titel offeriert. Demgegenüber umfasst das Kindle-Programm vergleichsweise wenig Backlist-Titel, dafür neben vielen Novitäten auch Abos von Zeitungen sowie Blogs – und exklusive Inhalte.

Laut Bezos haben von den 230.000 Titeln, die Amazon im Print und digital vertreibt, die Kindle-Versionen schon heute einen Umsatzanteil von 10%.
…«

mehr: buchreport.de

Krise bei der New York Times

Comeback des Bezahl-Internets?

»Die Gewinne brechen ein, das Online-Geschäft stagniert: Krise auch bei der New York Times. In seiner Verzweiflung überlegt der Chef, für Online-Inhalte Geld zu verlangen - oder mehr Kunden für E-Lesegeräte zu begeistern…
… Zeit, dachte sich Chefredakteur Michael Keller, die eigenen Leser in einen Dialog über die Zukunft des Blattes einzubinden.
Was Keller dann antwortete, bereitet so manchem Medienmanager nun kräftiges Kopfzerbrechen. …
Das stellt fast alles auf den Kopf, was man, nicht nur in den USA, inzwischen über die Finanzierung von Online-Journalismus zu wissen glaubt…

Besonders aber elektrisierte die Tech-Branche die dritte Möglichkeit, die der NYT-Chef nannte: neue Lesegeräte. Gemeint sind E-Reader wie Amazons Kindle oder der E-Book-Reader von Sony. Man verdiene im Moment einen bescheidenen Betrag damit, eine Download-Version der NYT für Kindle-Besitzer und eine speziell für andere Mobilgeräte aufbereitete Ausgabe namens Times Reader zu verkaufen, sagte Keller. Also bezahlen schon jetzt manche Menschen für die Times online, nur noch nicht genügend. Bis jetzt.

Mit anderen Worten: Es kostet die Times etwa zweimal so viel, die Zeitung ein Jahr lang zu drucken und zu liefern, als es kosten würde, jedem Abonnenten einen brandneuen Kindle zu schenken.

Die Berechnung lässt eine interessante Überlegung offen: Könnte ein Blatt wie die NYT sich nicht auf ähnliche Weise finanzieren wie das Mobilfunkbetreiber heute schon tun? Indem sie ein subventioniertes Gerät fast oder ganz verschenkt, dann aber für die Lieferung der Inhalte eine Gebühr verlangt?
…«

Der sehr lesenswerte Artikel findet sich hier: Spiegel online

Ein Begriff auf dem Rückzug

»Das Lebensgefühl eines Urhebers hat sich verschlechtert. Derjenige, der Inhalte schafft, steht heute weniger hoch im Kurs als derjenige, der Werke anderer im Internet zugänglich macht…
So ist die Verfügungsgewalt über geistiges Eigentum den Eigentümern abhanden gekommen. Ihre Chancen, sie zurückzuerlangen, tendieren gegen Null…
Im Ergebnis blicken wir also auf eine technikgetriebene Demontage von Rechtsbegriffen…«

Aus: editorial | Börsenblatt 6, 2009 – Leider nicht online verfügbar…

Die Herausforderungen annehmen – Die Marktposition sichern

Am 27. April wird in Berlin das Publishers’ Forum 2009 mit Beiträgen von
Bill McCoy, General Manager ePublishing Business, Adobe Systems, USA (How and Why Support EPUB), Evan Schnittman, VP Business Development, Oxford University Press, USA (Digital Marketing with »Agile Content«) und Michael Smith, Executive Director International Digital Publishing Forum IDPF, USA (eBooks: Business Models and Strategy) eröffnet.

Bereits jetzt ist die hohe Teilnehmerzahl des Vorjahres (160) erreicht. Die Veranstalter des vormaligen »Forum Herstellung im Verlag«, arvato systems und Klopotek & Partner, erwarten am 27. und 28. April am Veranstaltungsort Unter den Linden 1 einen neuen Teilnehmerrekord. Es stehen nur noch begrenzt Plätze zur Verfügung.

Im Mittelpunkt der umfangreichen Tagung steht die aktuelle Entwicklung der Verlagsmärkte aus internationaler und nationaler Sicht: Inhalteaufbereitung für divergierende Märkte und zahlreiche praktische Erfahrungen aus erster Hand mit neuen Ansätzen und Geschäftsmodellen prägen das überwiegend deutschsprachige 2-tägige Programm.

Die Abendveranstaltung des ersten Tages führt die Teilnehmer exklusiv ins »Tucher am (Brandenburger) Tor«.

Weitere Informationen und Anmeldeunterlagen unter www.klopotek.de und bei Frau Marlit Junge (m.junge@klopotek.de).

Publishers’ Forum 2009

Welche Maßnahmen können dabei helfen, die eigene Stellung am Verlagsmarkt auch in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit zu halten und noch auszubauen? Die Beiträge und Workshops auf dem Publishers’ Forum am 27. und 28. April 2009 werden hierzu mutige »ideas that work« vorstellen und neue Lösungsansätze diskutieren.

Beim diesjährigen Publishers’ Forum treffen Sie aus den USA Bill McCoy, Digital Publishing Group Adobe, Evan Schnittman, Oxford University Press, Michael Smith, Executive Director International Digital Publishing Forum IDPF, oder Andrew Savikas, O’Reilly; Rob McPherson, Publishing Technology, und Dr. David Worlock, Outsell, aus UK; und aus Deutschland neben vielen anderen auch Vertreter von Universitäten, Vorstände und Geschäftsführer wie Dr. Stephanie Mair-Huydts, MAIRDUMONT; Michael Justus, S. Fischer; Dr. Johann Kempe, hgv; Philipp Roeder, Hörverlag; Clemens Köhler, Hüthig, Jehle, Rehm; Nina Kreutzfeldt, Kreutzfeldt Electronic Publishing; Dr. Frank Sambeth, Random House; Jörg Warmer, Random House; Peter Kraus vom Cleff, Rowohlt; Prof. Dr. Ursula Rautenberg, Universität Erlangen-Nürnberg; Dr. Svenja Hagenhoff, Universität Göttingen; Karola Peppinghaus und Martin Steinbach, Verlagsgruppe Handelsblatt oder Dr. Sven Fund, Walter de Gruyter.

Sie können sich noch anmelden - es stehen noch wenige Plätze zur Verfügung.

mehr bei: helmut-von-berg.de unter aktuell

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