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Archive für Dezember 2008

Bündelung von Anwendungssoftware und Electronic Publishing

Die Haufe Mediengruppe erweitert und bündelt ihre Entwicklungsaktivitäten bei Anwendungssoftware und Electronic Publishing unter einheitlicher Führung und investiert weiter in Webtechnologien und hat dafür einen neuen Chef …

Das Unternehmen erwirtschaftet bereits heute den Hauptanteil seiner Umsätze mit digitalen Produkten und Angeboten.

mehr: buchmarkt.de

Ergebnisse der Klopotek Branchenumfrage 2008

»‚Digitize or Die’: die Mehrheit der Verlage stimmt zu

Mehr als drei Viertel der Teilnehmer gehen davon aus, dass es unumgänglich ist, sich den Erfordernissen der Digitalisierung anzupassen. Die Befragten zeigen dabei ein großes Maß an Bereitschaft, die traditionellen Geschäftsmodelle zu hinterfragen. So meinen 82,5%, dass Content durch den Vertriebskanal Internet aufgewertet wird, und ebenso viele sagen, dass kostenlos angebotene Inhalte eine Grundlage für ein Geschäftsmodell sein können.

…«

mehr: klopotek.de

»Der Kunde will den Bauchladen«

buchreport.express-Interview mit Jörg Pieper aus der Geschäftsleitung der Schweitzer Fachinformationsgruppe

»Muss der Buchhändler zum Content-Broker werden, um zu überleben?

Auch wenn ich es vorziehe, mich weiter als Buchhändler zu bezeichnen: Wir waren eigentlich immer schon Content-Broker. Wir haben auch bisher Inhalte in verschiedenen Medienformen wie Büchern, Loseblatt-Sammlungen, Zeitschriften und seit einiger Zeit zunehmend auch Datenbanken angeboten. Jetzt werden wir immer stärker auch ein Anbieter für eContent-Lösungen, dadurch wird unser Bauchladen größer und umfangreicher…«

mehr: buchreport.express 50, jetzt online

Weise Worte

»…wenn Sie von einer Konferenz kommen, bei der alle das Gleiche sagen, halten Sie das am Ende für richtig. Sind Sie aber verwirrt, müssen Sie nachdenken und eigene Schlussfolgerungen ziehen. So bewirkt die Verwirrung, dass Sie anfangen, Verantwortung zu übernehmen und Ihre eigenen Beschlüsse zu fassen. Verwirrung ist ein sehr kreativer Pozess.«

Jonas Bonnier im Börsenblatt-Interview
börsenblatt 50, nicht online verfügbar

Zögert nicht, handelt!

»…

Damit werden Auflagen in Millionenhöhe erreicht, der japanische Markt wächst rasant und hatte bereits 2006 ein Volumen von zweiundachtzig Millionen Dollar erreicht. Die ›mobile-phone-novels‹ seien ein ›Gottesgeschenk‹ für die geplagten Verlags, hieß es daraufhin im ›Economist‹. Dabei hat die Branche eher Anlaß, die Götter wieder zu fürchten, wenn sie solche Geschenke bringen.

Dass sich ›phone novels‹ hierzulande jemals durchsetzen könnten, dürften die meisten deutschen Verleger für völlig unwahrscheinlich halten. Aber deutsche Verleger konnten sich bis vor wenigen Wochen auch noch nicht vorstellen, dass der vor zehn Jahren als vermeintliche Totgeburt gestartete eBook-Reader, das digitale Lesegerät, das wichtigste Thema des Jahres 2009 für sie werden könnte. Die Buchbranche hat über Jahre in zwei Kernbereichen umgekehrt proportionales Wachstumsverhalten gezeigt: Man hat immer mehr Titel auf den Markt geworfen und immer weniger Phantasie entwickelt. Anders gesagt: Man hat immer mehr gedruckt und immer weniger gedacht.
…«

mehr: faz.net

Die Daten des jungen Werthers

»…
Gestochen scharf steht die Schrift auf dem elektronischen Lesegerät, nichts flimmert, nichts spiegelt, nichts leuchtet. Es ist, als befände sich hinter der mattierten Glasscheibe eine in hoher Qualität bedruckte Papierseite…

Wer aber mitmachen will bei diesem Markt, der muss sich einlassen auf eine Welt, mit der viele Verlage bisher nicht viel zu tun hatten. Ralf Müller, Geschäftsführer des Verlages Droemer-Knaur, hat wenig Berührungsängste. Wenn man ihn von Workflows, Master-Datenbanken und Webcrawlern reden hört, will man kaum noch glauben, dass es um das Kulturgut Buch geht.

Ein Text, viele Formate

Die Bildschirme der E-Ink-Geräte sind unterschiedlich groß, einige davon erlauben es außerdem, Schriftart und -größe zu ändern. ›Die Inhalte müssen aber für alle Geräte passen‹, sagt Johannes Mohn, ›eine Seite ist eben nicht mehr eine Seite.‹ Die Daten müssten medienneutral in zentralen Datenbanken gehalten werden, sagt IT-Experte Röttgen. Nur so könnten sie für jedes denkbare Lesegerät zur Verfügung gestellt werden.
…«

mehr: sueddeutsche.de

»Wir werden für jeden Kanal die passenden Formate liefern …

… aber als Medienunternehmen müssen wir uns auf die Inhalte konzentrieren. Die Wahl der Displaygrößen oder des Mediums ist nicht unsere Hauptaufgabe.«

Jonas Bonnier im Börsenblatt-Interview

»…

Anders als die meisten Konzerne kauft Bonnier Verlage auf, lässt sie aber selbstständig weiter bestehen. Welche Strategie steckt da dahinter?

Das hängt damit zusammen, dass man nicht das spezifische Wissen aller Länder konzentrieren kann. Deswegen ist es wichtig, Personen zu haben, die das jeweilige Geschäft vor Ort kennen und denen ich vertrauen kann. Zudem bin ich der Meinung, dass es nicht nur eine Wahrheit gibt. Es gibt einfach mehrere Möglichkeiten, eine Sache gut zu machen. Daher empfinden wir es keineswegs als Nachteil, Verlage mit vielen eigenen Ideen zu haben.

Planen Sie, Inhalte an Formate wie Mobiltelefone oder E-Book-Reader anzupassen?

Auf jeden Fall. Wir werden für jeden Kanal die passenden Formate liefern. Aber ich bin skeptisch, wenn jemand sagt, dass wir in einigen Jahren 50 Prozent mehr Umsatz mit digitalen Medien machen werden, dann denke ich: Vorsicht! Noch einmal: Als Medienunternehmen müssen wir uns auf die Inhalte konzentrieren. Die Wahl der Displaygrößen oder des Mediums ist nicht unsere Hauptaufgabe. Wir müssen lernen, die Inhalte unabhängig von der Bildschirmgröße zu behandeln.

Glauben Sie, Sie könnten den Nachwuchs von den Bildschirmen zurück zum Papier locken?

Nein. Jeder soll mit dem Medium glücklich werden, das er haben will. Zurzeit stellen wir fest, dass gerade junge Mädchen zwischen 12 und 18 Jahren, und zwar mehr als Jungen und auch alle anderen Altersgruppen, sämtlichen traditionellen Medien den Rücken kehren. Sie lesen weniger Bücher und Zeitschriften und schauen auch immer seltener fern. Einen sehr großen Teil ihrer Freizeit verbringen diese Mädchen in sozialen Netzwerken wie Facebook, My Space und Co. Spannend ist die Frage, was mit diesen Mädchen passiert, wenn sie älter werden: Kommen sie zu den traditionellen Medien zurück oder bleiben sie im Internet? Das sehen wir als Medienunternehmen aber nicht als Problem. Wir beobachten das lediglich und finden die Entwicklung spannend.

mehr: boersenblatt.net

Das iPhone als eBook-Reader

»… Nach dem iPod hat das Unternehmen mit dem iPhone seinen größten Verkaufsschlager. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2007/2008 hat Apple rund 6,9 Millionen iPhones verkauft… Und viele Buchverlage bieten ihre mobilen Inhalte auch fürs iPhone an:

Droemer Knaur hat eine Auswahl seiner Spitzentitel in elektronischer Form u.a. auch fürs iPhone zugänglich gemacht und plant, alle künftigen Novitäten zusätzlich auch als E-Book anzubieten.
Random House hat sich zum Ziel gesetzt, die E-Books aus sämtlichen Verlagen der Gruppe für alle relevanten Plattformen und Lesegeräte anzubieten …«

mehr: buchreport.de

Perspektiven von Publishing

Ein Beitrag von Helmut von Berg, unter dem Titel »Ist der Content richtig organisiert?« veröffentlicht.

»Die Situation der Verlage hat sich in den vergangenen Jahren erheblich verschärft. Sie haben ein Problem mit dem durch große Ketten dominierten Handel, der ihnen die Margen streitig macht. Sie haben ein Problem mit der Herausforderung digitalen Publizierens, weil sie Konzepte brauchen, um Märkte neu oder anders zu adressieren.

Wesentliches Merkmal der Entwicklung ist die Ablösung von Begriffen, die es nicht mehr leisten, die veränderten Verhältnisse richtig und vollständig zu beschreiben.

Die Metapher »print« ist hierfür keine ausreichende Verständnisgrundlage mehr.

… «

mehr: buchreport.magazin Dezember 2008, hier online verfügbar

Was können Sortimenter im Netz…?

»…
Kann man sich … gegen die bekannten Online-Buchhandlungen und die Shops überregionaler Handelsmarken … durchsetzen?

Ein größeres Publikum werden unabhängige Standortbuchhändler wahrscheinlich nicht erreichen, aber das ist auch nicht das Ziel. Es geht zunächst um Kundenbindung, dass sie keinen Kunden an den Online-Buchhandel verlieren … Überregional wird der Buchhändler wohl keine Chance haben, gegen die Portale zu bestehen. Vor Ort kann er sich dagegen mit einem besseren Online-Service sehr wohl von Mitbewerbern absetzen.
…«

mehr: Interview des buchreport.magazin Dezember 2008 mit Ivo Hartz, eScriptum

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