Archive für November 2008

Jetzt schnell loslegen, aber wohin?

»Verleger, hört die Signale, denn Sie haben nur wenig Zeit, um diesen neuen Markt zu gestalten, lautete die Botschaft der Expertenrunde zum Thema E-Book auf der Verlagstagung der (zusammen mit KNO) marktführenden Verlagsauslieferung VVA.

Für Druck sorgte mit Gerhard Blum ein Manager aus der Musikbranche (Sony BMG), die bereits schmerzlich erfahren hat, wie schnell sich physische Medien in digitale Körperlosigkeit auflösen

Dass es ernst wird, ist auch an den Verteilungskämpfen auszumachen und am Dissenz über Grundsatzfragen:

  • Auch die kürzlich vom Branchenparlament mehrheitlich unterstützte neue Börsenvereinspolitik, eine Preisbindung von E-Books ggf. gerichtlich durchzusetzen, wird nicht nur von Wissenschaftsverlagen abgelehnt. VVA-Chef Schierke: Wer meint, eine E-Book-Preisbindung durchsetzen zu müssen, legt tatsächlich die Axt an die Preisbindung.

…«

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Startposition <1%

»… Zwar liegt der Umsatzanteil durch den Vertrieb digitaler Bücher laut Frank Sambeth, in der Chefetage bei Random House Deutschland für Neue Medien zuständig, bei unter 1%. Gleichwohl sind die Hoffnungen der Bertelsmann-Buchmacher offenbar groß, das Geschäft rasch ausweiten zu können. Gestern hat die US-Dependance der Bertelsmann-Buchverlage bekannt gegeben, das Portfolio an E-Books schlagartig aufzustocken.

Zu den aktuell 8200 Titeln sollen in den kommenden Monaten weitere 6000 Titel hinzukommen, und zwar sowohl Sachbücher als auch Belletristik, für Erwachsene und Kinder, aktuelle und Backlist-Titel …

  • Random House UK hat im September den Startschuss ins E-Book-Zeitalter abgefeuert und will bis Ende des Jahres 1000 Titel verfügbar machen.
  • Auch die deutsche Dependance, die ohnehin E-Book-Marktführer sei, wolle die Aktivitäten aufstocken.

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BoD und Tchibo kooperieren

»… Ab dem heutigen Dienstag bietet der Kaffeeröster und Geschenkartikel-Anbieter in seinem Onlineshop Gutscheine für eine Buchveröffentlichung bei der Libri-Tochter Books on Demand zum Preis von 39,90 Euro an. Wie BoD mitteilt, gehören eine Kundenberatung und ein Freiexemplar zum Paket, das bis 6. Januar 2009 angeboten werden soll.

Wie mächtig der Online-Vertriebsarm von Tchibo ist, hat zuletzt die ACTA-Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach gezeigt, nach der tchibo.de mit 5,6 Mio aktiven Kunden auf Platz 3 hinter ebay.de (18 Mio) und amazon.de (13,05 Mio) in Deutschland liegt; buecher.de (1,64 Mio) liegt demnach auf einem hervorragenden 10. Platz.«

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Druck-Verlags-Kooperation per Standard-Software

»Wie BoD mitteilt, wurde zur Bestellungsabwicklung eine elektronische Schnittstelle zwischen de Gruyter, der Rhenus Verlagsauslieferung und BoD eingerichtet, die vollständig in der Standardsoftware von Klopotek & Partner abgebildet wird…

Durch die nahtlose Integration der PoD-fähigenTitel in unsere Verlagssoftware haben wir einen größtmöglichen Komfort beim Bestandsmanagement. Die Backlist-Titel können per Mausklick auf BoD umgestellt und so ohne Auflagenrisiko und Lagerhaltungskosten verfügbar gehalten werden. Damit sichern wir die Vielfalt unseres Programms und daran geknüpfte Umsatzpotenziale, erklärt Christoph Hahne, Chief Operating Officer bei de Gruyter.

BoD-Geschäftsführer Dr. Moritz Hagenmüller sieht in der Abstimmung der Klopotek- Software auf das BoD-System einen weiteren Schritt hin zur standardmäßigen Nutzung von PoD durch Verlage…«

mehr: druckspiegel.de

»Das E-Book ist für uns eine Gelegenheit nachzuweisen, dass der Wert eines Buches aus seinen Inhalten besteht und nicht aus dem, was es kostet, Papier zu bedrucken.«

»Axel Nehen ist Pragmatiker: Zum einen will der Chef des Verlages Addison-Wesley sein Programm als E-Books veröffentlichen, zum anderen hält er den Hype für überzogen. SPIEGEL ONLINE erklärte er, was noch fehlt zum Boom des elektronischen Buches.

SPIEGEL ONLINE: … Fürchten Sie nicht, dass Ihnen der Buchverkauf wegbricht durch solche elektronischen Formate?

Nehen: Wir bieten seit Jahren Downloads an, die auch ihre Kunden finden. Nicht aber in einer Größenordnung, die Rückschlüsse darauf zulassen würde, wie diese Variante den Buchverkauf beeinflusst. Wir rechnen aber auch nicht damit, dass dies in den nächsten Jahren Größenordnungen annehmen wird, die stark spürbar sein werden. Das E-Book ist zurzeit natürlich ein Thema, das sehr heiß gehandelt wird. Aber im Ernst rechnet niemand damit, dass sich der Markt maßgeblich vom Buch zum E-Book verlagern wird.

Nehen: … Das E-Book ist für uns eine Gelegenheit nachzuweisen, dass der Wert eines Buches aus seinen Inhalten besteht und nicht aus dem, was es kostet, Papier zu bedrucken.

SPIEGEL ONLINE: Manche Ihrer Kollegen im belletristischen Bereich befürchten gerade den Untergang des christlichen Abendlandes. Was würden Sie denen raten in Sachen E-Book?

Nehen: Ich würde ihnen sagen, dass sie zusehen sollten, an diesem Untergang möglichst nicht zu partizipieren. Ich glaube, das Abendland hat schon mehr ausgehalten als einen sich andeutenden Medienwechsel. Man muss das alles mit Gelassenheit sehen.

mehr: spiegel.de/

Drei Investoren steigen bei United Maps ein

»Sichtlich hat das Konzept von United Maps überzeugt: Es füllt die ›Löcher zwischen Straßennetzen‹ mit Gebäuden, Fußwegen, Nahverkehrsinformationen und relevanten, qualitätsgesicherten Inhalten und thematischen Informationslayern, wie der frühere CartoTravel Geschäftsführer sagt.

… ›Es ist uns damit gelungen, ein Geschäftsmodell aus dem old business gedruckte Kartografie in einer der heißesten Bereiche der new technology - der Fußgängernavigation auf Handys - zu wandeln. Eine Wandlung, die ja noch in vielen Bereichen des Verlagswesen bevorsteht - ich denke da nur an Lexikon vs. Wikipedia, Wörterbücher vs. Leo und natürlich auch das ganze Thema E-Business und Ebook…‹

United Maps produziert seit November mit derzeit zehn Kartografen, Redakteuren und GIS-Experten; ab April 2009 sind United Maps’ bessere Karten (so Wiedmanns Slogan) für Deutschland verfügbar. Österreich, die Schweiz und weitere 200 europäische Städte folgen ab dem 2. Quartal 2009.« 

mehr: buchmarkt.de

Hindernisparcour

»…

Wolle man am festen Preis für elektronische Bücher festhalten, so werde dies auf lange Sicht die Preisbindung insgesamt ad absurdum führen… «

erläuterte nach einem Börsenblattbericht Walter de Gruyter Geschäftsführer Sven Fund in seinem Diskussionsbeitrag beim Frankfurter Branchenparlament.

mehr: börsenblatt 46

A word about taxonomies

by Laura Dawson


»What follows is an excerpt from the research paper for the StartwithXML project.

Nothing gets me juiced like taxonomies. A good taxonomy is the backbone of your business – it’s how you sort your content. It allows for effective merchandising, effective marketing – you can aim your content with the precision of a pool cue. It allows for inventorying your content – so you know what you have… and what you need. With your content tagged and organized, you know where everything is and how to deploy it.

An important aspect of taxonomy development is scope notes. Terms need definition and clarity around how they’re going to be used. Documenting your taxonomy – what you mean when you say porcelain (collectible china, dental work, household fixtures?)…

An advantage to using XML is that you don’t have to accomplish everything at once, perfectly, from the outset. You will not be able to tag your documents thoroughly right off the bat – who can know everything in advance? The act of tagging is recursive, and depends on market and company needs. XML allows for this flexibility. Depending on how you envision chunking and re-use, you’ll tag your documents differently with each iteration. Unlike the “fire and forget” model, iterative tagging means that your books are living documents.

…«

mehr: LJNDawson.com

Was ist mit Brot und Butter?

Ehrhardt F. Heinold sagt:
Über die digitale Herausforderung wird das Basisgeschäft vernachlässigt.

»Die Digitalisierung der Medien hat Konjunktur, zumindest in der medialen Wahrnehmung. Und wenn ich mir die Programme von Verbandskongressen (ob Deutsche Fachpresse, vdz oder BDZV) oder auch die Fachveranstaltungen auf der Buchmesse ansehe, wird dort fast nur noch über die digitale Zukunft gesprochen. Der Eindruck: Print war gestern, das können wir, das lassen wir (aus-)laufen.
Tatsächlich führt die Digitalisierung und der Zuwachs an Medienkanälen zu der zentralen Fragestellung: Welche Funktion werden Verlage in einer Welt haben, in der durch die digitale Revolution das Medien- und Kommunikationsverhalten radikal verändert wird?

Verlage haben längst auf die Herausforderung einer veränderten Mediennutzung reagiert, oft mit beachtlichem Erfolg…

Für ihre Internetaktivitäten nehmen Verlage oft viel Geld in die Hand, schließlich geht es hier um die Zukunftssicherung. Doch was, so muss gefragt werden, wird mit dem Brot-und-Butter-Geschäft? Gedruckte Medien sind und bleiben schließlich bis auf Weiteres das Basisgeschäft. Nach meiner Einschätzung dürften die meisten Verlage – mit Ausnahmen im Wissenschaftsbereich – immer noch mehr als 90% ihres Umsatzes in klassischen Geschäftsfeldern erwirtschaften.

Zukunft für Print?

… Egal in welchem Medienformat: Ich glaube, dass Verlage einfach wieder einen besseren Job machen müssen als in den Jahren ohne Internetkonkurrenz. Sie müssen, betriebswirtschaftlich gesprochen, ihre Wertschöpfung erhöhen und damit genau das Gegenteil machen von dem, was manchmal durch ein rigides Kostenmanagement verordnet wird: Einsparung in Redaktion, Design oder Ausstattung. Der Abdruck von Pressemeldungen oder die nicht vertiefende Aufarbeitung von Themen, die längst im Fernsehen oder auf Internetportalen behandelt worden sind, führt nicht weiter. Verlagsprodukte müssen ein hochwertiges Medienerlebnis bleiben.

…«

mehr: buchreport.de

US eBook sales statistics

for September 2008 have been released from the Association of American Publishers (AAP) who collects these statistics in conjunction with the IDPF.
Trade eBook sales were $5,100,000 for September 2008, a 77.8% increase over September 2007. Calendar Year to Date Revenue is up 55.2%.

Q3 of 2008 is the first quarter to top $12,000,000 and final number was in fact $13,900,000. Just a reminder these are wholesale revenues reported from 13 participating Trade Publishers. The statistics, historical data and information about the numbers can be viewed at: idpf.org/dic_library

learn more: idpf.org