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- 20.8.2010: The Web Is Dead? A Debate
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Archive für September 2008
Schluss mit dem Kästchen-Denken!
30.9.2008 von Helmut von Berg.
»…
Gibt es da nicht auch ein Problem für den klassischen Vertrieb?
… Wenn man etwas mühelos per Internet kaufen kann, heben sich hier alle Grenzen auf. Verhindern kann man das nicht. Die Frage ist nur: Wo und an welchen Stellen können wir einen Mehrwert erzeugen und Formen kreieren, die eine Existenzberechtigung von Verlag und Buchhandel rechtfertigen?
…
Warum, das gilt vor allem für die Bellestristik, packen die Verlage die E-Books nicht einfach hinten in die Printausgabe mit rein – egal, ob als Freischaltcode, mit USB—Stick oder auf welch anderem Speicher –, und kalkulieren das in den Buchpreis ein …«
mehr: Buchmarkt Oktober 2008, nicht online zugänglich
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Preisgebundene E-Books
30.9.2008 von Helmut von Berg.
»E-Books, die einem gedruckten Buch im Wesentlichen entsprechen, sind preisgebunden. Diese Ansicht legt der Börsenverein bei der Auslegung des Preisbindungsgesetzes zu Grunde. Das setze zwar keine vollständige Identität der Inhalte voraus, so der Verband, schließe aber beispielsweise die Preisbindungspflicht im Handel mit einzelnen Buchkapiteln aus.
Für die Verlage heißt das: Sie müssen E-Books im Sinne des Gesetzes preisbinden. Im Zweifelsfall wird der Börsenverein über Musterverfahren die Preisbindung bei E-Books gerichtlich durchsetzen. ›E-Books sind eine große Chance für den Buchmarkt, denn sie erweitern das Spektrum der Lese- und Arbeitsmöglichkeiten mit Büchern‹, so Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins. ›Deshalb ist es wichtig, den Umgang mit elektronischen Inhalten klar zu definieren.‹ Nicht als E-Book im Sinne des Buchpreisbindungsgesetzes zu verstehen seien beispielsweise Zugriffsberechtigungen auf Online-Datenbanken, Mehrfachnutzungen von Inhalten in Netzwerken und die Online-Nutzung von vernetztem Content. Der Vorstand des Börsenvereins hat die ›Stellungnahme zur Preisbindung von E-Books‹ erarbeitet, um seinen Mitgliedern Orientierung beim Umgang mit immer stärker nachgefragtem elektronischen Content zu geben. Unbestritten war dabei, dass E-Books preisgebunden sind, definiert werden musste allerdings, was in diesem Kontext unter einem E-Book genau zu verstehen ist.
…«
mehr: boersenblatt.net
zur Diskussion: boersenblatt.net
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Neues muss uns einfallen
27.9.2008 von Helmut von Berg.
Börsenblatt-Interview mit Klaus G. Saur über die Zukunft seiner Zunft
»…
Börsenblatt: Unter welchen Bedingungen haben Wissenschaftsverlage dennoch eine Zukunft?
Saur: Sie haben Zukunft, wenn Verlage sich erstens weiter spezialisieren auf ihren Gebieten; zweitens optimal dazukaufen; drittens ihre gesamten Programme komplett elektronisch zur Verfügung stellen; viertens ständig nach neuen Vertriebswegen Ausschau halten; und fünftens innovativ wirken und neue Produkte entwickeln, von denen heute womöglich noch niemand etwas ahnt.
…«
mehr: Börsenblatt 39-2008, S. 18 ff.
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Warum Pferde gut riechen und Zeitungen so schön rascheln
19.9.2008 von Helmut von Berg.
»Mit einer neuen Generation von elektronischem Papier ist das Schicksal der gedruckten Tageszeitungen besiegelt, glaubt turi2-Chef Peter Turi. Wer jetzt noch glaubt, Zeitungen würden sich wegen des haptischen Vergnügens halten, der müsste eigentlich mit der Pferdekutsche zur Arbeit fahren, weil Pferde so gut riechen.
Manchmal irrt sogar der reichste Mann der Welt: ›Spätestens 1995 werden die Zeitungen ausgestorben sein‹, soll ein noch ziemlich junger Bill Gates einmal gesagt haben. Jedenfalls wird der Microsoft-Gründer noch heute gern zitiert mit diesem Spruch - auf Zeitungskongressen von Zeitungsmachern als Beweis für die Absurdität des Gedankens, Nachrichten und Hintergründe könnten jemals auf Bildschirmen statt auf bedrucktem Papier zu den Lesern kommen. Eines allerdings verkennen beide Seiten, Gates und Gates-Gegner: Technologische Entwicklungen werden in ihren kurzfristigen Auswirkungen meistens überschätzt, langfristig jedoch unterschätzt.
Machen wir uns nichts vor: Aktuelle Informationen und Hintergründe werden in Zukunft digital auf Bildschirmen zu uns kommen. Ganz egal, auf welcher Art von Bildschirm wir es lesen - Nachrichten auf Papier sind mausetot. Und nicht erst langfristig, sondern schon sehr mittelfristig. Das Internet ist der Wissensspeicher der Menschheit, der mobile Zugriff darauf macht einen Großteil der heutigen Papiermedien überflüssig.
…
Trotzdem gibt es eine Zukunft für Druck-Sachen, wenn auch nicht für die Tageszeitungen. Sie liegt in der Entdeckung der Langsamkeit.
…«
mehr: turi2
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THE DOWNLOAD
16.9.2008 von Helmut von Berg.
»At the End Times, Start With XML
By Industry Consultant, Laura Dawson
Sunday’s New York Magazine contained a long feature entitled The End of the Book Business…
It’s so clear that the usual models aren’t working – and no one has successfully come up with a new model for mainstream publishers. Niche publishers are doing fine – those who specialize in a few subject areas – but those whose models are a-little-of-this-a-little-of-that-plus-bestsellers… those are the publishers who have to rethink the way they are doing things.
As I’ve been saying for a long time, books aren’t just books anymore. Content is re-usable – on mobile devices, in ebooks, in large-print formats, in other print books. How do publishers take advantage of this? How do they organize their workflow to make sense of this?
These are not small questions. They don’t have easy answers.
But if a publisher does not have the answer to these questions, that publisher will fail.
Yes, it is that simple. Publishing is not about printing books anymore. It’s turning into something different.
…«
more: THE BIG PICTURE newsletter from Laura Dawson
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Wolters Kluwer übernimmt Addison
16.9.2008 von Helmut von Berg.
»Der Wissens- und Informationsdienstleister Wolters Kluwer Deutschland (Köln) hat eine Vereinbarung über die Übernahme des Softwareanbieters Addison Software und Service (Ludwigsburg) getroffen.
›Mit dem Erwerb von Addison schaffen wir ein umfassendes Angebot für die wachsende Zielgruppe des integrierten Anwalts- und Steuerbüros und ergänzen die Lösungen unseres Tochterunternehmens AnNoText um wichtige Module‹, erläuterte Ulrich Hermann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Wolters Kluwer Germany Holding, die Übernahme…«
mehr: boersenblatt.net
siehe auch: buchreport online
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Medienkonvergenz auf gutem Weg
14.9.2008 von Helmut von Berg.
»Geringe Kenntnisse und fehlende Vermittlung der Vorteile konvergenter Produkte sind noch deutliche Barrieren bei der Verschmelzung von klassischen Medien, Internet und Telekommunikationsservices
Konvergente Services steigern laut aktuellem TNS CONVERGENCE MONITOR 2008 ihre Akzeptanz in der Bevölkerung. Noch bis vor einiger Zeit waren intensive Internetnutzer eher seltene Fernsehzuschauer und umgekehrt. Das schließt sich nun zunehmend nicht mehr aus: Knapp 70 Prozent derjenigen, die über zwei Stunden täglich das Internet nutzen (=33 Prozent der 14- bis 64-Jährigen), sehen zusätzlich mehr als zwei Stunden am Tag fern. Auch die Inhalte dieser beiden Medien und ihre Nutzung vermischen sich zusehends: Aktuelle Nachrichten und Informationen ›lesen‹ 48 Prozent im Internet, Videos, Videopodcasts und Clips werden von 27 Prozent über das Internet gesehen, Webradio und Podcasts „hören“ 15 Prozent online.
…
›Triple Play‹, also das Komplettpaket aus Fernsehen, Telefon und Internetbreitbandanschluss, nutzen drei Prozent der 14- bis 64-jährigen Bundesbürger. Weitere 14 Prozent zeigen Kaufbereitschaft. Insgesamt 35 Prozent der 14- bis 64-Jährigen sehen durch das beschriebene Angebot ihre Bedürfnisse bezüglich Fernsehen, Internet und Telefon vollständig oder weitgehend erfüllt und sind damit für ›Triple Play‹-Angebote offen und erreichbar.
…
Das Handy ist einer der Vorreiter für Konvergenz. Die mobilen Telefongeräte vereinen immer mehr Funktionen, die früher nur mit separaten Endgeräten möglich waren. Dass diese Funktionen auch intensiv genutzt werden, belegt der TNS CONVERGENCE MONITOR: Funktionen wie das Fotografieren werden von 56 Prozent genutzt, 27 Prozent hören mit dem Handy Musik, 18 Prozent machen von der E-Mail-Funktion Gebrauch und zwölf Prozent nutzen mobil das Internet. Die Idee des Fernsehens mit dem Handy stößt allerdings in der Bevölkerung noch auf große Skepsis. Nur 1,6 Prozent der 14- bis 64-Jährigen zeigen hierfür überhaupt ein Kaufinteresse. Viele können sich TV auf dem kleinen Display ihres Handys kaum vorstellen. Häufig werden der generelle Nutzen angezweifelt und die Kosten gescheut. Der von TNS erstellte Involvement Index für Handy-TV - gebildet aus Bekanntheit, Informationssuche und Kaufbereitschaft - ist sogar im Vergleich zum Vorjahr rückläufig…«
mehr: TNS-Infratest
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Dell verkauft seine Fabriken
14.9.2008 von Helmut von Berg.
»Der mit Schwierigkeiten kämpfende amerikanische Computerkonzern Dell steht vor einer radikalen Änderung seines Geschäftsmodells: Nach einem Bericht des „Wall Street Journal“ will sich das Unternehmen aus der Fertigung von Computern verabschieden und seine Werke auf der ganzen Welt verkaufen…
Ein gewaltiger Einschnitt
Gerade im Fall Dell galt aber die eigene Produktion immer als integraler Bestandteil der Strategie. Das ganz auf Effizienz und niedrige Kosten ausgerichtete Produktions- und Vertriebsmodell wurde in der Branche lange als entscheidender Wettbewerbsvorteil von Dell gesehen. Das Unternehmen baut Computer traditionell nach den Vorgaben von Kunden, die ihre Bestellung über das Internet abgeben, und die Rechner werden direkt ausgeliefert. Mit dieser Strategie wurde Dell zum Weltmarktführer im Computergeschäft.
Allerdings hat Dell in den vergangenen Jahren an Boden verloren. Vor allem Hewlett-Packard hat aufgeholt. Der Wettbewerber hat mit Restrukturierungen seine Kostennachteile wettgemacht und Dell die Marktführerschaft abgenommen. Dell hat Anfang vergangenen Jahres mit einem Führungswechsel durchgegriffen und den Gründer Michael Dell wieder auf den Vorstandsvorsitz berufen.
Radikale Veränderungen
Seither hat Dell schon einige radikale Veränderungen angestoßen und dabei mit alten Grundsätzen gebrochen …
mehr: faz.net
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Web-Dienste für Handys
14.9.2008 von Helmut von Berg.
Nokias Online-Attacke
»Handys sind längst mobile Mini-PCs. Sie sammeln Adressen, Termine, Filme, Fotos, Musik und mehr. Eine neue Version von Nokias Web-Dienst Ovi soll helfen, diese Daten zu verwalten, zu sichern und zu tauschen - aber ganz auf seine eigenen Fähigkeiten mag sich der Konzern nicht verlassen.
Mit dem erweiterten Dienst Ovi tritt der Handy-Weltmarktführer in direkte Konkurrenz zu Microsoft und Apple. Beide versuchen seit einiger Zeit, Anwender für ihre Online-Dienste zu begeistern. Microsoft mit Windows Live, das in erster Linie Online-Angebote zusammenfasst, die es ohnehin schon gibt. Apple mit MobileMe, dem bisher als .mac bekannten Online-Service, der jüngst umbenannt, um ein paar neue Funktionen erweitert wurde - und mit erheblichen Anlaufproblemen zu kämpfen hatte.
…
Was man sich dann auf den Computer holt, ist letztlich eine komplette Programmsammlung zum Verwalten aller Daten, die man auf seinem Nokia-Handy so mit sich herumträgt. Für Anwender der Nokia-Navigationssoftware Maps geradezu unverzichtbar ist beispielsweise der Nokia Map Loader. Der lädt Nokia-Kartenmaterial über den Internet-Anschluss des PCs auf das Handy, was nicht nur Zeit, sondern vor allem Geld spart. Wer diese Möglichkeit nicht nutzt, muss die Karten über die Online-Verbindung des Handys laden, was ohne Daten-Flatrate und vor allem im Ausland ein teurer Spaß werden kann, denn hier kommen schnell etliche Megabyte zusammen.
…
Was Nokia der Konkurrenz voraus hat, ist zumindest der Dienst “Files on Ovi”. Über den bekommt man via Internet Zugriff auf den heimischen PC und dessen Datenbestände. Wer sich fragt, wofür man das am Handy gebrauchen soll, sei beruhigt: Files on Ovi ist auch von einem PC oder Mac aus nutzbar - quasi als Fernsteuerung für den Heimrechner.
Zusätzlich gibt es einen Online-Speicher für Digitalfotos, den Nokia ohne mengenmäßige Limitierung anbietet. Natürlich fehlt hier auch der Gemeinschaftgedanke nicht: Wer mag, kann einen Fotochannel einrichten, über den Freunde stets die neuesten Bilder zu sehen bekommen.
…«
mehr: Spiegel online
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»Appelle sind wirkungslos«
13.9.2008 von Helmut von Berg.
»Am Montag trifft sich in Frankfurt die Arbeitsgemeinschaft Piraterie zu einer Update-Veranstaltung (Wie der Börsenverein mitteilt, sind bei der Veranstaltung noch Plätze frei). Einer der Referenten ist der Münchner Rechtsanwalt Björn Frommer. buchreport sprach mit ihm über die Probleme im Kampf gegen illegale Downloads.
Wie groß ist der Schaden für Buch- und Hörbuchverlage durch illegale Downloads?
Wir müssen davon ausgehen, dass er immens ist. Bei einzelnen Werken stellen wir fest, dass die Verbreitung auf illegalem Wege annähernd deckungsgleich ist mit der legalen Verbreitung. Bei manchen Hörbüchern ist die Zahl illegaler Downloads sogar deutlich höher als die regulärer Verkäufe.
…«
mehr: buchreport
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