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- 24.8.2010: »Durch das Internet kenne ich meine Leser«
- 23.8.2010: Kunden erreichen, die der Buchhandel nicht kennt
- 20.8.2010: The Web Is Dead? A Debate
- 20.8.2010: The Web Is Dead. Long Live the Internet
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Archive für Juli 2008
»Deutschland gilt nicht als Innovationsträger«
30.7.2008 von Helmut von Berg.
Große Comic-Verlage und Medienkonzerne treiben die Digitalisierung der bislang vorwiegend gedruckten bunten Bilder voran und suchen nach neuen Vertriebswegen im Internet … Im Interview beschreibt Joachim Kaps, Chef der deutschen Dependance des japanischen Mangaverlags Tokyopop, die Herausforderungen der Branche im Internetzeitalter.
Verlage und Medienkonzerne wie Marvel und Disney sowie Comic-Größen wie Spider-Man-Erfinder Stan Lee wollen das Internet als digitalen Vertriebskanal für das Medium Comic erschließen. Wie schätzen Sie die Chancen ein?
Nach allen Daten, die bislang aus den USA und vor allem den asiatischen Ländern vorliegen, spricht derzeit einiges dafür, dass das Internet eher eine Plattform für das Marketing und den Onlineverkauf der gedruckten Bücher bleiben wird. Die Nutzer haben sich einfach viel zu sehr daran gewöhnt, dass man im Web alles umsonst bekommt, diese Haltung wird sich nicht so leicht wieder verändern lassen.
Ganz anders sieht die Perspektive für digitale Comics auf dem Handy, E-Book-Readern oder für den Buchmarkt ganz neue Plattformen wie dem Nintendo DS oder der Wii aus. Handy-Manga sind in Asien bereits eine feste Grüße, der Sony-Reader wurde in den USA in einer Teilauflage vom Start weg mit Tokyopop-Manga bestückt, und die vier größten japanischen Manga-Verlage haben gerade ein Joint Venture ins Leben gerufen, um die Nintendo-Geräte als Plattform zu nutzen. Hier sehen wir derzeit vertrieblich die größten Chancen für die Zukunft.
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mehr: buchreport online
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»Die Zeit des reinen Päckchenpackens ist vorbei«
23.7.2008 von Helmut von Berg.
»Der Strukturwandel der Branche stellt hohe Anforderungen an die Logistik und die Innovationskraft der Verlagsauslieferungen. KNO VA-Chef Oliver Voerster gibt im Interview mit boersenblatt.net Auskunft über die Ansprüche seiner Kunden, über Chancen und Grenzen von Bündelungsangeboten und über neue, nicht-buchhändlerische Geschäftsfelder.
Welche Hauptforderungen stellen heute die Verlagskunden?
Voerster: Die Hauptforderungen unserer Verlagskunden gehen heute weit über unsere ursprüngliche logistische Kernkompetenz hinaus. Verlage erwarten beispielsweise Unterstützung in ihrer Vertriebsarbeit, bei den Herstellungsprozessen, in der betriebswirtschaftlichen Beratung und bei der Analyse von Kennzahlen. Die Zeit des reinen Päckchenpackens ist längst vorbei, die Qualität und Leistungsfähigkeit eines Auslieferungsunternehmens entscheidet heute sehr stark mit über den wirtschaftlichen Erfolg eines Verlags…
…
Wie wichtig sind vor diesem Hintergrund neue, nicht-buchhändlerische Geschäftsfelder?
Voerster: Wir wissen, dass sich unsere logistischen Dienstleistungen und unsere Qualität im Vergleich mit denen unserer Wettbewerber nicht verstecken müssen, und wir wissen auch, dass unsere logistischen Dienstleistungen in der Medienbranche den logistischen Konzepten in anderen Branchen überlegen sind. Deshalb war es für uns sinnvoll, nach benachbarten Feldern Ausschau zu halten. Wir sind dabei auf ein breites Interesse anderer Branchen an unserer logistischen Kompetenz aus der Buchbranche gestoßen und haben uns deshalb vor einiger Zeit entschlossen, Dienstleistungen auch für branchenfremde Kunden anzubieten…
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mehr: boersenblatt.net
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Herstellung: Standardprozesse, Voraussetzung von Prozesskontrolle
21.7.2008 von Helmut von Berg.
»Es wird für Verlage von Tag zu Tag wichtiger, auf kürzestem Weg vom Content zum Produkt kommen zu können. Produkte müssen immer schneller produziert werden. Hersteller können in Zukunft nicht mehr mit monatelangem Vorlauf anfangen zu arbeiten, wenn der Content des Verlags nicht mehr nur in Halbjahres-Programme verpackt zum Verkauf angeboten werden muss. Auf dem letztjährigen Forum Herstellung haben wir das „months to minutes shift“ genannt. Wenn in absehbarer Zeit Content, der soeben online gefunden wurde, unmittelbar Nachfrage nach sich zieht, besteht für den Verlag die dringende Notwendigkeit, über die Organisation von Workflow nachzudenken, der diese Nachfrage sicher zu bedienen geeignet ist.
…«
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Druck im Buchhandel
18.7.2008 von Helmut von Berg.
Im britischen Buchhandel startet eine technische Innovation: Wie die „FAZ“ berichtet, können die Briten demnächst in den Filialen der Buchhandelskette Blackwells Book-on-demand-Bücher selbst ausdrucken. „Der Kunde gibt einen Titel in die ,Espresso Book Machine’ ein, und innerhalb weniger Minuten bekommt er ein fertiges gebundenes Produkt von Bibliotheksqualität“, schildert die „FAZ“ das Verfahren.
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mehr: buchreport online
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Auslaufmodell
17.7.2008 von Helmut von Berg.
Das Internet kassiert den herkömmlichen Rundfunk: Thesen zu einer neuen Medienpolitik
»… Die Kampfvokabel ‘Elektronische Presse’, von Zeitungs- und Zeitschriftenverlegern ins Feld geführt, klingt nicht nur wie ein Gerät aus der Schnellreinigung, sie hat auch mit der Wirklichkeit der elektronischen Kommunikation nichts zu tun.. Das Internet ist nicht einfach ein zusätzliches Medium. Es deutet alle anderen (Massen-)Medien um, definiert deren Form und publizistische Wirkung neu und bindet sie an den beschleunigten weltweiten Handel an…
Es gibt keine Instanzen, von denen man klare Ansagen erhält, kaum Politiker oder Unternehmer, die für spannende intellektuell-strategische Entwürfe stehen. … 1968 schrieb der kanadische Kommunikations- und Literaturwissenschaftler Marshall McLuhan in seinem Buch Krieg und Frieden im globalen Dorf: ‘Es wird bald unmöglich sein, einen aufgeweckten Menschen dazu zu bringen, eine hohe Stellung in der Politik oder im Geschäftsleben anzunehmen, denn die Staffelungen der alten Organisations- vorstellungen beginnen so bedeutungslos und überholt auszusehen wie die Berechnungen eines mittelalterlichen Astrologen’.
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mehr: Süddeutsche Zeitung Nr. 165 v. 17. Juli 2008, Rubrik Medien (leider nicht online)
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Ausgelagert
17.7.2008 von Helmut von Berg.
Die Berliner Zeitung will offenbar die Produktion mehrerer Seiten an externe Dienstleister auslagern…
mehr: Süddeutsche Zeitung Nr. 165 v. 17. Juli 2008, Rubrik Medien (leider nicht online)
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BoD druckt mit der Espresso Book Machine
17.7.2008 von Helmut von Berg.
Wie BoD meldet, sollen über die Espresso Book Machine sämtliche BoD-Titel sowie Titel von Lightning Source Inc. vertrieben werden. Andere mit BoD kooperierende Verlage werden ihre Inhalte ebenfalls für die EBM bereitstellen. Die EBM produziert handelsübliche Taschenbücher auf Bestellung innerhalb weniger Minuten am Point of Sale.
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Dane Neller, CEO von On Demand Books, sagt über die zukünftige Vertriebs- und Marketingkooperation mit BoD im deutschsprachigen Raum: “Mit mehr als 70.000 digital vorliegenden Titeln bietet BoD ein bedeutendes Content-Volumen, das mit der Espresso Book Machine direkt zum Kunden gebracht werden kann.” Neben BoD wird Lightning Source eine zentrale Rolle bei der Bereitstellung von Inhalten für diesen Markt spielen.
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Gefangen in der auditiven Zweiklassen-Gesellschaft
16.7.2008 von Helmut von Berg.
Daniel Lenz auf buchreport online:
»…
Stationärer Handel verliert
Zwar betonen besonders die Strategen von Audible immer wieder, dass die gesamte Hörbuchbranche vom zunehmenden Verkehr auf der Online-Schiene profitiere. Die Zahlen sprechen jedoch eine andere Sprache:
Stationärer Handel: Laut GfK liegt die Schnittmenge zwischen Käufern von Download- und CD- zw. Kassette-Hörbüchern bei nur 2%, was ebenfalls die Diagnose der Zweiklassen-Gesellschaft belegt – die Märkte entwickeln sich getrennt, nach eigenen Regeln.
Portale: Nicht nur zwischen Online und Offline, sondern selbst innerhalb der digitalen Fraktion gibt es eine große Kluft. Zwar ist die Zahl der Portale in den vergangenen Jahren auf rund 30 in die Höhe geschnellt, Jahr für Jahr kommen neue Portale hinzu wie zuletzt die Weltbild-Tochter jokers-audio.de; nennenswerte Umsätze verzeichnen davon jedoch nicht viel mehr als eine Handvoll (unter ihnen claudio.de, iTunes, soforthoeren.de, libri.de und musicload). „Im Endeffekt wird es zwei oder drei Anbieter geben, die sich durchsetzen“, versichert Random House Audio-Chef Karl-Heinz Pütz.
…
Situation auf Dauerbaustellen verschärft
Vor dem Hintergrund der immer deutlicher hervortretenden Zweiklassen-Gesellschaft und dem Siegeszug von Audible/Amazon könnte sich die Situation auf den Dauerbaustellen der Hörbuchbranche in den kommenden Monaten verschärfen:
Kopierschutz: Während der Trend in der Musikindustrie eindeutig zur Liberalisierung des E-Vertriebs geht und auch erste Verlage wie Random House Audio (USA) langsam umdenken, hält Marktführer Audible noch am eigenen DRM-geschützten Format fest. Mit einem guten Grund: Solange das alternative MP3-Format dem Hörer nicht ermöglicht, in den stundenlangen Hörbüchern Kapitelmarken zu setzen, bietet das Audible-Format trotz der für viele Kunden mitunter nervigen Registrierungspflicht Vorteile.
…«
mehr: buchreport online
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»Verlegerische Kompetenz muss dringend aktualisiert werden«
16.7.2008 von Helmut von Berg.
Das buchreport-Interview mit Isaac van Deelen, geschäftsführender Gesellschafter der Strategieberatung TIMElabs, jetzt auch online.
»…
PriceWaterhouseCoopers prognostiziert in einer soeben veröffentlichten Studie, dass der Umsatz mit digitaler Literatur und Lehrbüchern zwar in den nächsten fünf Jahren um 38% steigen wird, der Umsatzanteil aber bei 5% stagniert. Ist das nicht Wasser auf die Mühlen der Verleger, die Printprodukte auch künftig für das Rückgrat ihrer Kalkulationen halten?
Natürlich wäre es dumm, stabile Umsätze ohne Not preiszugeben. Wichtig ist jedoch, dass die Branche erkennt, wie schnell sich Märkte heute komplett verändern können. Außerdem kann gar nicht oft genug darauf hingewiesen werden, wie eng die gesamte Medienbranche inzwischen verzahnt ist. Verlage, die sich als reine Buchverlage positionieren wollen, sind ein Auslaufmodell. Die Digitalisierung hat dazu geführt, dass Print, Film, Musik etc. auf einer einzigen Plattform zusammenlaufen. Jeder kennt heute die Hockeystick-Kurve. Trotzdem fällt es den meisten schwer, sich vorzustellen, dass ein über Zeitalter hinweg stabiler Markt in kürzester Zeit zusammenbrechen kann. Schauen Sie auf die Musikindustrie, schauen Sie auf Apple, einen Computerhersteller, der mit dem Vertrieb ausschließlich digitaler Contents in wenigen Jahren zum drittgrößten Musikanbieter der USA aufsteigen konnte.
…«
mehr: buchreport online
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Lauter kleine Testballons
13.7.2008 von Helmut von Berg.
»Inhalte allein können im Online-Businessnicht viel bewegen. Das Angebot muss auch punktgenau beim Nutzer landen, Gleichgesinnte zusammenbringen. Wie Verlage und Dienstleister Anschluss an die großen interaktiven Plattformen suchen.
… keiner weiß wirklich, wie die Internetwelt in ein paar Jahren aussieht, und in welcher Reihe dann die Wissenschafts-, Fach- und Publikumsverlage ihre Plätze einnehmen. Gewiss ist nur, dass sich die Prozesse weiter beschleunigen und der Zeitdruck steigt, um Erfolg versprechende Geschäftsmodelle im Internet zu etablieren. Daran ließ auch das diesjährige Gipfeltreffen der Verlagshersteller keinen Zweifel, zu dem Klopotek & Partner uns Arvato Systems kürzlich nach Berlin geladen hatten…«
mehr: Börsenblatt Nr. 28, vom 10. 7. 2008
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