Archive für Juni 2008

Blackwell brews up Espresso

Blackwell is introducing an on-demand printer the Espresso Book Machine to its 60-store chain after signing an agreement with US owner On Demand Books.
The deal makes Blackwell the first UK retailer to install the EBM. The academic chain will trial the machine from this autumn at a yet-to-be-determined launch site, and will then roll it out across its stores. It is also looking at possible international retail sites and library supply for the machine.
Blackwell c.e.o. Vince Gunn described the technology, the brainchild of former Random House US editorial director Jason Epstein, as “trailblazing and pioneering”. He added: “From a retailer’s point of view, even allowing for the first–generation technology and publisher challenges, this is a fantastic opportunity—sell to demand with no risk to inventory and an opportunity to create incremental revenue streams for ourselves and publishers.”

The machine, which On Demand describes as an “ATM for books”, prints, binds and trims paperback books with four-colour covers, on demand and at point of sale. Version 1.5 prints around 40 pages a minute and is 9 ft long and 5 ft high and deep. Version 2.0, due for a fourth-quarter release, is smaller and prints at more than double the speed. Blackwell is likely to launch with the 1.5, but move up to the 2.0.

New consumer research from The Bookseller into the reading habits of 1,000 adults found that 30% liked the idea of being able to get out-of- stock books printed while they wait in a shop.

more theBookseller.com

NWB und Haufe präsentieren gemeinsame Online- Komplettlösung

Ein IFRS-Kommentar, eine Praktikerzeitschrift für IFRS-Anwender, ein renommiertes Herausgeberteam und dazu zwei bekannte Fachverlage mit langjähriger Kompetenz im Rechnungswesen: Aus diesen Elementen ist nun ein neues Informationssystem zu den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (International Financial Reporting Standards = IFRS) entstanden…

Der Clou des neuen Online-Produkts: Die Inhalte werden nicht einfach nebeneinander gestellt, sondern sind durchgehend miteinander verlinkt. So findet der Nutzer alle Kommentare und Fachbeiträge auf einen Blick. Und das mit allen Vorteilen, die ein Online-Medium bietet: schnell, gut recherchierbar, immer aktuell und überall verfügbar…

mehr Buchmarkt.online 

Parallel neue Geschäftsmodelle entwickeln

Aus einem Bericht zur AkR-Tagung in Stuttgart

Einen Weg in die Zukunft weisen: Das war das Ziel der Veranstaltung. Es ging darum, Ratgeberverlagen die Augen für neue Marktchancen zu öffnen, für Alternativen zum Hier und Heute. Bevor es jedoch um konkrete Ideen und Geschäftsmodelle ging, bat der Organisator Matthias Ulmer (Ulmer Verlag) am Montag Nachmittag einen Mann aufs Podium, der mit seinen unbequemen Thesen zur Zukunft der Medien schon bei vielen Bauchschmerzen ausgelöst hat: Daniel Tschentscher.

„Schon heute bedroht die Digitalisierung alle Stufen der verlegerischen Wertschöpfung“, sagte er – und empfahl: „Stellen Sie sich darauf ein: Informationen verlieren an Wert. Im Internet gibt es sie in Hülle und Fülle – und zwar kostenlos.“ Paid Content tauge nicht als Geschäftsmodell, selbst eBooks seien keine echte Alternative, sondern nur eine Option unter vielen. Und nun? „Es gibt keinen Königsweg“, stellte Tschentscher klar. „Geschäftsmodelle für die digitale Welt müssen individuell entwickelt werden.“ Was Verlage in erster Linie brauchen würden, seien deshalb Leute, die die Technologie verstehen und kreativ damit umgehen können. „Fangen Sie besser heute an als morgen“, so Tschentscher. „Es geht nicht über Nacht und sicher auch nicht, ohne dafür Lehrgeld bezahlen zu müssen.“…

mehr boersenblatt.net

»Wir müssen rasch umdenken«

Springer Business Media Neue Strukturen, Online-Publishing, Internationalisierung:
Georg Ralle über den Umbauprozess im Professional-Segment der Gruppe

»…

Auf jeden Fall werden wir aber im gesamten Geschäftsfeld Business Media rasant unsere Online-Kapazitäten erweitern – nicht nur in der Medizin

… Hat das Internet den Printmedien den Rang abgelaufen?
Wenn ich mir unsere Geschäftsmodelle ansehe, dann zeichnet sich darin ein klarer Paradigmenwechsel ab. Das Thema Online ist längst integraler Bestandteil der Produkte geworden. Wer heute eine medizinische Zeitschrift bei Springer abonniert, erhält nicht nur zwölf Printausgaben pro Jahr, sondern zugleich die digitale Version des Journals sowie eine Suchmaschine, mit der er alle Jahrgänge der Titels durchsuchen kann …
Bei wichtigen Zeitschriften sind zusätzlich im Online-Auftritt Tools wie eine Videothek oder das Online-Medizinerlexikon von Springer mitenthalten. Die Kunden bekommen also ein multimediales Premium-Paket, das alle Möglichkeiten es Online-Publishing sinnvoll nutzt.

Nimmt die Bedeutung des Buchgeschäfts – speziell in der Medizin ab?
Nein, generell nicht. Etwas anders sieht es im Lehrbuchmarkt aus: Dort haben wir es nicht nur mit starken Konkurrenten wie Thieme oder Elsevier zu tun, sondern mit einem veränderten Kaufverhalten und einer Veröffentlichungspraxis im Internet, die für die Verlage eine große Herausforderung ist … Es ist durchaus vorstellbar, dass sich ein Medizinstudent in drei jahren auf dem Lehrbuch-Server von Springer einloggt und sich Kapitel aus Büchern, Zeitschriften oder Examensskripte zusammenstellen kann.

Ist Print-on-Demand für Sie ebenfalls ein wichtiges Thema?
Wir haben gerade für die gesamte Verlagsgruppe das Projekt Global Printing Network mit Stationen in Europa, Asien und Amerika gestartet, das es uns ermöglicht, Kunden das Buch ihrer Wahl – aus insgesamt 35.000 lieferbaren Titeln – innerhalb von 48 Stunden zu drucken und zu liefern.

Ein traditionell strukturierter Verlag, wie Springer es früher war, wäre heute in dieser Form nicht mehr wettbewerbsfähig. Allein die Herausforderungen des Online-Publishing verschlingen so viel Ressourcen, dass Sie dies nur in einem international aufgestellten Konzern professionell realisieren können.

mehr Börsenblatt 25 v. 19. Juni 2008

Medienkompetenz und Kundenansprache

Im Forum Zukunft des Börsenvereins … ging es … um den Erwerb von Medienkompetenz und die Herausforderungen der Neuen Medien für die Branche und ihre Player.

Stefan Aufenanger, Professor an der Universität Mainz, sprach von Medienkompetenz als einer wichtigen Bildungsaufgabe … An die Buchbranche formulierte Aufenanger die klare Aufforderung, sich den [gemeint ist wohl “der”] neuen Medienentwicklungen anzunehmen.

In der anschließenden Podiumsdiskussion ging es darum, wie weit Verleger und Buchhändler in Sachen Web 2.0 im Vergleich zu ihren Kunden eigentlich sind.

Miriam Hofheinz (ehemals Pabel Moewig, jetzt libri.de) meinte dazu: “Verlage und Buchhändler müssen mit ihren Kunden Schritt halten. Vor Jahren reichte ein gewöhnliches Gehen, heute müssen sie ihre Laufschuhe anziehen.” …

Wieland Giebel, Berlin Story, stellte ganz selbstbewusst fest: … Jedes Buch, das bei Berlin Story erscheint, hat eine eigene Homepage … Wichtig sei es für Verlage und Buchhändler außerdem, nicht mehr in Formaten sondern in Themen zu denken …

Auf die Frage, ob wir denn schon bereit seien für all diese neuen Medienentwicklungen antwortete Aufenanger: “Wir lernen relativ schnell mit der Technik umzugehen. Aber wir müssen auch nach den Stärken und Schwächen der neuen Technologien fragen und die sozialen Aspekte beachten.”

mehr börsenblatt.net 

Über Content abstrakt denken lernen

In seinem Schlusswort zum Forum Herstellung im Verlag 2008 fasste Helmut von Berg zehn Punkte zusammen, zu denen das 5. Forum Herstellung Ergebnisse geliefert, aber gleichzeitig auch neue Fragen aufgeworfen hat:

1. Die Verlagswelt ist in Unruhe und Bewegung, aber es ist noch nicht entschieden, in welche Richtung und mit welcher Qualität sie sich entwickeln wird.

2. Es gibt Möglichkeiten für neue Geschäftsmodelle. Alle an der Wertschöpfungskette Beteiligten müssen aber abstrahieren lernen, um nicht gedanklich an alten Konzepten und Modellen kleben zu bleiben.

3. Um den Schritt in neue Geschäftsmodelle zu wagen, müssen Hindernisse im Denken überwunden werden. Content wird nicht entwertet, wenn er kostenfrei eingesetzt wird, sondern möglicherweise nur anders verwertet, als wir heute denken, z.B. durch das (bezahlte) Umfeld, in dem er genutzt wird. Die Vertreter großer Unternehmen, aber auch diejenigen von innovativen Startups, die anwesend waren, haben ihre Phantasie für neue Geschäftsmodelle gezeigt. Deren Mut fehlt manchmal traditionellen Verlagen noch. Außerdem erfordert dies, darüber nachzudenken, wo in Zukunft „das Kassenhäuschen“ aufgestellt sein wird.

4. In den Präsentationen wurden einige Begriffe wiederholt gebraucht, die die Herausforderungen und möglichen Lösungen treffend beschreiben.

  • „Automatisierung“: Nur in diese zu investieren kann sicherstellen, dass der Kunde auch in Zukunft sein Produkt schnell so erhält, wie er es will.
  • “Contextualization“: Wenn man mit Content kein Geld verdienen kann, dann unter Umständen mit der Umgebung, in die man ihn stellt.
  • „Kenne deinen Kunden“: Es ist nötig, mehr Informationen über die Bedürfnisse der Kunden zu erhalten.
  • „Metadaten“: Wie kann man Inhalte besser findbar machen? Suchen ist dabei nur das eine, es kommt auch darauf an, den Content mit den Augen des Kunden zu sehen und zu bewerten – das macht Finden erst möglich.
  • „Ich will Werbung“: Wenn die Information gut und zielgerichtet ist, stört sie nicht, sondern bereichert.

5. Der Kunde – und nicht mehr der Verlag – soll entscheiden, wie das Produkt aussieht. Um dies zu ermöglichen, sollte die Branche eher überlegen, wie sie einen „Information Workflow“ organisieren kann, statt wie sich ein „Production Workflow“ optimieren lässt, an dessen Ende ein fertiges Produkt steht. Agility – Beweglichkeit, Gewandtheit – und Transparenz sind wichtige Faktoren für die Kundenzufriedenheit. Dabei muss die Komplexität im Umgang mit dem Kunden reduziert werden. Das sichert Qualität und senkt gleichzeitig die Kosten.

6. „To outsource non-core activities“ ist ein Weg, der die Konzentration auf das Kerngeschäft erleichtert. Das eigene Denken kann man aber nicht einfach outsourcen, denn damit würde man als Verlag den Kern dessen aufgeben, was das eigene Geschäftsmodell und den eigenen Erfolg ausmacht.

7. „To think ,e’ first“ sagt sich leicht, ist aber schwierig umzusetzen – und sind wir dazu überhaupt schon in der Lage? Denken wir nicht zu sehr noch in den veralteten Termini unserer Branche?

8. „To slice and dice content“ klingt ebenfalls gut und griffig, allerdings wissen viele Verlage derzeit nicht, was passiert, wenn sie mit den losen Teilen ihres Contents anfangen zu ,würfeln’. Das kann man nur wagen, wenn man zuvor seine Möglichkeiten wirklich durchdacht und seine Prozesse auf seine Geschäftsziele hin optimiert hat.

9. Kontrollieren und prüfen ist ein Imperativ, der für viele Bereiche gilt. Prüfe dein Geschäftsmodell und überlege, wie lange es in dieser Form noch trägt. Control your workflow, control distribution.

10. Es ist wichtig zu lernen, abstrakt zu denken, um uns von althergebrachten Begriffen zu lösen. Content wird in Zukunft – und das drängt sich als Verdacht förmlich auf – nur mehr eine Ressource sein, wie Drucken oder HTML, und nicht mehr der Kern unseres Geschäftes. Bücher können noch im Mittelpunkt des Verkaufens stehen, aber sie können und dürfen nicht länger im Mittelpunkt des Denkens stehen. Deshalb müssen wir vor allem eines: über Content abstrakt denken lernen.

mehr from editorial to market 2008

MairDumont und i5invest starten Reiseführer 2.0

»…
Tripwolf soll Reisenden die Möglichkeit bieten, sich vor einer Reise mit ein paar Klicks einen persönlichen Reiseführer zur Destination ihrer Wahl zusammenzustellen und auszudrucken – gespeist aus den Tipps von Freunden und Bekannten sowie den Empfehlungen von ‘Tripgurus’ vor Ort.

Ausgangsbasis dafür bilden die Inhalte der MairDumont-Gruppe und deren Marken Marco Polo, DuMont und Falk. User Generated Content sowie Inhalte aus externen Quellen … «

mehr Buchmarkt online

iPhone initiiert einen neuen Markt

Droemer Knaur bietet ab sofort Spitzentitel zum Downloaden an

»Ab sofort können über 50 Titel aus dem Droemer Knaur Programm als PDFs aus dem Netz geladen werden. Der Verlag hat dafür unter www.knaur-ebook.de eine eigene Webseite eingerichtet ist damit wohl der erste deutscher Publikumsverlag, der eBooks im Programm hat.

Die mobilen Buchinhalte sind auf allen aktuell erhältlichen Geräten jederzeit abrufbar: PC, Laptop, Smartphone, PDA, Handy oder iPhone. Ab Herbst 2008 plant Droemer Knaur alle künftigen Novitäten zusätzlich auch als eBook anzubieten…«

mehr Buchmarkt online

Rekordumsätze mit Downloads

»Die Deutschen finden Geschmack am bezahlten Downloaden: Der IT-Branchenverband Bitkom meldet, dass die Zahl der kostenpflichtigen Downloads im ersten Quartal 2008 auf zwölf Millionen gestiegen ist – ein Drittel mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahrs.
Die Downloads beziehen sich auf Musik, Hörbücher, Videos, Spiele oder Software. Die Zahl von zwölf Millionen zeigt den stetig wachsenden Markt für Downloads aus dem Internet. Bereits 2007 konnten die Anbieter sehr zufrieden sein: Sie steigerten ihren Umsatz im Vergleich zu 2006 um 32 Prozent auf 173 Millionen Euro.
…«

mehr: boersenblatt.net

Es wird so etwas wie den iPod für Bücher geben

Dieter Gorny, Vorsitzender des Vorstands des Bundesverbandes der Musikindustrie, im Interview mit dem Börsenblatt:

»…
Das Thema Digitalisierung beschäftigt auch die Buchbranche. Welche Rolle spielt sie hier?

Gorny: Die Entwicklung im Musikbereich wird sicher auch zeitverzögert die Buchbranche erfassen. Selbst wenn die Digitalisierung nicht so schnell voranschreitet wie oft prognostiziert, wird es eines Tages ein ähnlich erfolgreiches Produkt wie den iPod auch für Bücher geben. Trotz vieler Versuche existieren bisher allerdings kaum erfolgreiche Ansätze, wie der stationäre Buchhandel am E-Commerce partizipieren kann. Aber hier mag es in Zukunft technische Entwicklungen geben, die neue Möglichkeiten eröffnen.«

mehr: Börsenblatt 24 vom 12. Juni 2008