Archiv der Kategorie dies&das

Der Fluch des Events

Duisburg und die Love-Parade

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… Der Furor raumgreifender Öffentlichkeit entfaltet sich ebenfalls nicht zufällig jetzt: Öffentlichkeit ist das Wesen der Internet-Ära - und zugleich ist die Virtualität nicht in der Lage, die Sehnsucht nach realer gesellschaftlicher Begegnung und Teilhabe, mag sie einem auch noch so abstrus erscheinen, zu stillen. …
…«

mehr: sueddeutsche.de

Geben wir dem Zufall eine Chance

Unser berechnetes Dasein
Das Leben im Internet kann so schön sein. So schön und berechenbar, wenn wir uns nach Algorithmen richten. Doch wir entwickeln uns nicht weiter und geben unsere Freiheit auf.
Von Miriam Meckel

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Diese Beispiele zeigen, wie neuere Entwicklungen im Netz menschliches Ermessen und die evolutionsgeschichtlich wichtige Einflussgröße Zufall schrumpfen lassen. Und damit reduzieren sie Freiheitsgrade. Es gibt Freiheit nur um den Preis der Unberechenbarkeit. Der Mensch ist nicht deterministisch. Er ist ein hochkomplexes biologisches, psychisches und soziales System, das noch kein Algorithmus hat kopieren können. Das macht ihn übrigens als Gattung und als Individuum so interessant. Er ist unberechenbar und damit für die Freiheit geeignet. Beim Computer dürfen wir da durchaus Zweifel haben.«

mehr: faz.net

Du kannst dich nicht mehr verstecken

»Am 2. März entscheidet das Bundesverfassungsgericht (BVG) in einem Grundsatzurteil darüber, inwieweit die Speicherung von Daten aus Internet- und Telefonverbindungen zulässig ist. Die Vorlage der obigen Grafik, erstellt vom Chaos Computer Club, liegt dem BVG vor. Sie weist anhand eines Beispiels auf die Gefahren der Vorratsdatenspeicherung hin und zeigt eine Verkehrsdatenanalyse, die auf einer echten Zellabdeckungskarte von Berlin beruht sowie auf simulierten, realitätsnahen Verbindungsdaten einer fiktiven Anne Mustermann.

Mit dem Aufkommen von Rechenmaschinen und Computern wurden aufwendige statistische Auswertungen möglich. … Die Auswertung, wer wann mit wem kommuniziert hat, wurde wichtiger, sie entwickelte sich zum zentralen Werkzeug der Kommunikationsüberwachung. … Mit der Verkehrsdatenanalyse aber wird vorgefiltert, um interessante Anschlüsse zu identifizieren. Auf diese richtet sich dann die Aufmerksamkeit der Lauscher.Wer mit wem wie lange telefoniertDer nächste Schub kam mit der vollständigen Digitalisierung der Telefonnetze. … Bits hinterlassen bei ihrer Bewegung zahlreiche Spuren. …

Diese Spuren, gemeinhin Verkehrsdaten genannt, sind es, die seit Januar 2008 im Rahmen der Vorratsdatenspeicherung für sechs Monate gespeichert werden. …

Die Fäden im Spinnennetz

Die Fäden im Spinnennetz sind Pfeile, welche die Kommunikationsrichtung zwischen den Knoten aufzeigen. Im nächsten Schritt wird die Anzahl der Anrufe, E-Mails und SMS gezählt, die zwischen der Zielperson und jedem einzelnen Kommunikationspartner ausgetauscht wird. Je häufiger der Kontakt, desto breiter die Spinnenfäden. …

Gruppenstrukturen werden leicht erkennbar
Aus den Kommunikationsbeziehungen lassen sich nun weitreichende Schlüsse ziehen. …

Wie der typische Informationsfluss innerhalb eines sozialen Gefüges abläuft, lässt sich automatisiert an der zeitlichen Abfolge von Gesprächen ersehen. … Auch ohne Kenntnis der Gesprächs- oder Nachrichteninhalte - die nur durch Hineinhören zu erlangen wäre - lässt sich allein aus dem zeitlichen Kontext und der Reihenfolge des Kommunikationsflusses eine hohe Informationsgüte extrahieren, nahezu vollautomatisch.

Auch wenn sich das Verfassungsgericht zu einer signifikanten Kappung der Speicherung der Verkehrsdaten durchringen kann, steht es vor der schweren Aufgabe, zu definieren, was die Kriterien und Grenzen sind, nach denen eine Auswertung von ohne Anlass gespeicherten Verkehrs- und anderen Daten grundrechtskonform stattfinden darf. Letztlich wird es die Frage beantworten müssen, welchen Schutz das Individuum vor den Dämonen der technischen Machbarkeit im Digitalzeitalter hat.

mehr: faz.net

Jetzt kommt Bewegung in den Pudding

Wissenswertes zu aktuellen Corporate Apps…

Praktische Vorschläge zum Einsatz der Produkte von Dr. Oetker in Verbindung mit regelmäßigen Rezept-Updates…

mehr: cpwissen.de

Bahn-Bestseller auf iPhone und iPod touch

»Der Verlag Herder bringt zusammen mit dem Berliner Unternehmen textunes den Bestseller Senk ju vor träwelling als E-Book + Audiobook für das iPhone und iPod touch auf den Markt.
…«

mehr: buchmarkt.de

Auf Tour mit Potus und Flotus

Im Obama-Land gibt es keine Reisepässe, die ehernen Gesetze der Luftfahrt sind außer Kraft - und wer braucht schon ein Visum? Unterwegs mit dem US-Präsidenten, alias Potus, lernt der Begleiter eine neue Welt kennen. Ein etwas anderer Reisebericht von Gabor Steingart.

mehr: spiegel.de

»Wer blickt noch durch?«

Anekdoten sind manchmal höchst unterhaltsam zu lesen - auch wenn sie nicht weiterhelfen.

Und einen betrüblichen Kern haben sie in diesem Fall leider auch.

Dank an buchmarkt.de für den Link zum Tagesspiegel.

Dinge geregelt kriegen…

Wo Volltextsuche die Grätsche macht
Eine Kundin sucht ein Gesundheitsbuch und beschreibt
es mit den folgenden Worten: „Dann weiß ich, wenn’s mich
vorne kneift – dass es mich hinten zwickt“.

Mehr: buechereck-vellmar

Webseiten für Buchhändler
»Ein neues Angebot schließt die Lücke zwischen den Standard-Shops der Barsortimenter und aufwendigen Eigenentwicklungen. Das von zwei Verlagen finanzierte Konzept ist »serienreif« - und kostenlos.
…«

Mehr 1: Buchmarkt Magazin April 2009, leider nicht online verfügbar
Mehr 2:  aks-webprojekt

Dinge geregelt kriegen…
Eine sehenswerte Marketingidee

Mehr: rowohlt.de

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Books Unbound

»Here’s a literary parable for the 21st century. Lisa Genova, 38, was a health-care-industry consultant in Belmont, Mass., who wanted to be a novelist, but she couldn’t get her book published for love or money. She had a Ph.D. in neuroscience from Harvard, but she couldn’t get an agent. “I did what you’re supposed to do,” she says. “I queried literary agents. I went to writers’ conferences and tried to network. I e-mailed editors. Nobody wanted it.” So Genova paid $450 to a company called iUniverse and published her book, Still Alice, herself.

That was in 2007. By 2008 people were reading Still Alice. Not a lot of people, but a few, and those few were liking it. Genova wound up getting an agent after all–and an offer from Simon & Schuster of just over half a million dollars. Borders and Target chose it for their book clubs. Barnes & Noble made it a Discover pick. On Jan. 25, Still Alice will make its debut on the New York Times best-seller list at No. 5. “So this is extreme to extreme, right?” Genova says. “This time last year, I was selling the book out of the trunk of my car.”

Something has changed, and it’s not just the contents of Lisa Genova’s trunk. We think of the novel as a transcendent, timeless thing, but it was shaped by the forces of money and technology just as much as by creative genius. Passing over a few classical and Far Eastern entries, the novel in its modern form really got rolling only in the early 18th century. This wasn’t an accident, and it didn’t happen because a bunch of writers like Defoe and Richardson and Fielding suddenly decided we should be reading long books about imaginary people. It happened as a result of an unprecedented configuration of financial and technological circumstances. New industrial printing techniques meant you could print lots of books cheaply; a modern capitalist marketplace had evolved in which you could sell them; and for the first time there was a large, increasingly literate, relatively well-off urban middle class to buy and read them. Once those conditions were in place, writers like Defoe and Richardson showed up to take advantage of them.

Fast-forward to the early 21st century: the publishing industry is in distress. Publishing houses–among them Simon & Schuster, Macmillan, HarperCollins, Doubleday and Houghton Mifflin Harcourt–are laying off staff left and right. Random House is in the midst of a drastic reorganization. Salaries are frozen across the industry. Whispers of bankruptcy are fluttering around Borders; Barnes & Noble just cut 100 jobs at its headquarters, a measure unprecedented in the company’s history. Publishers Weekly (PW) predicts that 2009 will be “the worst year for publishing in decades.”
A lot of headlines and blogs to the contrary, publishing isn’t dying. But it is evolving, and so radically that we may hardly recognize it when it’s done. Literature interprets the world, but it’s also shaped by that world, and we’re living through one of the greatest economic and technological transformations since–well, since the early 18th century. The novel won’t stay the same: it has always been exquisitely sensitive to newness, hence the name. It’s about to renew itself again, into something cheaper, wilder, trashier, more democratic and more deliriously fertile than ever.

…«

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E-Motion in Medien

Variante im AkR Eröffnungsbeitrag in Stuttgart.
Womöglich war der (ausgedruckte) Tagungstitel E-Medien in Motion (zu) lange in Bewegung…

Demgegenüber war der im Tagungsverlauf geäußerte Satz »Es gibt zwar ein Geschäftsmodell, nur weiß keiner genau, wo.« schon fast ein Geflügeltes Wort.

nachgereicht mit Verspätung und ohne ein »mehr«