Archiv der Kategorie Allgemein

Mehr für weniger

Daniel Lenz über die Solopfade der Autoren im Internet

»Mit Seth Godin hat sich ein weiterer hochkarätiger Autor in die Schlange derjenigen eingereiht, die ihrem Verlag den Rücken kehren, um auf eigene Faust die digitale Welt zu erkunden. Doch zumindest in Deutschland ist mittelfristig nicht mit einem Exodus der Autoren zu rechnen. Langfristig ist die Entwicklung jedoch für Verlage, die ihr traditionelles Dienstleistungsspektrum nicht weiterentwickeln, gefährlich.

Ein Blick auf die Autoren, die zumindest teilweise die Bindung zu ihrem Print-Verlag gelöst haben, zeigt, dass in erster Linie die extrem marketing- oder onlineaffinen Autoren den Solo-Weg gehen. …
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mehr: buchreport.de

Books of the world, stand up and be counted! All 129,864,880 of you.

Posted by Leonid Taycher, software engineer

When you are part of a company that is trying to digitize all the books in the world, the first question you often get is: “Just how many books are out there?”

Well, it all depends on what exactly you mean by a ›book‹. We’re not going to count what library scientists call ›works‹ …

One definition of a book we find helpful inside Google when handling book metadata is a ›tome‹, an idealized bound volume …

Our definition is very close to what ISBNs (International Standard Book Numbers) are supposed to represent, so why can’t we just count those? …

The other reason we can’t rely on ISBNs alone is that ever since they became an accepted standard, they have been used in non-standard ways …

What about other well-known identifiers, for example those assigned by Library of Congress (Library of Congress Control Numbers) or OCLC (WorldCat accession numbers)? Rather than identifying books, these identify records that describe bibliographic entities …

So what does Google do? …

Does this mean that there are 600 million unique books in the world? Hardly …

So after all is said and done, how many clusters does our algorithm come up with? The answer changes every time the computation is performed, as we accumulate more data and fine-tune the algorithm. The current number is around 210 million.

Is that a final number of books in the world? Not quite …

Counting only things that are printed and bound, we arrive at about 146 million. This is our best answer today. It will change as we get more data and become more adept at interpreting what we already have.Our handling of serials is still imperfect …

After we exclude serials, we can finally count all the books in the world. There are 129,864,880 of them. At least until Sunday.

more: booksearch.blogspot.com

Belastungstest der Ketten

Thomas Wilking über die Konzepte der FilialistenDas Buchgeschäft bewegt sich wieder einmal auf die Stromschnellen in der ewig fließenden Reimweisheit Handel ist Wandel zu. Nach dem Strukturwandel der Nuller-Jahre des 21. Jahrhunderts mit der starken Filialisierung zu Lasten des Standortbuchhandels und dem Ausbau von Großflächen steht jetzt die Zukunft der Kettenkonzepte und ihr Wechselspiel mit dem Online-Buchhandel im Mittelpunkt.

Dieses Dilemma sieht auch der amerikanische Literaturagent und Provokateur Andrew Wylie … Das Geschäftsmodell der großen Ketten, sagt Wylie, werde dagegen nicht aufgehen, weil die großen Flächen in den 1a-Lagen zu teuer sind für die Mischkalkulation aus aktuellen Schnell drehern und der Backlist-Büchertapete, die für den Anspruch eines großen Buchhauses wichtig ist, aber unrentabel.
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mehr: buchreport.de

Digitalisierung und neue Berufsbilder

Bernd Zanetti im Sonntagsgespräch des Buchmarkt 

Die Digitalisierung der Buchbranche führt zu veränderten Anforderungen an Verlagsmitarbeiter und zu neuen Berufsbildern. Klassische Arbeitsaufteilungen greifen heutzutage zu kurz. Bernd Zanetti , Geschäftsführer der Akademie des Deutschen Buchhandels, erläutert im Sonntagsgespräch, wo Verlage sich neu orientieren müssen und können.

buchmarkt.de: Es war einmal, da bearbeitete ein Verlag Manuskripte und machte ein Buch daraus, der Buchhändler kaufte es ein und brachte es an den Endkunden. Die Zeiten, in denen es sich damit hat, sind wohl vorbei…

Bernd Zanetti: Ja, das denke ich auch. Es entstehen neue Verwertungsketten. Theoretisch bräuchte mancher Autor keinen Verlag mehr – man denke nur an Jamie Oliver, dem es auch ohne Verlag gelang, mit seiner Marke Apps zu produzieren und zu vermarkten. … Man sollte sich außerdem immer wieder die Frage stellen: Welche Rolle spielt das gedruckte Buch, welche das E-Book, und in welchen Bereichen wird es wie schnell eine zumindest partielle Substitution geben? Und umgekehrt: Welche Rückwirkungen hat die Entwicklung auf das gedruckte Buch? Das Nachdenken über Inhalte und deren Darbietung ist unverzichtbar.

Buchhändler wiederum müssen sich die Frage stellen, welche Rolle sie zukünftig spielen, wenn sich der Vertrieb zunehmend digitalisiert. Schaffen sie es, auch im digitalen Bereich Kunden an sich zu binden? Auch bei den Endgeräten gibt es Chancen für den stationären Handel. Die Buchhändler sollten sich in diesem Markt entsprechend auskennen…
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mehr: buchmarkt.de

Permanent im Fluss

Rainer Uebelhöde über belastete Branchenbeziehungen

»… Keiner weiß, wohin die Digitalisierung die Branche tatsächlich führen wird. Unstrittig ist, dass es für den stationären Handel auf der E-Book-Bühne keine tragende Rolle gibt.

… Der stationäre Buchhandel ist aufgefordert, perspektivisch ein neues Selbstverständnis zu finden, weil die Grenzen dessen verwischen, was man gemeinhin mit „Buch“ bezeichnet. …

… Neu zu verhandeln sind auch die Regeln im Spiel zwischen Verlagen und Autoren, denn auch die Verlage müssen ihr eigenes Selbstverständnis einer digitalisierten Buchwelt anpassen, …«

mehr: buchreport.de

An Amazon-Facebook Alliance

»…
When shoppers connect their Amazon and Facebook accounts, they see their Facebook profile photo on Amazon’s site. They also see which of their Facebook friends have upcoming birthdays, and receive gift suggestions based on the music, books and movies those friends have said they like on Facebook and on their Amazon wish lists. At the same time, they see recommendations on what to buy for themselves, based on what their friends like.
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more: bits.blogs.nytimes.com

Bertelsmann und Holtzbrinck planen Vertriebsplattform für E-Books

»Die Bertelsmann AG und die Georg von Holtzbrinck GmbH & Co. KG planen ein neues Joint Venture im Bereich digitaler Publikationen.

Beide Konzerne beabsichtigen, eine Online-Vertriebsplattform für E-Books zu errichten. Dabei soll es vorwiegend um deutschsprachige Publikationen gehen. Das Gemeinschaftsunternehmen soll nicht nur die Verlagsprodukte der beiden Partner, sondern auch Produkte Dritter vertreiben. …«

mehr: boersenblatt.net

Das muss man sich zwischendurch mal klarmachen

»Wieso die Digitalisierung den Verband verändert. Weshalb das Buch als Medium immer wichtiger wird. Warum gute Inhalte nicht aus Wolken fallen: Börsenvereins-Hauptgeschäftsführer Alexander Skipis im Interview.

Die Buchbranche verändert sich in hohem Tempo – die Themen der Buchtage haben das gerade erst widergespiegelt. Was bedeutet dieser Wandel für einen Verband, der beansprucht, die gesamte Branche zu repräsentieren?
Der Veränderungsprozess, den unsere Branche durchlebt, den sie zugleich aber selbst gestaltet, ist der Digitalisierung geschuldet. Er wird auch den Verband verändern. Wir wissen allerdings noch nicht, in welchem Umfang die Digitalisierung in unseren Handelsstufen marktgängig nutzbar gemacht werden kann. Sicher ist: Es wird neue Player geben. Die Wertschöpfungskette wird sich verändern. Völlig neue Produkte werden wir ebenso sehen wie Bücher mit neuen digitalen Möglichkeiten des Gebrauchs. Auch die Bedürfnisse der Endkunden werden sich weiterentwickeln. Wir werden mit Nachfragen zu tun bekommen, die wir noch gar nicht kennen. Und die politische Arbeit wird uns mehr als bisher herausfordern.

Was verstehen Sie unter neuen Playern?
Wir haben heute schon Dienstleister, die näher an uns heranrücken, ich denke an Adobe, Microsoft, Apple. Die Außengrenze der Branche wird durchlässiger. …

Die ›Fremden‹ kommen womöglich nicht alle in freundlicher Absicht.
Darum geht es nicht. Der Leser entscheidet, welches Angebot er annimmt. Hier punktet der Bessere. Auch wenn es sich bei den neuen Playern also um Konkurrenten der bestehenden Marktteilnehmer handelt, werden wir als Verband auf sie zugehen.

Manche Mitglieder haben den Eindruck, alle Welt redet nur noch von Digitalisierung, und jetzt auch ihr Börsenverein. Dabei werden immer noch ein paar physische Bücher verkauft …
Ja, hier äußert sich zu Recht ein gewisses Unbehagen. Bei aller Beschäftigung mit diesem zentralen Zukunftsthema: Wir müssen Augenmaß bewahren. Keiner kann heute sagen, wie sich der Markt in den nächsten Jahren entwickeln wird. Da ist viel Übertreibung, überzogene Geschwindigkeit und zum Teil auch Hysterie im Spiel.

Auch mangelndes Selbstbewusstsein einer Branche, die gelegentlich als traditionsverhaftet kritisiert wird?
Es handelt sich bei der Digitalisierung um einen technischen Fortschritt, nicht um einen inhaltlichen. Das muss man sich zwischendurch mal klarmachen. Wir sind Inhalts- und Vertriebsspezialisten, davon verstehen wir etwas. Das heißt: Unsere Kompetenzen und Stärken werden nun nicht obsolet, sondern im Gegenteil, sie werden mehr denn je gefordert und nachgefragt.
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mehr: boersenblatt.net

Apple hat 3 Mio iPads verkauft – und kontrolliert bald Reader-Markt?

»… der Erfolg des Apple-Tablet könnte das Interesse der Deutschen an der Bücher-Lektüre am Bildschirm schlagartig vergrößern.

Nur ein Bruchteil der Deutschen will Monofunktions-Reader kaufen
… die jüngsten Preissenkungen bei den Reader-Anbietern könnten das Interesse der Deutschen jedoch erhöhen.

… ›Das iPad wird wenige Monate nach Verkaufsstart der meistverkaufte E-Reader in Deutschland sein‹, so die Prognose. Und: ›Unter den E-Readern wird das iPad mit einem Marktanteil von deutlich über 50 Prozent eine dominierende Stellung hierzulande einnehmen.‹

Zwar ist mit dem reinen iPad-Absatz noch nichts darüber gesagt, dass die iPad-Käufer das Gerät auch tatsächlich als Bücher-Lektüre-Bildschirm nutzen; doch nach der ersten Apple-Zwischenbilanz, einen Monat nach dem iPad-Launch, können sich die Bücher-Downloadzahlen durchaus sehen lassen.
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Wann kommen die 1-Euro-Reader?

Johannes Haupt im buchreport-Blog

»Jeweils um knapp 30% gingen gestern die Preise von Kindle 2 und Nook nach unten – ein in dieser Dimension beispielloser Vorgang. … Das Interesse an der neuen Geräteklasse ist groß, die Kluft zwischen der finanziellen Schmerzgrenze vieler Interessierter (< 100 US-Dollar) und realen Anschaffungskosten allerdings auch.

Seit gestern kostet das deutlich weiterentwickelte Folgemodell Kindle 2 nicht einmal mehr die Hälfte, immer neue Hersteller steigen mit Lesegeräten unterschiedlichster Couleur in den Markt ein. … Für Plattform-Betreiber wie Amazon oder Barnes & Noble hat das boomende Geschäft mit digitalen Inhalten dabei längst einen größeren Stellenwert als der Vertrieb von Hardware.In diesem Punkt unterscheiden sich die (E-) Buchhändler kaum vom neuen großen Rivalen Apple, der schon lange mindestens im gleichen Maße ein Medienkonzern wie ein IT-Hersteller ist. …

Die subventionierte Abgabe (mehr oder weniger) ›geschlossener‹ Lesegeräte wäre vor diesem Hintergrund nur konsequent; eine Strategie, die Amazon.com bereits im Februar bei seinen besonders kauffreudigen (allerdings nicht zwingend eBook-affinen) Prime Kunden ausprobierte. Dass die ›1-Euro-Reader‹ spätestens infolge eines wachsenden Wettbewerbs auf dem E-Paper Markt und entsprechend fallender Herstellungspreise kommen, scheint gesichert: Die Frage ist, zu was für Konditionen.
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